Nr. 381
Erklärung zum Stiftsgut zu St. Peter in Basel
Basel, 1539, 10. März

Einleitung
Bearbeitet von Harald Bollbuck

1. Überlieferung

Handschrift:

[a:] StA Basel-Stadt, Bauacten St. Peters Stiftshäuser, 1 (ehemals Bauakten MM 19; 1 Blatt, unfol.; Autograph; Aufschrift auf Rückseite von anderer Hand)
Edition:

2. Entstehung und Inhalt

Karlstadt führt in einer eigenhändig verfassten Erklärung das Inventar auf, das sich in seiner Pfarrwohnung von St. Peter befindet.1 Er hat es von seinem Vorgänger im Amt als Leutpriester an St. Peter, Paul Phrygio2, übernommen und wird es wie vorgefunden hinterlassen. Dazu gehören ein Banktrog3 (mit verschließbarem Kasten), ein kupferner Kessel, ein Drehspieß, ein Bücherschrank und ein kostbares, metallenes Schloss. Diese Dinge gehen nicht in seinen oder den Besitz seiner Erben über.

Nach Karlstadts Tod setzt sich seine Witwe Anna von Mochau dafür ein, die Amtswohnung weiterhin bewohnen zu dürfen. Der Rat der Stadt Basel wird ihr am 19. Juni 1542 dieses Privileg für zwei weitere Jahre gewähren.4


1Zu Karlstadts Berufung als Leutpriester zu St. Peter vgl. die Beilage zu KGK 354 und KGK 394 (Textstelle) mit KGK 394 (Anmerkung). Zu seiner Besoldung siehe die Einleitung zu KGK 397.

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