Nr. 331
Zürcher Trostpredigt über die Gotteserkenntnsis durch Leiden
Zürich, [zwischen 1532, Februar und 1534, Juni]

Text
Bearbeitet von Harald Bollbuck
Buchsymbol fehlt

Ettlicher wörtern und örter uslegung
in biblischer schrift/ Zů Zurich/ ghört/ von
Doctor Andre Bodenstain, genant/ Karolstat
Ser trostlichen〈.〉

Erstlichen warumb last Gott/ die sinen so oft forchtsam
angsthaft/ so schwach/ so verzagt werden etc. Allain darum
das er den selben menschen hold1 ist/ und inen sin erbärmd2
hie und dört ewig schencken wil/ Dann das ist gottes
art und rechte hand zů erkennen etc.3

Dann wie kanst du gottes stercky erkennen/ Er lass dich
dann vor4, schwach/ verzagt werden. Dann durch schwachhait
ist david/ Jacob/ Moses/ Paulus/ Ja christus/ herlich worden〈.〉
Wie kan dich gott besser lassen růffen/ vatter, vatter/
Er füre dich dann vor5 in grosse angst und not〈.〉6

Wie kan dich gott us dem wasser7/ und angst fůren/ und
dich lernen schwimmen/ Er werffe dich dann vor in die
tieffe des merss/ des wassers der trůpsal.8 Als Jonam〈.〉9
Wie kan dich gott höher lieben, und sich din erbarmen〈/〉
Er stelle sich dann gegen dir, als well er dich oft in dinen
sünden oft verzwiflen lassen〈.〉10 Sy sigend11 zů gros und vyl〈.〉
Oder dich hie uff erden gar verlassen/ Und tript12 es oft so
lang/ das die hoffnung us ist er hab dich verstossen und
von sinem angesicht verworffen/ well dich verdammen.
Welcher mensch disen strit in im13 befint und erlidett〈/〉
der sig14 gwiss/ das er die huldy15 gottes hat/ und gott wider
zů im kompt/ so starck tröstett/ das jemantz glopt/ Dann
es ist die recht hand gottes16/ je hoher er mertail17 menschen
liept/ so mer er sy also versůcht/ Er verbirgt sich, lůgt18
haimlich durch die klimsen19 yn/20 Damit sy sich erkennen
das wir arme menschen sind/ und allain an siner gnad hangen
und durch dis angst sines trostz gwar werden/ Bis21 getrost
du armer sunder/ wann ich hab gott loba och etwas erfaren etc.22
Buchsymbol fehlt Dann in solchen angsten/ wann du hindurch kumpst
so waist erst/ wie wunderbarlich/ dich got us23 gfůrt
hat/ Durch Löwen/ distel/ törnn24/ Sunst kannst es
warlich nit lernen.

Er macht durch solchi angst/ am end frölich/ forchtsam
demütig/ gott zu förchten/ Also brent und maislet25
uns gott.b

Item in erkanntnus gottes komen/ das ist das
wir sinen willen wissen.

Gott hat uns erschaffen/ Nach siner bildtnus/c26 das ist
das wir wissend/27 das er von art28 und natur/ gůtig
Barmhertzig/ starck/ gnädig/ voll aller gůty, das
gipt er us fryg29 onverdient/ Doch ist solche erkantnus
stuck werck in uns/ nach der mas die gott jedem
nach sinem willen ustailt/30 Das facht31 nach sine
biltnus uns erschaffen.

Ain mensch das in sinem inwendigen gmüt32 empfint
das er spricht ja gotz gsatz ist gut hailig grecht33
und unser wishait. Der ist gwiss vernüwert34 der
erkent gott/ wie wenig es ist/ ain jeder nach der
mass des globens/ so vil er aim jeden gont/ dis ist
die widergepurt/ zun Ephesernn/ Nicodemus.35

Es stat geschriben/ er hat usgezogen36 die fürstentüm
und gwaltigen/ und ain herbrangen us in
gmacht37 (durch sich selb) Das ist moses und aron
gsin/ gwaltige fursten in ysrahel/ Die das volck
mit dem gsatzt geregiert.38 Aber christus/ der
gnaden stul/ mit lutrer39 gnad.

Buchsymbol fehlt

Item so bald der mensch in sinem inwendigen gmüt40 empfint
den strit41/ das er der sünd gern ledig sin welt (deren er doch
nit mag42) misfalt im/ So wirtz gott nitt rechnen43/ sunder gnadig
sin (Dann die bezalung fint er allain in christo)44 Wir habend
nüt dann das wir die sünd erkennend und sünder sin wissen
Loffend zů gotz Barmhertzigkait. Wie wol er och oft den sinen
den gaist entzucht/ das er sund nit mer achtet. Es verpirgt
got oft nimpt den gaist von uns〈.〉 Last uns hart fallenn〈.〉
Also geschach/ Daviden/ mitt Betsabed und irem man/ also
Lies in gott inher walten/ Biss es zit war/ Do fürt er in
wider uss/ das ers wider erkannt/ und sprach ich hab gsundigt〈.〉45
By uns ist alle sund/ in christo alle gnad.

Paulus spricht das ist die gmainschaft sines lidens/ und
verston sin herliche ufferstantnus/ das ist min trost.46 Wer
Christum also erkennt der darf nitt mit dem gsatz der wercke
triben werden oder umgon (Sunder der gaist wirt würcken so vil
er in ainem jeden wil die danckparkait erzaigen) solch gůtat〈.〉47

So du ungedultig bist oder in diner trůpsal oft wider gott
gruwlich brumlest/ So bekenn es nun gott/ Dann solchs
widerfart48 oft den sinen schwarlich49/ finst in hiob am/ 10.50
so istz dir verzigen, Wann du es nun bekenst/ die du och oft
mit solchem andre verergerst/ den51 geschicht es als zů gůtem〈/〉
Damit wann im52 solchs widerfar/ och hoffe/ und sinen nächsten
trösten könne/ wie christus zů petro sprach/ tröst dine brůder/53 Er hets
sunnst nit konnen/ wann er nit schwär gfallen wehr/ und den
trost wider empfinden/ Also dient alle sund den userwelten zů
gutem/ Also danck/ dann dere erwelt kompt oft da hin〈/〉
das er an gott zwifelt in langer not, ob doch ain got sig54 der im
helffen welt/ Als Jheremias sprach:f55 ob ich schon lang schry〈/〉 so hort
er mich doch nitt/ Also ret die gantz welt alle fromen/ sol er
dich us solcher not usher56 lupffen57/ und dich in Lernen erkenen/ so mus
er dich vor58 also inhin59 stossen/ so kennst60 in61 dann.

Buchsymbol fehlt

O wie pittett der mensch gott so oft um anligen/ och
von gaistlichen gaben/ die im noch huffen mangeln〈.〉
Es sige62 geben stercky/ Lieby/ grosser hoffnung dess
ewigen lebens/ Sin hus christenlich zu regieren
gedult/ gsonthait/ gůt/ oder anders. Aber gott
giptz oft lang nitt/ oft gar nitt. So kummpt dann
ain mensch da hin/ maint, gott sig im faind und
hab sin barmhertzigkait von im gnommen〈.〉 ¶ So wir
aber ain klin63 wistend/ wie wol es gott mit solchen
mainty/ und warum ers tůt/ So wurden wir zů
friden sin und fro werden/ Es ist gotz gab/ das wir
das wellen habend/ gotz frundt zů sin/ Ach
der grossen gůty gottes und sin erbarmd〈.〉

Das paulus rett welcher uff die tag halt der
tůtz dem herren/ welcher nit och also.64 Item das er
spricht, e ich weltg minen brůder ergern mit der
spis/ welt ich e min Leben lang kain flaisch essen〈.〉65
An dem ortt warend etlich juden, die christum
schon angenomen hatten. Sy aber hatten noch ain
gwissin uber die spis und tag/ die gott durch
Mosen im gsatz potten hat. Darum hatten sy
gotz wortt. Dise welt paulus nit verderben
umbh der spis und tag willen/ die noch so schwach
wärend/ der milch bederftend.66 Aber an disem
ort rett er nicht/ von denen tag/ darum kain
gotz wort ist und die menschen erwelt haben
und das bapstum flaisch essen käs/ ayer/ zů
miden (dis ist us dem tüfel) spricht hutend uch
vor denen die uch die spis verpieten die gott
gschaffen hat mit dancksagung zů niessen/67 och
die e68 verpieten/69 Merck hie woli.

Buchsymbol fehlt

Item der Sabat ist also ufghept/ das wir nit mer ain tag
für den andern/ Sunder nach der lieb not/ also ist ufghept〈.〉70
Dann gott will das wir unsernn na[e]chsten ruwen lassen/ so es
die not erfordert/71 Lüt, und fich72, und disen weg hat niemand
Macht den Sabat zů enthailigen/73 und an den růw tagen/ gottes
wercke betrachten/74 und liplich arbeit (so on not) entlaiden75/ Doch so
lůg76 wie du in firest/ Hab acht uff dine bösen gedancken〈/〉
wortt/ werck/ so finst ain Last uff dir/ nichtz gsuntz/ das du
zů gott schryen můst (wie paulus zun römern) ich unsaliger
mensch/ ich dien mit dem gmůt gotz gsatz/ aber mit dem
flaisch dem gsatz der sunden/77 und ist nicht gsuntz an minem Leben〈.〉
Also plipt christus allain der zaler78 und frome/ und wir allain
die Schuldner/ und unfromen/ in im finden wir den Ewigen
růw tag/ von sunden.

Item drigerley gschlacht/ auf das gar nitt acht hat uff gottes gaben
glopt och kain gott sin wie das fich. Die andern die gond
in ir hertz (sind gottes kindern) Und finden wie sy gott so
herlich gschaffen hat (aber sy erkennend in nit recht/ werden stoltz
darab)79 die züchtiget gott/ mit liplichen ruten am lib/ damit der
gaist salig werde. Die dritten als wir soltend sin/ die wandlen
ufrecht/ ach gott/ Es ist nit ainer/80

Item fyl userwelten gottes/ Erschrecktj oft der tod und forcht
das sy von gott usser abfallend, wie petrus.


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1gnädig.
2Barmherzigkeit.
3Die rechte Hand Gottes steht bildlich für seine große Macht und Stärke, für seine Heils- und Rettungstaten; vgl. Jes 41,10 (Trost in der Furcht); Ps 19(20),7; 43(44),4; 62(63),9; 88(89),14; 97(98),1; 117(118),16. Siehe u.a. Ps 19(20),7 Vg »[…] exaudiet illum de coelo sancto suo in potentatibus salus dexterae eius«; Ps 117(118),16 Vg »Dextera domini fecit virtutem dextera domini exaltavit me dextera domini fecit virtutem.«
4vorher.
5vorher.
6Der Glaubensschrei aus der Trübsal und Verzweiflung (tribulatio); vgl. Hasse, Tauler, 143.
7Bezug auf die Jona-Episode und die Wasser des Trübsals; siehe KGK 331 (Anmerkung).
8Zu Karlstadts Verwendung des Begriffs der Wasser des Trübsals (aqua tribulationis), einer exegetischen Formulierung für die Sintflut (1. Mose 7), die die Erde von der Sünde reinigt, oft in Verbindung mit Mt 14,28–31, vgl. KGK III, Nr. 162, S. 238, Z. 4 mit Anm. 7; KGK III, Nr. 164, S. 365 Anm. 13; KGK IV, Nr. 194, S. 364, Z. 15.
9Besonders Jona 2,3f.
10Zur Anfechtung (afflictio) und Niedergeschlagenheit in der Verzweiflung angesichts der eigenen Sünden (mystisch als »gedreng«), vgl. Hasse, Tauler, 130–133; KGK II, Nr. 103, S. 18f.; KGK II, Nr. 124, S. 206; KGK III, Nr. 164, S. 365f.; S. 367, Z. 3 – S. 368, Z. 2; KGK III, Nr. 166, S. 387 u. 390; KGK III, Nr. 173, S. 20, Z. 13–17; KGK IV, Nr. 186, S. 158 Anm. 6 u. 7.
11Sie (die Sünden) sind.
12treibt.
13sich.
14sei.
15Gnade.
16Zur Rechten Gottes siehe o. KGK 331 (Anmerkung).
17größtenteils. Vgl. Schweizerisches Idiotikon 4, 363 s.v. mer.
18schaut. Vgl. Schweizerisches Idiotikon 3, 1221 s.v. luegen.
19Spalten. Vgl. Schweizerisches Idiotikon 3, 649 s.v. Chlumse.
20Wohl Bezug auf 2. Mose 33,20–23: Gott stellte Mose in eine Felskluft und hielt seine schützende Hand über ihn, sodass er das göttliche Antlitz nicht sehen konnte. Als der Herr vorübergegangen war und seine Hand wegzog, konnte Mose ihm nur noch hinterhersehen.
21Sei.
22Biblischer Bezug nicht klar, möglicherweise auf Mk 4,22.
23heraus.
24Dornen.
25meißelt. Durch die das Wort »maislet« durchtrennende Unterlänge des f ist die Lesbarkeit erschwert.
27Voraussetzung der Erkenntnis (der eigenen Sündhaftigkeit und damit der Wahrheit) ist die Einpflanzung des göttliches Geistes ins Herz des Gläubigen, doch ist diese Erkenntnis letztlich auf Grund der Gottesebenbildlichkeit des Menschen ein Wiedererkennen auf dem Grund der Seele. Vgl. KGK VII, Nr. 239, S. 51, Z. 16–20; KGK VII, Nr. 241, S. 135, Z. 2–5 u. S. 142, Z. 9–12; KGK VIII, Nr. 288, S. 51, Z. 26 – S. 52, Z. 3.
28Von der Spezies her.
29frei.
30Gott teilt das Maß des Glaubens und des Geistes zu; vgl. Röm 12,3; 1. Kor 12,11.
31Tagewerk, Pensum. Vgl. Schweizerisches Idiotikon 2, 660f. s.v. Facht.
32In seiner Seele. Zur mystischen Dimension der »Inwendigkeit« bei Karlstadt siehe KGK VI, Nr. 246, S. 229, Z. 13 mit Anm. 196. Vgl. hierzu Tauler, Predigten (Vetter) (Vetter), 25,19–26; 80,10–12; 329,6; 382,9, dort fast gleichbedeutend mit dem Seelengrund, in den das Licht Gottes hineinleuchtet. Theologia Deutsch (Franckforter), 78,14 spricht von einem »inwendigk […] auge«. Vgl. auch DWb 10, 2151 s.v. Inwendigkeit.
34(geistlich?) erneuert.
35Vgl. Eph 2,4–10 zur Wiedergeburt aus Gnade Gottes und Glauben, den Gott gegeben hat; Joh 3,3–8 Jesus zu Nikodemus als einem Obersten der Pharisäer über die geistliche Wiedergeburt.
36entwaffnet.
37Vgl. Kol 2,15. »ain herbrangen us in gemacht« im Sinne von: er hat sie zur Schau gestellt.
38Vor allem die Ausführungen zu Gesetz und Opfer in 3. Mose 1–7, die Moses und Aaron im Auftrag Gottes ausführten.
39reiner.
40Zum inwendigen Gemüt siehe KGK 331 (Anmerkung).
41Streit.
42was er doch nicht vermag.
43anrechnen, zurechnen (im Gericht).
44Karlstadt betont hier die Abbezahlung der Sünden der Menschheit durch Christi Leiden am Kreuz; vgl. Röm 3,28; 4,7; Gal 3,13.
46Vgl. Phil 3,10. Karlstadt hatte in Zürich Ende 1530 öffentliche Vorlesungen über den Philipperbrief abgehalten. Siehe KGK 328 (Textstelle) mit KGK 328 (Anmerkung).
47Zur Diskussion, die Karlstadt bereits 1525 mit Luther führte und in der Anzeige etlicher Hauptartikel christlicher Lehre ausarbeitete, vgl. KGK VIII, Nr. 288, S. 67, Z. 7–16.
48widerfährt.
49sehr.
50Vgl. die Gottesklage in Hiob 10.
51denen.
52ihm oder ihnen (im Anschluss an obiges »den[en]«, siehe KGK 331 (Anmerkung)).
53Wohl Bezug auf Lk 22,32.
54sei.
55Vgl. Jer 20,7–9; negativ konnnotiert in Jer 11,11.
56heraus.
57emporheben, aufheben, anheben. Vgl. DWb 12, 1311f. s.v. lupfen Nr. 2c u. 3; Schweizerisches Idiotikon 3, 1355f. s.v. lupfen.
58vorher.
59hinein.
60erkennst.
61ihn.
62sei.
63wenig.
68Ehe.
69Antipäpstliche Argumentation gegen Zölibat, Fasten- und Speisegebote.
70Augenscheinlich beschäftigen sich die ersten beiden Sätze dieses Abschnitts mit dem äußeren Sabbat, der aus Nächstenliebe zur Arbeitsruhe angesetzt ist. Dieser Tag ist flexibel, sollte aber alle sieben Tage eingehalten werden. Somit ist das Sonntagsgebot nicht verpflichtend und aufgehoben; es ist eine menschliche Setzung. Vgl. hierzu Karlstadts Ausführungen zu dieser Problematik in seiner Schrift Von dem Sabbat (KGK VII, Nr. 252, S. 69, Z. 8 – S. 70, Z. 5).
71Die Einsetzung des Sabbats ergibt sich nach Notwendigkeit für den Nächsten, sie ist also ein Gebot der Nächstenliebe, die aus der Gottesliebe fließt. Vgl. Von dem Sabbat (KGK VII, Nr. 252, S. 55 u. S. 69, Z. 8–19).
72Vieh.
73Ohne Markierung der Unterschiede geht die Predigtmitschrift nun zum inneren, von Gott gesetzten Sabbat über. Zu dessen Unabänderlichkeit vgl. Von dem Sabbat: »Obertzelte ursach/ ist ewig unnd unveranderlich. Es darff sie auch kein mensch verrucken/ eben so wenig ein creatur/ one schaden/ die ehre gottis verrucken/ und got schmehen kan. Dieße ursach ist geystlich/ unsichtparlich/ unnd ewig/ es ist auch der mensch/ in dießer weyße/ kein herr des Sabbats/ sonder es ist ein knecht Gottis/ oder ein diener dießes Sabbats.« (KGK VII, Nr. 252, S. 68, Z. 23–28; allgemein zum von Gott gesetzten Sabbat siehe KGK VII, Nr. 252, S. 67, Z. 7 – S. 69, Z. 6).
74Zur Betrachtung der Werke Gottes am Sabbat, aber auch der Reflexion der eigenen Sünden, die schließlich in den Wunsch nach Entäußerung aller Ich- und Selbstbezogenheit und das Lassen des Selbst (also die Gelassenheit) führen soll, vgl. Karlstadts Schrift Von dem Sabbat (KGK VII, Nr. 252, S. 72, Z. 11–18).
75entledigen, verzichten.
76schau.
78Siehe oben Anm. KGK 331 (Anmerkung).
79Ein Anklang an die Ungelassenheit auf Grund des Bewusstseins der Gelassenheit, stattdessen forderte Karlstadt »Gelassenhait in gelassenhait«. Vgl. KGK VI, Nr. 241, S. 118, Z. 10 – S. 119, Z. 6.
80Eine Art Ellipse: »Es ist nicht einer [unter den Gerechten].« (nach Röm 3,10f.).

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