1. Überlieferung
Handschrift:
Editionen:
- Barge, Karlstadt 2, 608f. Nr. 54a.
- Amerbachkorrespondenz 5, 273 Nr. 2382.
Literatur:
- Barge, Karlstadt 2, 497 mit Anm. 269.
2. Entstehung und Inhalt
Auch diese kurze Nachricht ist von Karlstadt ohne Datum und ohne den Namen des Adressaten verfasst worden – vielleicht ein Hinweis auf eine rasche Übermittlung der Notiz innerhalb derselben Stadt. Karlstadt hatte seinem Korrespondenten bereits von dem jungen Überbringer1 des hier edierten Briefes berichtet, der von einigen gehört habe, dass das Studium an der Universität Basel im Verfall begriffen sei und es keine Vorlesungen mehr geben würde. Der Korrespondent könne entscheiden, ob er nachforschen wolle, wer diese Gerüchte verbreitet habe. Es habe den jungen Mann erfreut, als Karlstadt ihm mitteilte, dass es sich nur um Gerüchte handele – er sei ein engagierter Junge, der sich dem Studium widme und sich in seiner Armut mit Spenden finanziere. Um seine gesundheitlichen Probleme zu behandeln, habe der Junge den Wunsch geäußert, in ein Kurbad zu gehen. Karlstadt habe ihn getröstet und ihm versprochen, dass es ihm, wenn er weiter fleißig sei, nicht an den richtigen Unterstützern fehlen werde.
Wie bereits im Fall der kurzen Notiz vom Juli 1535 (KGK 374) lässt sich vermuten, dass der Adressat Amerbach war. Wie von den Herausgebern seiner Korrespondenz angegeben, könnte es sich bei dem von Karlstadt genannten Jungen um den »arme[n] studiosus« handeln, der nach einem Eintrag von Amerbach selbst im Rechnungsbuch der Erasmus-Stiftung2 vom 9. März 1540 »so bitzher hie in almůsen erhalten vnd wol gestudiert, von lybs notturfft, wegen gon Baden faren, ist geboren von Liptzig. Dem hab ich vß fürbitt Carolstadii zů stür geben XII plap. 1 fierer.«3
KGK 386
Transkription
