1. Überlieferung
Editionen:
- Barge, Karlstadt 2, 610 Nr. 55.
- HBBW 11, 213–215 Nr. 1531.
Literatur:
- Barge, Karlstadt 2, 499f. mit Anm. 277.
2. Entstehung und Inhalt
In diesem Brief vom 10. Juni 1541 bittet Karlstadt Bullinger um Rat und Unterstützung, um seinen Sohn Adam zur Fortsetzung seiner Studien nach Zürich zu schicken. Nach dem Austausch einiger Höflichkeiten teilt er mit, dass er vorhabe, den Sohn des Zürchers Hans von Schönau1 bei sich aufzunehmen, wenn dieser im Gegenzug seinem Sohn Unterkunft gewähre – eine Konstellation, die er einige Jahre zuvor schon einmal ähnlich gewählt hatte.2 Der Plan schien sich nun zu verwirklichen – das bestätigte der Schwiegersohn von Hans von Schönau, Hans Jakob Brennwald,3 der offenbar in Basel weilte. Doch plötzlich war Karlstadts Frau so schwer erkrankt, dass nicht absehbar war, wann und ob sie wieder gesund werden würde, so dass es unmöglich war, den Sohn von Hans von Schönau im Haus aufzunehmen. Obwohl die Abmachung damit gescheitert war, bemühte sich Karlstadt, eine Lösung zu finden, die es seinem Sohn ermöglichte, sein Studium wie geplant fortzusetzen. Er schickte ihn deshalb nach Zürich, in der Hoffnung, einen Kostgeber zu finden. Am Ende bittet er Bullinger, sich für die Aufnahme seines Sohnes Adam in das Alumnat am Fraumünster einzusetzen und schließt den Brief mit Grüßen an Bullingers Familie und alte Kollegen und Freunde.
KGK 389
Transkription
