1.
Karlstadt aus Zürich an Oswald Myconius in Basel vom 8. Juni 1534 (KGK 349): »Nihil minus futurum putavi, quam senatum non daturum quam celerrime Carolstadio dimissionem vel me vel quo vis etiam temere rogante, alioqui potuissem alia via, quam et tibi non ineptam fuisse testantur literae […]. Epistulam tuam elegantem et eruditam veluti monumentum perpetuum adservabo. scio me indignum.«
2. Entstehung und Inhalt
In seinem Brief vom 8. Juni 1534 (KGK 349) bezieht sich Karlstadt auf einen heute verschollenen Brief von Myconius. Darin formulierte der Basler Theologe offenbar einige Überlegungen zum weiteren Vorgehen, nachdem der Zürcher Stadtrat Karlstadts Entlassung überraschend abgelehnt hatte.1 Es ist zu vermuten, dass der in dieser Einheit dokumentierte Brief von Myconius eine Antwort auf Karlstadts Brief vom 30. Mai (KGK 347) war, in dem er die Ablehnung des Zürcher Stadtrates mitteilte und den Vorschlag machte, wenigstens eine vorübergehende, einen Zeitraum von wenigen Jahren umfassende Versetzung nach Basel zu beantragen.2
KGK 347
