Nr. 351
Karlstadt an Martin Bucer
Zürich, 1534, 11. Juni

Text
Bearbeitet von Stefania Salvadori
Buchsymbol fehlt

Eximio meoa
D. Martino
Bucero Argen-
torati
etb fratri
ac domino chariss'imo'〈.〉

Buchsymbol fehlt
S'alutem'〈.〉

Quod ad me pertinet Optime Bucere Symonc tuus1 festivioribus verbis
dennarabit,d voluit enime ut scriberem, cuius operae certe me neque piget neque
pigebit si tu incultis literis onerari tef sinis. Uxorem tuam mea et
ego salutamus, rogamusque ut receptos semel in album amiculorum
neutiquam discludatis.2 Vale foeliciter. D. Capitonem3 M. Zellium4
Petrotum5 et reliquos dominos atque fratres salvos meis verbis iube.
Tiguri, dieg 11. Junii anno MDXXXIIII.

Tuus Carolstadiush


aviro b
bfehlt b
cKreuz als Verweis auf am unteren Rand stehende Notiz Lythonius
denarrabit b
etamen b
füber der Zeile hinzugefügt a
gfehlt b
hCarolostadius b

1Es ist nicht klar, auf wen sich Karlstadt hier bezieht. Barge, Karlstadt 2, 598 Anm. 1, Anlage Nr. 40, identifiziert ihn mit Simon Grynaeus. Vermutlich auf der Basis der in b hinzugefügten Notiz, erkennt Bucer, Briefwechsel 11, 272 Anm. 2 Nr. 879 im hier Erwähnten Simon Steiner (genannt Lithonius), seit 1534 Hilfsprofessor im Straßburger Gymnasium (zu ihm siehe Bucer, Briefwechsel 11, 396f.). Karlstadt hatte Grynaeus wahrscheinlich im Mai während seines Aufenthalts in Basel wieder getroffen (siehe KGK 346), es gibt aber keine Hinweise auf ein mögliches Treffen mit Steiner. Ebenso unbekannt ist, ob einer der beiden in jenen Tagen in Zürich gewesen war.
2Anscheinend hatten Bucer und vor allem seine Frau Elisabeth Karlstadt und dessen Frau Anna bei ihrer Ankunft in Straßburg Anfang 1530 unterstützt; siehe dazu KGK 323 und KGK 324.

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