Nr. 382
Andreas Karlstadt an Bonifacius Amerbach?
Basel, [1539, Mitte Juli?]

Einleitung
Bearbeitet von Stefania Salvadori

1. Überlieferung

Handschrift:

[a:] UB Basel, Ki.Ar. 18a, fol. 112r–v (Autograph, 112v leer)
Editionen:

Literatur:

2. Entstehung und Inhalt

Mit dieser kurzen, nicht datierten und nicht adressierten Notiz schickt Karlstadt Wein, damit der Korrespondent ihn seinen Gästen aus Straßburg ausschenken kann. Es ist möglich, dass es sich bei dem Adressaten um Bonifacius Amerbach und bei den beiden Gästen um Martin Bucer und Wolfgang Capito handelt,1 die nach Basel gereist waren, um an der Lösung des Streits mitzuwirken, der im Herbst zuvor über die Universitätsreform ausgebrochen war und bei dem Karlstadt mit Amerbach auf der einen Seite und Myconius mit Grynaeus auf der anderen Seite in Konflikt geriet.2


1Vgl. Amerbachkorrespondenz 5, 228f. Nr. 2338, wo zur Bestätigung der Anwesenheit der beiden Straßburger Theologen in Basel Mitte Juli 1539 auch auf die Vermerke im Wochenausgabenbuch des Rates und im Rechenschaftsbericht des Rektors Nikolaus Brieffer über die für die Abendessen angefallenen Ausgaben verwiesen wird. Vgl. StA Basel-Stadt, Universitätsarchiv K 8, fol. 12r: »Item in cena apud florem 16 Julii pro Capitone, Bucero, et aliis tribus eorum comitibus. Item pro consule et aliis senatoribus, Item pro octo famulis urbis et pedello, pro qualibus persona iiii ß facit in summa iii lb xvi ß«. Siehe auch den Verweis auf eine Weinrechnung für Capito und Bucer in der Abrechnung des Rektorats Andreas Karlstadts (1537/8), KGK 378 (Textstelle).
2Siehe dazu ausführlich die Einleitungen zu KGK 379 und KGK 383.

Downloads: XML · PDF (Druckausgabe)
image CC BY-SA licence
»