fehltaWas Doctor Andreas Carolstatt unnd M.
Simon Gryneus by den Herren Predi-
canten zu Strasbürg
gehandelt1
unnd
geschrifftlich mitt sich
pracht haben, die artickell
so zu Wyttemperg
vonb wegen gemeiner
Concordi2 gestellta.
fehlt
Es sindt zů unns cgen Strasspurgc
kommen,3 Die
dErwůrdigenn, Hoch und Wolgelertend, unsere
lieben Herren und Bruͤder,
D. Andreas Carol-
statt und M. Simon
gryneus4, unse uss brůderlicher
lieb zůbesůchen
unnd Ir gesprech im Herren
mitt uns zehaltennf.
gDo hat unns fůr gůt unnd den kilchenhiin gemeini fur besser-
lichj angesechenn, Unnser
handlung inn der
versamlung zů Wittenperg,
kin diser unnser
versamlung alhiel inenk der lenge nach zů erzellen
sampt derm articklen,g5 daruff die kilchen im H.n
Rich furhaben, die Concordiopinnq Cristenlicher
leer und huszhalltung der kilchen ein mal
zůschliessenn, solichs zur erzellen
haben si
von unns zů danck angenommenn unnds
guͤtigklich verhortt.
Und alls wir inen alle handlung erzellt unnd
die
artickell erklärt, haben wir sieu
gepettenn,
was si vernemmenv6, das unnserer handlung
oder articklen by den Oberlendischen7 kilchenn
entgegen geworffen werden mochte oder was
si vermerckenn by
yemandt nit in rechtem
verstandt8 uffgenommen werden, Alsw so si
fehlt fůr sich selbs ettwas inredx9 hetten, oder
wyters bericht
dieser sachenn begertden. Si wolten unns solliches
frůndtlich
anzoůgen10, wäreny wir pzinen bereytz
uff alles frůndtlichen und grůndtlichen
bescheid
zůgeben, so vil unns das Gott verlichen11 wollteaa.
Wollten oůch abvon inen gernab verbesserůng inn
disem handell annemmen, warinn wir die von
inen vernemmen kondten. acIn diesem sind si
unns gůtlich zewillen wordenn.ac372t_226mws372t_226mw
Erstlichad habend si unns
fůrgehallten, wie sich
ettlich am hoůptstuck des artickells vom H.
Sacrament
stossen, in dem das wir bekennen,
das der Lyb des herrenn im H. Abentmal mit
dem prott warhafftig unnd wäsenlich gegeben
und empfangen werde.12 Dann sollicheae
mey-
nen wollenn, wir hefften den Lyb des herren
etwas
naturlicher wyß an das prott und setzen
ein andre wyß an unseren Herren Jesum
an in selb zů gereichenn. Denn důrch dasaf gloůbig
gemůt.13
Wie der Lyb im Prott by
dem Nachtmal sey.
Daruff haben wirag geantwůrt, das
es nit die
fehlt meynung sey, sonder das wir alle irrdische vermisch-
ůng14 des
Herren oder inschliessenahaimitt oder in
das prot rumlichaj15 haben ußgeschlossen.ai Unnd
erstlichen, mit dem, das wir glich anfangs desak
artickels gesetzt haben, Das
imal Sacrament zwey
ding
syen, Ein irrdischs, welchs die zeychen sind,
amwein und prottam, unnd ein himmelischs, das ist
deran Lyb und plůt des Herren,16 Ja der herr selbs.
Denn sindt da zweyg ding, so
sind sie nitt zů einem
ding vermyschet. Blybtao der Herr ein himmlisch
ding, so wirt er mit dem irrdischen
prot aberap
we-
der vermyscht oderaq darin ingeschlossenar. Zům
anndern haben wir solchs gedencken ussgeschlossen
mit dem, das wir die transsubstantiationas, unnd
dieat růmlicheau inschliessůngav, aůch plyblicheaw17
ver-
eynigůng usser dem průch18 des H.ax
Sacraments
mitt namen verneindt habenn.19
Wilay aber deraz Herr mitt dem prott und wyn ye sinen
lyb,
unnd den er fur uns gegeben20, und
sin plůt,
das er fůr uns vergossenn.21 Das ist sich selbs
dargibt, unnd bawir inba da důrch das gloůbig
gmůt22,
so
wir die wortt des Herren unnd zeichen recht
vernemmen, warlich und selbs zůgegen
an-
sechenn, empfachenn unnd haben, so ist im
fehlt Artickel gesetzt, so man das prott unnd denbb wyn dar-
reicht
unnd empfacht, das allsdann oůch der Lyb
unnd das plůt des Herren, das ist der
herre
gantz,bc wär23 Gott unnd mensch,24 da sye, und em-
pfangen werde, bdunnd dasbd warhafftig unnd
waͤsentlich,
das ist selblich25, er an
im26 selb, unnd
nit allein
läre zeichenn bean sin stattbe.27
Wie der Lyb by den gloůbigen
im Nachtmal sey.28
Doch ist nyemandt, der nitt bekhen, das an den lyb
und an das plůt des herren an
im29 selbs,
weder unnser
synn noch vernůnfft gereychenbf,30
oder das der Herr an
im selbs annders dann
von dem gloůbigen gmüt31 da vernommen,
befůnden bgunnd erreichtbg werde.32
Wie zůverston sey wann man sagt
Man empfoche den Lyb des Herrn
Lyblich mit handt unnd mundt.33
Wilbh aber derbi Herr sich da warlich unnd wesenlich,
das
ist, sichbj selbs, unnd nitbk läre zeichen an sin
statt, der massen dargipt, das er die lyblichen
fehlt wortt unnd zeichen dazů gebrůcht, mitt wellichen er
sich
da důrch denbl dienst der kilchen,
darstellt unnd
ubergipt,34 so
sagend ettwann die H. Vaͤtter, oůch D'octor'
Lůther unnd anndere,35 das man den Lyb unnd
plůt Christi hie empfache
lyblich in handt unnd
můndt. Aber dasselbig bmverklären
unnd ver-
standt sibm uff die wyss, wie die geschrifft sagt.
Das Johannes den H'eiligen' geyst gesehen
habe, da er
die gstallt der Tůben36 sache.37
Das ist, das man
da empfache die Lyblichen zeichen, lÿblich, diebn
aber nitt läre zeichen sindt, sonder
ubergeb
zeichen, mitt welchen der Herr sich selbs bodarstelletbp
unnd geebe, doch (wie gesagt istbq) an im selbsbo
weder mitt Synnen noch vernůnfft, sonder
allein mitt gloůbigen gmůt
anzeschoůwen,
gegenwůrtig38
zů erkennen, unnd zůhalltennbr
alls den, von dem wir alles gůts39 empfachen.
Wie der Lyb von den Allten
empfangenn.40
Zůmbs anndern,
haben si uns gefraget, was wir
dannbt den Allten Heyligen zůgeben41?
Dasbu
si von Christo in
iren Sacramenten empfan-
gen habenn. Ist unser Antwurt mitt dem
fehlt H. Augustino, da si
eben denselbigen gantzen
Christům oůch wesentlichbv, das ist, innbw selb,
bxund nit lëre zeichen enpfangen
haben,bx42
aber nit bymitt soby haͤler43 erkhandtnůs und so
crefftiger wůrkůng des geystes, alls wir inn
empfachenn, so wir ware Christen sindt.
Wie verstanden soll werden das
der Herr in unns natürlich
und
lyblich läbe.44
Zům dritten, haben si unns gefragt, was die
reden uff imbz45 haben, das der Herr in unns
natůrlich unnd lyblich läbe.
Haben wir ge-
antwůrt, das dise reden der Allten H. Vaͤtter
sindt, Hylarii, Chrysostomi, Cyrilli, Augustini
unnd
annderer,46 welche
wir verstandt nach
dem, das der Herr selbs sagt, Joh. 6. Er plyb
in denen, so
sin Fleisch essen, unnd sin plůt
trincken, unnd solche plyben in im.47 Nachdem
S. Paulus schribt, Eph. 5. Das wir glyder
Christi sindt, von
sinem fleisch, von sinem ge-
peyn.48 Die gemeinschafft der art unnd natůr
Christi,
die er den sinen mitteyllt, ist hocher,
denn das si die geschrifft alleinca ein gmeyn-
schafft nenne, der wůrkung, crafft oder
fehlt geysts, sonder heyssts oůch cbein gmeynschafft des Lybs,cb
der natůr unnd descc läbens,49 welchscd wir nit annders
verstondt, Dence wiecf
D'octor'
Oecolampadiůs usslegt
in Dialogo k.
2.cg50
Wie der lyb von den unwůr-
digen empfangen.
Zům Vierdten haben si unns gefragt von dem
empfachen der unwůrdigenn.51 Daruff wir ge-
antwort, das wir in disen Articklench, reden von
solichen unwůrdigen, wie die Corinther waren,
die
der H'eilige'
Paulus straffte. i. Cor. 11.ci52 Weliche er noch
fůr Brůder erkennt, solche schouen cjoůch mitt
gloůbigem gemůt, unnd nemmendt an im H.
Sacramentck Christům, den
herrencj, und
nitt
allein die lären zeichencl. Wilcm si aber dise spyss
des ewigen labens nitt recht underscheidenn
unnd mitt warem andacht annemmen, sindt
si
ja unwůrdige unnd empfachen den Lyb des
Herren unwůrdigklichenn.53 Der gar gotlosenn,
unnd
ungloůbigen nemmen wir unns garcn
nitt
an, solchs hat oůch D'octor'
Oecolampadiůsco geleret
inn sinem Dialogo l.cp ultimoscq.54
fehlt
Summa.
Plibt allsocr unser bekandtnůs
yhmer incs dem,
das allein
das gloůbig gmůt Christům, unnsren
Herren, zůgegen befindt unnd erreicht, ob er
wol
sichct unns dafůrstellt,
und dargipt mitt den
sichtbarn zeichen prot unnd wyn unnd dem lyb-
lichen dienst der kilchen, Davon der H'eilige'
Chrisosto-
mus, von
D'octor'
Oecolamp'adio' angezogenn. Allso
schribt,cu wenn dů unlyblich
wärist, gäbe er dir die
unlyblichenn gaben ploss.55 Nun, so aber die
Seel mitt dem lyb
verhafftet ist, so gibt er dir
cvcv>en a>isjhto=ic t'a noht'a56, cwBesiechcx f.
5cy im Dialogocw
Oecolamp'adii'.57
czAnderer Půncten halb.
Haben wir oůch geredt unnd unns
gnůgsam
gegen ein anndern erklärt. Alls aber der
fůrnembste span58 dises Artickells halben ge-
wesen ist vom H'eiligen' Sacrament, des aůbentsmalda
Christi, habenn wir wollen
desselbigen halbcz
dendb hiedc vorgesetztendd Summarischen begriffde
fehlt uffzeichnendf unnd unnsern lieben Herrn unnd
brůdern, dgD'octor'dh
Carolstat unnd D'octor'di
Gryneo, abscheidts
wyss gebendj, indk demselbigen unnsern lieben
Herrn und Brůderndg der Kilchen zů Basell
unnsern gloůben dester eygentlicher59
fůrzů-
pringenn. dlDer anndern
Articklen
halb hatt unns solche verzeichnůng nit so
von noten zůdm sin bedůcht. Darůmbdn wirs woll-
ten
pliben lassen by můndtlicher erzellůng
gedachter unnser lieben Herren und
brůder,
Das si oůch on zwyffel getrůwlich thůn
werdenndl.
doAber dises alles haben sie unns
ernstlich gepetten
unnd ermandt, selbst hinuff zekommen, unnd
den Oberkeyten,
unnsern gnadigen Herren unnd
unnsern lieben Brudern unnd mitarbeytern
im wort,
selb aller sachen bericht zethůn.60 Dann
dwil diese Disputation so wyt kommen, lige
einem das, dem anndern ein
annders im wäg,
so můste aber in sollichen grůndtlich unnd
hertzlich gehandlet
sin, Derhalben es vil be-
richtens bedůrffenn wůrde. Darůff wir
fehlt geantwurt, dasdp wir uns nitt wůssen zewäge-
ren61, damitt wir derdq kilchendr
dienen konden,
Derhalben mochten62 die kilchen by den Eydt-
gnossen betrachten63, das wir inen in disen,
oder
anndren sachen zůr besserung unnd recht
Christenlicher Concordia kondten
dienstlich
sin, wolten wir unserthalb allemal willig sin
zů inen zekommen unnd
inen unsern dienst
uffs getrůwlichest zeleysten. Achten oůch
wol unnsere
Herren64, wůrden unns zů
sollichem gern erlaůben.
Also haben si dise unnsere Lieben Herren
unnd Brůder im Herren mitt uns
frundt-
lichen unnd wytloůffig erspracht65 von allen,
das zů Christenlicher
verglichůng66 unnd
Concordia der kilchen dienet, etc. Unnd haben
sich darůff vernemmen lassen, das si
gůter
Hoffnůng syen, es solle ein rechte bestendige
Concordia werdenn uff die
Artickell zů
Wyttenperg gestellet. Nachdem si den
Brůdern in Oberlendischen kilchen
fehlt recht erklärt werdenn, wie si deren erklärung
von unns
genommen haben, si oůch darby
erpottenn, solche Concordia by dends irenn
getrůwlich befůrderenn.67
Der Herr gebdt sin gnad,
das〈,〉 so andere Kilchen
sich in der warheytt Christi einhelig
befinden
unnd halltenn,du
niemandt by den
trůwen Kilchen der Eidt gnoschafftdv so gotselige
nottůrfftige Concordi
verhindere.doDanndw
wirdx indy aller handlung diser Concordi
yedz
keyn wortt nachea68 Synn habeneb
angenommen,
die nitt die heylig geschrifft inn sich habeec,
unnd aller heyligen Vätter. Das auch Doctor
Oecolampadiůs sälig nitt selb
geschriebenn,
unnd glerrted
hab, unnd in der verantwůrtůng
M. Hůlrichen Zwinglius säligenee ann die
Tůtschen fůrsten69 begriffen sye. Desseef
erpieteneg wir unns einen yeglicheneh
gots-
verstendigen zů bewysen. eiDer Herr leer uns
sich reyn unnd einfelltigej suchen70.
Amen.
eiekDises ist uff den 2. Aůgůsti des 36.el Jars vor
fehlt gmeynen Brůdern der Kilchen dieneren zu
Basell Im Capitellhůss71 daselbst verlesenn
unnd sampt der Relation so
genante zwen
Herrn unnd Brůder D. Carolstat unnd D.
Gryneůs gethon, angenommenn unnd
beschlossenn wordennek.
Die personen so sich underschriben.
Andreas Carolstatt. D.
Symon Gryneůs. M.
Wolfgangůs Capito. D.
em
Martinůs
Bůtzerůs, Inn
sinem unnd D. Caspar
Hedeonis
72
namen, oůch
In M. Zelli. etc.
em
Jacobus
Bedrotůs
en
Jacobůs
Trůckenprot
73
hec scripsit 3 Januarii Anno 58.en
eopetunt revocationem propter epistolarem, ut in quo nomen Buc'eri'74
| sensum | |
| hoc ad | improbant75 |
| intellectum |
Columbam vidit Jo'annes' et dicit se vidisse spiritum s'anctum'.76 Sic de flatu de quo Christus accipite spiritum s'anctum'.77
| Christus | |
| Abraham | nos78 |
| Essentialiter |
Qui edit carnem etc. in me manet etc. Jo. 6.79
Panis eis datur qui prius habent Christum. 80
| Datores. | ||
| Pater | et | filius |
per ministerium.81
Confessio fides edit.82
participacio naturalis hic seu communicatio.83
| Tuumep | |
| vivifica84 | |
| Caro | unum idem? |
| efficax85 |
Christus dat corpus suum fidelibus mens sumit corpus Christi.86 eo
KGK 371
Einleitung
