Nr. 352
Andreas Karlstadt an Oswald Myconius
Zürich, 1534, 15. Juni

Einleitung
Bearbeitet von Stefania Salvadori

1. Überlieferung

[a:] ZB Zürich, Ms. F 80, 354 r–v

Ein Autograph; Notizen von unbekannter Hand am Rand, die den Inhalt des Briefes in Stichworten zusammenfassen.

[b:] ZB Zürich, Ms S 36, Nr. 11

Eine Nachschrift aus der Sammlung Johann Jakob Simlers.

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Literatur:

2. Entstehung und Inhalt

Wie im vorangegangenen Brief vom 11. Juni (KGK 351) informiert Karlstadt Myconius auch in diesem kurzen Schreiben vom 15. Juni über seine Vorbereitungen für den Umzug nach Basel. Wie geplant1 solle seine Familie vorher abreisen, da Karlstadt noch in Zürich beschäftigt sei.2 Alles habe in aller Eile organisiert werden müssen, denn obwohl sie versprochen hätten, sich vorher anzumelden, hätten die Schiffsleute die Abreise für den nächsten Tag angekündigt.3 Karlstadt zeigt an, dass er noch nicht weiß, mit welchen Aufgaben er in Basel betraut werde, sondern sich in dieser Sache auf die Weisheit des Korrespondenten verlasse. Der Brief schließt mit der Bitte an Markus Bertschi4 und Myconius selbst, für Karlstadts Familie zu sorgen, wenn diese in der Stadt eintreffe.5


3Den Plan, Familie und Güter per Schiff zu transportieren, hatte Karlstadt bereits in seinem Schreiben vom 28. Mai (KGK 346) formuliert.
4In seinen Briefen an Myconius hatte Karlstadt Markus Bertschi wiederholt gebeten, ihm in Basel eine Wohnung zu vermitteln; vgl. z.B. KGK 346 (Textstelle).
5Noch am selben Tag teilte Myconius in einem Brief an Bullinger mit, Karlstadts Frau Anna von Mochau solle sich bei ihm bezüglich des für sie bestimmten Hauses melden; vgl. HBBW 4, 213,32f. Nr. 395 (= Myconius, Briefwechsel, 295 Nr. 272).

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