Nr. 343
Verschollen: Verschollen: De lege naturae et Evangelio
[1533, Ende?]

Einleitung
Bearbeitet von Stefania Salvadori

1.

Michael Carnovianus aus Freiburg im Breisgau an Johannes Hess in Breslau, [Anfang 1534?]: »Novarum rerum nihil nisi quod Doctor Carolstadius […] scripsit in libros Aristotelis, […], item magnum volumen de lege naturae et Evangelio.«1

Literatur:

2. Entstehung und Inhalt

Wie die Schriften gegen Luther (KGK 341) und über Aristoteles und das Abendmahl (KGK 342) ist auch die hier behandelte dritte Schrift – die Karlstadt laut Carnovianus' Bericht an Hess zufolge verfasst hatte2 – verschollen und auch nur über die oben angeführte Referenz greifbar. Unklar ist auch, ob es sich bei den dort dokumentierten verschollenen Schriften um die Vorlesungen »in weltlichen rechten« handelt, die Karlstadt nach einem Bericht Utingers aus dem Jahr 1533 gehalten haben soll.3 Wie die Abhandlung über Aristoteles (KGK 342)4 weist auch die hier behandelte Schrift über das Naturrecht und das Evangelium Parallelen zu den Interessen auf, denen Karlstadt ab dem folgenden Jahr in Basel nachging.5 Es ist nicht auszuschließen, dass in dieser heute verschollenen Schrift auch das Verhältnis zwischen kirchlicher und weltlicher Macht erörtert wurde, über das sich Karlstadt zwischen Frühjahr und Ende 1533 auch mit Schwenckfeld austauschte.6


1Der Brief ist ediert in Cosack, Speratus, 409.
2Zum Treffen des Carnovianus mit Karlstadt siehe die Einleitung zu KGK 340.
3Vgl. Utingers Beschreibung der Verteilung der Pfründen am Großmünsterstift im Juni 1533, s.u. KGK 349 (Textstelle).
4Vgl. KGK 357.
5Vgl. die Einleitung zu Basler Antrittsdisputation Karlstadts, KGK 365.
6Vgl. KGK 341.

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