1. Überlieferung
Ein Autograph; fol. 30v Siegelspur.
Eine Nachschrift aus der Sammlung Johann Jakob Simlers.
Editionen:
- Barge, Karlstadt 2, 603 Nr. 49.
- HBBW 6, 201f. Nr. 778.
Literatur:
- Barge, Karlstadt 2, 499 mit Anm. 278.
2. Entstehung und Inhalt
In dem hier edierten Brief – wahrscheinlich um den 28. März 1536 verfasst1 – teilt Karlstadt Bullinger mit, er habe seinen Sohn2 nach Zürich geschickt, damit er dort seine Studien fortsetze, während der Sohn von Werner Beyel3 mit demselben Ziel nach Basel gehe. Er versichert, beide besäßen guten Willen, sein Sohn habe grade erst begonnen, die drei Sprachen zu lernen; Karlstadt hoffe, dass er seine Kenntnisse in der Zürcher »Hohen Schule« vertiefen könne. Um das geringe Alter der beiden brauche man sich nicht zu sorgen, Karlstadt bitte vielmehr darum, seinen Sohn in die Vorlesungen von Theodor Bibliander und anderer Professoren aufzunehmen. Bullinger solle ihm verdeutlichen, dass er ihn beobachte, um ihn vor Faulheit zu bewahren und den Fleiß zu fördern. Zum Schluss folgen die üblichen Grüße an Freunde und Bekannte.
KGK 369
Transkription
