fehlt
Ich Heinrich Zeller1 der Kůffer2 Burger zu Basel, Bekhenn unnd thun kunt menigclichem mit disem brief. Demnach ich uff Quirin Wenck3 von Thannenkilch4 und Bryda
Rup5 siner
elichenn hůsfrowenn Jerlich funff pfůnd gelts stebler guter baßler werung, uff
Mittfasten6 alles Innhalt und
Vermög der Verschribung darumb von Vogt
unnd gricht zu Dannenkilch7 uffgricht, der dathůmb lůtet Menntag noch dem Sonntag Reminiscere8 inn der Vasten. Als man zalt, noch
Christi unnsers lieben herren gepurt
funffzehennhůndert dreyssig unnd Nůn Jar,
fallende gehept hab, Das ich da mit guter zitlicher vorbedrachtůng, umb mins bessern
nůtzes unnd notdůrfft willen, merern minen
schaden, damit züverkomen inn uns
uffrechten redlichen koůffs wyß, wie ich dann das nach recht harkomenn unnd gewonheit
aller rechten und grichten geistlicher und weltlicher
aller formlichest unnd
bast9 thun han unnd mag. Der
Ersamen Anna10 wylend des hochgelerten Hernn Andresenn Karolstads der heiligenn gschrifft doctor unnd
Predicant der stifft
sannt Petter zu Basel
gloßner witwenn, ouch derselbenn kindernn11, so sy by yetzvermeltem irm hernn uberkomen, fur und umb
Hundert pfund guter stebler baßler werung12, dero sy
mich ouch also bar bezalt, unnd usgricht13, dermaßen mich daran wol benügt hatt, fur mich und
all mine erben, die ich harzü vestennigclich thun verbinden, die obbestimpten14 fůnf pfůnd
gelts, mit der
Hundert pfůndenn irem houptgut15,
recht16 unnd redlich17 wissenntlich18 unnd wolbedachtlich19. Inn und mit krafft dis brieffs geben unnd ubergebenn
hab, Allso das gedachte
witwe oůch ire kind, unnd dero erbenn, sollich obbestimpte
fůnff pfůnd gelts nun hinfur sollend unnd mögend, innemen, vordern, heischen20 und inziehenn21, die mitsampt irer hoůpt-
summa,
nutzen, niessen, besitzenn, versetzenn22, verkoůffen, Sonnders damit handlen, schalten, walten, thun unnd lassen, wie
mit irem eigentlichen unnd fryem gut, on Irrůng, Intrag23
min, miner erben, und sunst menigclichs von mit
und derselben miner erben wegen, Dann ich mich vilgemelts zinses und hoůptzins, ouch
aller ansprach24 vordrung und
rechtsame25, so ich daran
gehept hab, ich unnd mine erbenn fůrer26 daran haben soltenn, konten, oder möchten, fur mich und all mine erben,
wissenntlich unnd wolbedachtlich entzigenn27, Hab ouch gedachte witfrouwenn
ire kind, unnd deren erbenn,
sollichen ubergeburen, zinses und hoůptzins, inn nůtzlich gwalt unnd gewer gesetzt, Oůch
fůr mich unnd mine erbenn, by minen guten trůwen an eidstat
gebenn, Innkrafft des
brieffs, glopt unnd versprochenn, ernempter28 witfrowen der kaůferin, iren kinden, dero erbenn, und wer des
bedarff, der bestimpten fůnff pfůnd gelts, und
dero hoůptgut halb, das sollichs bis
uff hůtigenn tag, min frylidig29
eigene, vormals niemanden zinsschafft beladen, verschribenn hafft,30 nach31 verfanngen32, sonnders auch eröfftig33 unnd
nit erläßt34 sye, Derglichenn ob nachgonnder35 zit, ettwas ann zins oder haůptgut, abgan, dero halb
die keuffere oder ire erbenn, daran verlůstig sin můssten, umb das alles gut sicher
redlich
unnd nutzlich werschafft36 züthünd37, fůr allem
abgang38 unnd abgewynnen39, vor allen lůten, richtern und
gerichten, geistlichen unnd weltlichen an allen stetten unnd enden, wa, wann, und
wie dick40 sy des notdůrfftig
werdenn, on allen iren costen und schaden, Deßglichenn diß ubergab, verzihůng41, insatzůng42, und was hieran gschriben stat, fur
mich und mine erben, war
stät43, vest, und unverbrachenlich44
zühaltenn, darwider niemer züreden zükomen45 nach züthund46, weder mit nach one recht, heimlich nach offentlich, sůnst nach so. Inn dhem wyß nach
wäg, Mitt
verzihung47 aller
unnd yeder gnadenn, fryheiten, rechten, und gerichten, geistlicher unnd weltlicher,
burgkrechten, stettrechten, Landgrechten, uszugen fůnden, listen unnd geverdenn48,
Ouch alles deß, so hiewider zü
schirm fůrgewennd werden, Dann ich mich deß alles sampt dem rechten, so gmeiner
verzihůng49, one vorgang einer
sonndrůng widersprechend, verzigenn50
unnd begeben hab, geverd51 hierinn gentzlich vermitten52, Unns deß zu warem urkhůnd und stäthaltůng53 vorgschribene dingen, hab ich Heinrich Zeller54 inn anfang gmelt,
min eigen Insigel55 fůr mich unnd mine erben, Unns damit zů
ubersagennd56 offentlich
gehennckt an disenn brieff, der gebenn ist uff Menntag nach sannt Marthins der
heilige
Bischoffstag,57 Als
mann zalt nach der gepurt Christi Unnsers Liebenn Herren unnd erlosers Thusennt
funffhundert Viertzig Unnd Dri Jar,
fehlt Meister Heinrichen
Zeller58 des Kuffers
Übergab brieff darin v lb gelts zů Tannenkilch
etc.
1543.
KGK 397
Einleitung
