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Name Texte
Abano, Pietro
1250/57 – 1316
Geboren in Abano bei Padua; scholastischer Mediziner, Philosoph, Mathematiker und Astrologe; Studium der Medizin; längerer Studienaufenthalt in Konstantinopel; seit 1306/07 Professor für Medizin in Padua; Anklage und Verhaftung wegen Häresie.
Abaza Mehmed
1576 – 1634
Geboren in Georgien; Verschleppung und Versklavung als Kind; danach Karriere in der osmanischen Administration; 1605-1607 Beteiligung an einem Aufstand in Anatolien; ab 1617 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Varosia; seit 1620 Beylerbey von Erzurum; 1622/23 Anführer einer Rebellion gegen Sultan Mustafa I. (1591-1639); 1628-1631 Beylerbey von Bosnien; 1633/34 Heerführer im polnisch-osmanischen Krieg.
Abelin, Jacques

Um 1614 gräflicher Hofmaler in Bentheim; um 1626 Kaufmann in Amsterdam.
Abensberg, Babo I.
† 1001/02
Angehöriger des Adelsgeschlechts der Babonen; 975-980 Graf im westlichen Donaugau; seit 983 Burggraf von Regensburg; Stammvater der Grafen von Abensberg.
Abensberg, Niklas
1441 – 1485
Sohn des Grafen Johann III. von Abensberg (gest. 1475/76); Rat der Herzöge von Bayern-Landshut; bayerischer Pfleger von Graisbach, Riedenburg und Kehlheim.
Absalom

Biblische Figur.
    Actaeon (Aktaion)

    Antike mythische Gestalt, die nach Ovid auf der Jagd Diana und ihre Nymphen beim Bad überraschte, deshalb von ihr in einen Hirsch verwandelt und von den eigenen Hunden zerfleischt wurde.
    Adam, Salomon
    † 1640
    Schwedischer Hauptmann, Obristleutant und Obrist (ab 1632) schottischer Herkunft; seit 1636 Kommandant von Magdeburg (mit Hans Drake), wegen Übergabe der Stadt zum Tode verurteilt, später jedoch unter Verlust seines Regiments begnadigt.
    Adler (1), N. N.

    Mutter von N. N. Adler (2); um 1636 alte Wirtin im sächsischen Königstein; früher im Dienst des Grafen Johann Kasimir von Lynar (1569-1619) und des Berliner Kurfürstenhofes.
    Adler (2), N. N.

    Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
    Adler Salvius, Johan
    1590 – 1652
    Sohn des Stadtschreibers von Strängnäs, Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; seit 1622 diplomatische Missionen für Schweden; ab 1624 Staatssekretär; seit 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; ab 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.
    Adler, Hendrik

    Ca. 1622-1628 Schöffe (Ratsherr) sowie mehrfach Bürgermeister von Harderwijk.
    Adonai

    Eine der Umschreibungen für Jehova (Gottes Eigenname) im Tanach.
    Adrian, Valentin

    Um 1629 vermutlich Kaufmann in Braunschweig.
      Aeolus (Aiolos)

      Griechisch-römischer Gott und Beherrscher der Winde.
      Afrasiyab
      † 1624
      Durch Ämterkauf seit 1612 Beylerbey von Basra, der weitgehend unabhängig vom Sultan regierte; Begründer der Dynastie Al-Afrasiyab, die bis 1668 in Basra herrschte.
      Afán de Rivera y Enríquez, Fernando
      1583 – 1637
      Sohn des Fernando Enríquez de Ribera y Cortés (geb. 1529); spanischer General und Politiker; zunächst Generalkapitän von Katalonien; 1619-1622 Vizekönig von Katalonien; 1629-1631 Vizekönig von Neapel; 1632-1635 Vizekönig von Sizilien; 1636 Gouverneur des Herzogtums Mailand; ebenso spanischer Botschafter und Generalvikar in Italien unter Papst Urban VIII. (1568-1644).
      Aglaia

      Eine der drei griechischen Göttinnen der Anmut (Grazien).
        Agricola, Adam Christian
        1593 – 1645
        Sohn des Teschener Hofpredigers und Superintendenten Johann Agricola (gest. 1609); reformierter Theologe; Studium in Leipzig und Frankfurt/Oder; 1620-1622 Hofprediger des Markgrafen Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1629 Hofprediger in Güstrow; 1629-1636 Dom- und Hofprediger in Berlin; seit 1636 Hofprediger in Königsberg.
        Agricola, Peter

        Um 1635 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
        Agrippa von Nettesheim, Heinrich Cornelius
        1486 – 1535
        Sohn des Kölner Bürgers Heinrich von Nettesheim; deutscher Universalgelehrter, Theologe, Jurist, Arzt und Philosoph; 1499-1502 Studium in Köln; 1509 Dozent an der Universität Dole; 1509/10 Bergrat der Stadt Köln; Dozent an den Universitäten Köln (1511) und Pavia (1512 und 1515); 1512 kaiserlicher Offizier; 1515 Promotion zum Dr. med. und Dr. jur. utr. in Pavia; 1518-1520 Stadtsyndikus in Metz; 1521-1523 Arzt in Genf; 1523 Stadtarzt in Fribourg; 1524-1527 Leibarzt der verwitweten Louise de Valois, Duchesse d'Angoulême (1476-1531); 1528/29 Arzt in Antwerpen; 1529/30 Archivar und Historiograph der niederländischen Regentin Erzherzogin Margaretha von Österreich (1480-1530).
          Aguilar, Francisco

          Portugiesischer Jude, der in Brüssel erst zum Katholizismus, später in den Vereinigten Niederlanden zum reformierten Glauben konvertierte; um 1627 Sprachmeister für Spanisch unter dem Theologieprofessor Constantin L'Empereur (1591-1648) in Harderwijk; im Januar 1627 ebenso Spanischlehrer des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
          Ahizade Hüseyin
          1572 – 1634
          Seit 1632 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām); 1634 Hinrichtung wegen angeblicher Verschwörung gegen Sultan Murad IV. (1612-1640).
          Ahlefeld, N. N.

          Um 1637 Rittmeister.
          Aitzema, Foppe
          ca. 1580 – 1637
          Sohn des Schelte van Aitzema; Studium in Franeker, Leiden, Helmstedt und Wittenberg; 1607-1613 herzoglicher Rat in Wolfenbüttel; 1612/13 zugleich Kanzler des Hochstifts Halberstadt; Gesandter der Generalstaaten, u. a. bei der Hanse in Lübeck bzw. Hamburg (seit 1617) und am Wiener Kaiserhof (1636/37); 1637 Konversion zum katholischen Glauben.
          Aitzema, Lieuwe
          1600 – 1669
          Sohn des Meinardus van Aitzema; niederländischer Diplomat, Historiker, Jurist und Staatsmann; um 1645 Resident der Hansestädte in Den Haag.
          Ajazzi, Lorenzo
          1600 – 1634
          Lothringisch-spanischer Obrist; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer.
          Alard, Esprit
          1595 – 1630
          Sohn des Notars Jacques Allard; Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1617 Grand maréchal des logis de la Maison du Roy; um 1624 Gouverneur der Festung und Stadt Meulan; 1626 (vermutlich außerdentlicher) französischer Gesandter in Den Haag; seit 1627 Marquis de Grimault.
          Albert, Charles
          1578 – 1621
          Sohn des Honoré d'Albert (gest. 1592); ab 1611 Falkner und bald darauf Favorit des jungen Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1616 Grand fauconnier; ab 1619 Gouverneur der Picardie; seit 1621 Connétable von Frankreich; ab 1619 erster Duc de Luynes und Pair de France.
          Albrecht, Hans

          1625-1628 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1626-1628 zudem Küchenschreiber ihres Gemahls Christian d. J.
          Albuquerque Maranhão, Antônio
          † 1667
          Sohn des Jerômino de Albuquerque Maranhão (1548-1632); 1622-1634 Gouverneur von Paraíba.
          Aldobrandini, (Giovanni) Giorgio
          1591 – 1637
          Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1601 Principe di Sarsina e Meldola; ab 1610 erster Principe di Rossano; seit 1621 Nepot von Papst Gregor XV. (1554-1623); Karriere als Komandant der päpstlichen Garde, General der Kurie und päpstlicher Botschafter in Spanien; ab 1630 Duca di Carpineto.
          Aldringen, Johann
          1588 – 1634
          Sohn des Leonhard Aldringen; zunächst Schreiber in der Luxemburger Landeskanzlei; kaiserlicher (1618-1620) und spanischer Hauptmann (1620/21); 1621-1623 bayerischer Obristleutnant; kaiserlicher Obrist (1623), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1632); seit 1624 Hofkriegsrat und Oberkommissar für das Heerwesen; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).
            Alefeldt, Matthias

            Um 1628 Bauer in Reinstedt.
              Alemann, Johann
              1596 – 1636
              Sohn des Magdeburger Bürgermeisters Johann Martin Alemann (1554-1618); 1618-1629 Ratsherr in Magdeburg; seit 1625 Führer der kaiserlichen Partei in seiner Stadt; 1626-1629 kaiserlicher Statthalter in Magdeburg; 1633 Kommissar bei der kaiserlichen Armee in Hildesheim.
              Alfeldt, N. N.

              Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
                Ali

                Im Frühjahr 1637 Leiter einer türkischen Gesandtschaft in Wien.
                Alighieri, Dante
                1265 – 1321
                Sohn des florentinischen Adligen und Geldverleihers Alighiero Alighieri (gest. 1281/82); einer der bekanntesten und wichtigsten italienischen Dichter des Mittelalters; seit 1295 politische Karriere in Florenz; 1302 Auschluss von allen Ämtern, Konfiskation seiner Güter und Verbannung; danach Aufenthalte vor allem in Mittel- und Oberitalien.
                  Alkibiades
                  ca. 450 v. Chr. – 404 v. Chr.
                  Griechischer Redner, Feldherr und Politiker in Athen.
                  Althan(n), Maria Eva Elisabeth
                  1605 – 1638
                  Tochter des Grafen Adam von Sternberg (gest. 1623); 1627-1636 Ehe mit Graf Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636).
                  Althan(n), Michael Adolph
                  1574 – 1636
                  Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1603), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist von Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.
                  Alting, Johann Heinrich
                  1583 – 1644
                  Sohn des reformierten Geistlichen Menso Alting (1541-1612); Theologiestudium in Groningen und Herborn; ab 1613 Dogmatikprofessor in Heidelberg und Dr. theol.; seit 1616 Direktor des Collegium Sapientiae in Heidelberg; 1622 Flucht aus Heidelberg in die Niederlande; ab 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; seit 1627 Theologieprofessor in Groningen.
                  Altoviti, Giovanni
                  † 1655
                  Florentinischer Adliger; Resident des Großherzogtums Toskana in Mailand (1614-1618) und am Wiener Kaiserhof (1618-1627).
                  Alvensleben, Cuno
                  1588 – 1638
                  Sohn des Gebhard von Alvensleben (1543-1609); ab 1610 Domherr, später Senior des Erzstifts Magdeburg; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reifende").
                  Am Ende, Georg
                  1572 – 1624
                  Geboren in Dresden; ab 1598 Jesuit; seit 1619 Hofprediger von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).
                  Ambrosius von Mailand
                  339 – 397
                  Sohn des Aurelius Ambrosius, römischer Präfekt der Provinz Gallia Narbonensis; Jurist, Theologe und Kirchenvater; ab 365 Tätigkeit als Anwalt bei Gericht; 372/73 Präfekt der römischen Provinz Aemilia-Liguria; seit 374 Erzbischof von Mailand.
                  Amor

                  Römischer Gott und Personifikation der Liebe.
                  Anchinoander, Heinrich Cornelius

                  Deutscher Arzt und Philologe; 1615 Lehrer für die italienische Sprache in Hamburg; 1616 Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel.
                    Andreini (1), Virginia
                    1583 – 1630/31
                    Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
                    Andreini (2), Virginia

                    Tochter des Schauspielers Baldo Rotari; bereits 1613 und 1621-1623 Mitglied ("Lidia") der Schauspielertruppe "I Fedeli", deren Leiter Giovan Battista Andreini (1576-1654) sie nach einem langjährigen Verhältnis und dem Tod dessen erster Frau Virginia im Jahr 1631 heiratete; vgl. Giulio Piccini: L’epistolario d’Arlecchino (Tristano Martinelli 1556–1631), Florenz 1896, S. 27; Pierre-Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios Lives Attributes Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Comedia dell’Arte, New York 1966, S. 96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 261 und 307; John Rudlin / Olly Crick: Commedia dell’Arte. A Handbook for Troupes, New York 2001, S. 49.
                    Andreini, Giovan Battista
                    1576 – 1654
                    Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV. (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The vImprovisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.
                    Anhalt, Bernhard
                    1571 – 1596
                    Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1596 Tod als Obrist des Obersächsischen Reichskreises im Langen Türkenkrieg.
                    Anhalt, Haus

                    Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.
                    Anhalt, Joachim Ernst
                    1536 – 1586
                    Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.
                    Anhalt, Johann Ernst
                    1578 – 1601
                    Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1601 kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg.
                    Anhalt, Wolfgang
                    1492 – 1566
                    Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt-Köthen (1450-1508); 1500 Immatrikulation in Leipzig; ab 1508 alleinregierender Fürst in Anhalt-Köthen, geteilte Regierung mit seinen Vettern in Anhalt-Zerbst und Anhalt-Bernburg; 1521 Teilnahme am Wormser Reichstag und Begegnung mit Luther; 1525 führte er die Reformation in Anhalt-Köthen, 1526 in Anhalt-Bernburg ein; 1526 Beitritt zum Torgauer Bund, 1531 zum Schmalkaldischen Bund; 1530 Unterzeichnung der Confessio Augustana; 1544 Vergleich mit seinen Vettern, in dem er seinen Anteil an Anhalt-Zerbst abtrat und ganz Anhalt-Bernburg erhielt; 1547-1552 nach der Schlacht bei Mühlberg unter Reichsacht; 1562 Abtretung aller Besitzungen bis auf Coswig (Anhalt) an seine Vettern.
                      Anhalt-Bernburg, Agnes Magdalena
                      1612 – 1629
                      Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                      Anhalt-Bernburg, Amalia Juliana
                      1597 – 1605
                      Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                        Anhalt-Bernburg, Amoena Juliana
                        1609 – 1628
                        Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                        Anhalt-Bernburg, Anna
                        1579 – 1624
                        Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Académie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.
                        Anhalt-Bernburg, Anna Magdalena
                        1603 – 1611
                        Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                          Anhalt-Bernburg, Anna Sophia
                          1604 – 1640
                          Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                          Anhalt-Bernburg, Berengar
                          1626 – 1627
                          Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                          Anhalt-Bernburg, Bogislaw
                          1633 – 1634
                          Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                            Anhalt-Bernburg, Christian
                            1631 – 1631
                            Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                              Anhalt-Bernburg, Christian I.
                              1568 – 1630
                              Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").
                              Anhalt-Bernburg, Christian II.
                              1599 – 1656
                              Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.
                              Anhalt-Bernburg, Dorothea Bathilde
                              1617 – 1656
                              Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                              Anhalt-Bernburg, Eleonora Hedwig
                              1635 – 1685
                              Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des Stifts Gandersheim.
                              Anhalt-Bernburg, Eleonora Sophia
                              1603 – 1675
                              Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                              Anhalt-Bernburg, Erdmann Gideon
                              1632 – 1649
                              Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                              Anhalt-Bernburg, Ernestina Augusta
                              1636 – 1659
                              Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                              Anhalt-Bernburg, Ernst
                              1608 – 1632
                              Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; ab 1628 kaiserlicher Obrist; seit 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; ab 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").
                              Anhalt-Bernburg, Joachim Ernst
                              1629 – 1629
                              Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                                Anhalt-Bernburg, Karl Ursinus
                                1642 – 1660
                                Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                                  Anhalt-Bernburg, Louise Amalia
                                  1606 – 1635
                                  Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                                  Anhalt-Bernburg, Sibylla Elisabeth
                                  1602 – 1648
                                  Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
                                  Anhalt-Bernburg, Sophia
                                  1627 – 1627
                                  Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
                                    Anhalt-Bernburg, Viktor I. Amadeus
                                    1634 – 1718
                                    Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").
                                    Anhalt-Bernburg-Harzgerode, Anna Katharina
                                    1612 – 1659
                                    Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe-Detmold (1587-1627); seit 1657 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
                                      Anhalt-Bernburg-Harzgerode, Friedrich
                                      1613 – 1670
                                      Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; 1637-1641 hessisch-kasselischer Generalmajor; seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").
                                      Anhalt-Dessau, Agnes
                                      1606 – 1650
                                      Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
                                      Anhalt-Dessau, Anna Maria
                                      1591 – 1637
                                      Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                      Anhalt-Dessau, Dorothea
                                      1581 – 1631
                                      Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.
                                      Anhalt-Dessau, Dorothea
                                      1625 – 1626
                                      Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
                                        Anhalt-Dessau, Eva Katharina
                                        1613 – 1679
                                        Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                          Anhalt-Dessau, Friedrich Moritz
                                          1600 – 1610
                                          Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                          Anhalt-Dessau, Georg Aribert
                                          1606 – 1643
                                          Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Residenz in Wörlitz; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").
                                          Anhalt-Dessau, Heinrich Waldemar
                                          1604 – 1606
                                          Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                            Anhalt-Dessau, Joachim Ernst
                                            1592 – 1615
                                            Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                              Anhalt-Dessau, Johann Georg I.
                                              1567 – 1618
                                              Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").
                                              Anhalt-Dessau, Johann Georg II.
                                              1627 – 1693
                                              Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1657) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark; später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); seit 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; ab 1670 Senior des Hauses Anhalt; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").
                                              Anhalt-Dessau, Johann Kasimir
                                              1596 – 1660
                                              Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").
                                              Anhalt-Dessau, Juliana
                                              1626 – 1652
                                              Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
                                                Anhalt-Dessau, Sophia Margaretha
                                                1615 – 1673
                                                Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
                                                Anhalt-Köthen, Amoena Amalia
                                                1586 – 1625
                                                Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).
                                                Anhalt-Köthen, Louise Amoena
                                                1609 – 1625
                                                Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                                Anhalt-Köthen, Ludwig
                                                1579 – 1650
                                                Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1596/97 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; Studium in Siena (1599/1600) und Florenz (1599-1601); 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").
                                                Anhalt-Köthen, Ludwig d. J.
                                                1607 – 1624
                                                Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saftige").
                                                  Anhalt-Köthen, Sophia
                                                  1599 – 1654
                                                  Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).
                                                  Anhalt-Köthen, Wilhelm Ludwig
                                                  1638 – 1665
                                                  Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").
                                                    Anhalt-Plötzkau, August
                                                    1575 – 1653
                                                    Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").
                                                    Anhalt-Plötzkau, Dorothea
                                                    1623 – 1637
                                                    Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                                      Anhalt-Plötzkau, Ehrenpreis
                                                      1625 – 1626
                                                      Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                                        Anhalt-Plötzkau, Elisabeth
                                                        1630 – 1692
                                                        Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                                          Anhalt-Plötzkau, Emanuel
                                                          1631 – 1670
                                                          Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht regierender, seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").
                                                            Anhalt-Plötzkau, Ernst Gottlieb
                                                            1620 – 1654
                                                            Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").
                                                            Anhalt-Plötzkau, Johanna
                                                            1618 – 1676
                                                            Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin im Stift Quedlinburg.
                                                            Anhalt-Plötzkau, Lebrecht
                                                            1622 – 1669
                                                            Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").
                                                            Anhalt-Plötzkau, Sibylla
                                                            1590 – 1659
                                                            Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
                                                            Anhalt-Plötzkau, Sophia
                                                            1627 – 1679
                                                            Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
                                                              Anhalt-Zerbst, Adolph
                                                              1458 – 1526
                                                              Sohn des Fürsten Adolph von Anhalt-Zerbst (1405-1473); 1489-1516 Dompropst in Magdeburg; ab 1507 Koadjutor des Bischofs Thilo von Merseburg (1443-1514); seit 1514 Bischof von Merseburg.
                                                              Anhalt-Zerbst, Dorothea Hedwig
                                                              1587 – 1609
                                                              Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); seit 1605 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).
                                                                Anhalt-Zerbst, Johann IV.
                                                                1504 – 1551
                                                                Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Zerbst (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1544 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst.
                                                                Anhalt-Zerbst, Johann VI.
                                                                1621 – 1667
                                                                Sohn des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; bis 1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653), trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Magdalena (1583-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst und schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").
                                                                Anhalt-Zerbst, Magdalena
                                                                1583 – 1657
                                                                Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).
                                                                Anhalt-Zerbst, Rudolph
                                                                1576 – 1621
                                                                Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").
                                                                Anna

                                                                Gestalt apokrypher Schriften und der christlichen Tradition; Mutter von Maria und damit Großmutter von Jesus Christus; als Heilige verehrt.
                                                                  Antenor

                                                                  Mythische Gestalt (Sohn des Aesyetes und der Cleomestra, Rat des Königs Priamos in Troja und sagenhafter Gründer von Padua) aus Homers "Ilias" und Vergils "Aeneis".
                                                                  Anthoni, N. N.

                                                                  Wallonischer Herkunft; um 1621 kaiserlicher Rittmeister.
                                                                  Antonini, Alfonso
                                                                  1584 – 1657
                                                                  Sohn des Girolamo Antonini; seit 1616 in venezianischen Kriegsdiensten, um 1623 als Generalkommissar der Kavallerie in Dalmatien; außerdem Astronom und Mathematiker, der bei Galileo Galilei (1564-1642) studierte.
                                                                  Antonius von Padua
                                                                  1195 – 1231
                                                                  Portugiesischer Theologe, Franziskaner und Prediger; seit 1232 Heiliger der Römischen Kirche.
                                                                  Antonius, Marcus
                                                                  86/83/82 v. Chr. – 30 v. Chr.
                                                                  Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).
                                                                  Apfel, Jeremias

                                                                  Geboren in Waltershausen/Thüringen; um 1614 Studium in Erfurt; 1623 Kantor in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1624/25 Pfarrer in Dürnsricht und Schmidgaden; 1626 Emigration nach Nürnberg; vgl. Maximilian Weigel / Joseph Wopper / Hans Ammon: Ambergisches Pfarrerbuch, Kallmünz 1967, S. 4f.
                                                                    Apfelmann, N. N.

                                                                    Kaiserlicher Hauptmann, welcher 1620 dem Heer der böhmischen Konföderierten unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg seine Dienste angeboten hat.
                                                                    Apoll

                                                                    Griechisch-römischer Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der Sittenreinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und Künste.
                                                                    Appius Claudius, Caecus
                                                                    * ca. 300 v. Chr.
                                                                    Römischer Politiker und Redner.
                                                                      Arco (1), N. N.

                                                                      Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
                                                                        Arco (2), N. N.

                                                                        Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
                                                                          Arco, Johann Baptist
                                                                          1588 – 1628
                                                                          Sohn des Grafen Prosper von Arco (gest. 1607); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.
                                                                          Ardenhofer, N. N.

                                                                          Um 1628 kaiserlicher Obristwachtmeister.
                                                                            Arendts, Wilm

                                                                            Geboren in Harderwijk; um 1626 niederländischer Schiffer, der früher in Ostindien gelebt hat.
                                                                            Areyzaga y Avandagno, Felipe

                                                                            Geboren an der Biskaya; spanischer Obristleutnant (1620), welcher in der Schlacht am Weißen Berg den Verwundungsschuss auf den Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg abgegeben haben will, und Obrist (1621).
                                                                            Ariosto, Ludovico
                                                                            1474 – 1533
                                                                            Sohn des italienischen Adligen und Militärs Niccolò Ariosto (gest. 1500); ab 1484 Besuch der Lateinshcule in Ferrara und ab 1489 Rechtsstudium an der dortigen Universität; 1493 Beitritt zu einer Schauspielgruppe, die am Hof von Ferrara Stücke aufführte, und Beginn seines dichterischen Schaffens; 1500 Hauptmann und Kommandant einer Festung bei Canossa; 1503 Sekretär des Kardinals Ippolito d'Este (1479-1520); ab 1518 in Diensten des Herzogs von Modena, Alfonso I. d'Este (1476-1534); 1522-1525 Gouverneur der Provinz Garfagnana; 1525 Intendant des Hoftheaters in Ferrara und kurz danach Rückzug ins Private, wobei er dem Herzog Alfonso nach wie vor als Berater diente. Sein bekanntestes dichterisches Werk ist das Epos "Orlando furioso", dessen erste Fassung 1516 erschien.
                                                                              Aristarchos von Samothrake
                                                                              ca. 216 v. Chr. – 144 v. Chr.
                                                                              Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.
                                                                              Aristophanes von Byzanz
                                                                              257 v. Chr. – 180 v. Chr.
                                                                              Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.
                                                                              Aristoteles
                                                                              384 v. Chr. – 322 v. Chr.
                                                                              Griechischer Philosoph und Universalgelehrter.
                                                                              Arnim, Hans Georg
                                                                              1583 – 1641
                                                                              Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; kaiserlicher Obrist (1626-1628) und Feldmarschall (1628/29); 1631-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").
                                                                              Arnim, Katharina Dorothea
                                                                              1619 – 1660
                                                                              Tochter des Christian Julius von Hoym (1586-1656); seit 1638 Ehe mit Wolf Christoph von Arnim (1607-1668).
                                                                              Arnim, N. N.

                                                                              Um 1622/23 Hauptmann.
                                                                              Arnoldin von Clarstein, Matthias
                                                                              ca. 1575 – 1649
                                                                              Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab ca. 1605 kaiserlicher Appellationssekretär; seit 1612 Hofkammersekretär; ab 1618 Hofkammerrat; seit 1626 erster Sekretär der Reichskanzlei und Protokollführer des Geheimen Rates; ab 1628 Reichshofrat; nach 1639 schrittweiser Rückzug aus seinen Amtsgeschäften.
                                                                              Arnsberg, Familie

                                                                              Im Jahr 1371 ausgestorbenes westfälisches Reichsgrafengeschlecht.
                                                                              Arthofer von Schützenberg, Sebastian

                                                                              Österreichischer Adliger; kaiserlischer Obristwachtmeister (1627) und Obrist.
                                                                                Aschersleben, N. N.

                                                                                Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijk.
                                                                                Aschhausen, Johann Gottfried
                                                                                1575 – 1622
                                                                                Sohn des bischöflich-würzburgischen Amtmanns Gottfried von Aschhausen (gest. 1581); Domherr in Bamberg (1593) und Würzburg (1596); ab 1604 Dekan des Ritterstifts Comburg; seit 1609 Bischof von Bamberg; ab 1617 auch Bischof von Würzburg.
                                                                                Ashburnham, John
                                                                                1603 – 1671
                                                                                Sohn des Adligen John Ashburnham (gest. 1620); ab ca. 1622 im Dienst der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); seit 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; ca. 1626-1628 Vorsteher des Haushaltes von Kurfürstin Elisabeth; 1628 Groom of the bedchamber (Kammerjunker) des Königs Karl I. von England (1600-1649) und Parlamentsmitglied; 1643 Ausschluss aus dem Parlament und Konfiskation seiner Güter als Parteigänger der Königs; 1644 Schatzmeister der königlichen Armee; 1646 Flucht nach Paris über die Niederlande; 1647 wieder in Diensten von König Karl I.; ab 1648 mehrfach in Gefangenschaft und erneute teilweise Enteignung als Royalist; nach der Restauration Diplomat für König Karl II. von England (1630-1685); 1661-1667 erneut Parlamentsmitglied.
                                                                                Asmodi

                                                                                Fürst der Dämonen aus dem Talmud.
                                                                                Aspan von Haag, Esther
                                                                                † nach 1645
                                                                                Tochter des Christoph von Gera (gest. 1609) zu Arnfels; seit 1610 Ehe mit Hans Joachim Aspan von Haag (gest. 1645).
                                                                                Aspan von Haag, Hans Joachim
                                                                                † 1645
                                                                                Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.
                                                                                Aspan von Haag, N. N.

                                                                                Um 1621/22 kaiserlicher Rittmeister.
                                                                                  Asseburg, Eleonora Elisabeth
                                                                                  1637 – 1664
                                                                                  Tochter des Johann August von der Asseburg (1611-1660).
                                                                                  Asseburg, Johann August
                                                                                  1611 – 1660
                                                                                  Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurt und Eggenstedt.
                                                                                  Asseburg, Ludwig
                                                                                  1546 – 1633
                                                                                  Sohn des Johann von der Asseburg (1511-1567); Erbherr auf Wallhausen, Schermcke und Hinnenburg.
                                                                                    Asseburg, Maria Elisabeth
                                                                                    † 1639
                                                                                    Tochter des Hans Hartmann von Erffa (1551-1610); seit 1616 Ehe mit Ludwig von der Asseburg (1583-1669).
                                                                                      Asseburg, Sophia Dorothea
                                                                                      ca. 1615 – 1641
                                                                                      Tochter des Rittmeisters Joachim von Lützow; ab ca. 1626 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1635 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
                                                                                      Assyrien, Sanherib
                                                                                      etwa 745 v. Chr. – 680 v. Chr.
                                                                                      Sohn des assyrischen Königs Sargon II. (reg. 721-705 v. Chr.); ab 705 v. Chr. König Assyriens; biblische Figur.
                                                                                        Athen, N. N.

                                                                                        Um 1628 Witwe von Valentin Athen und Hofbesitzerin in Reinstedt.
                                                                                          Athen, Valentin
                                                                                          † vor 1628
                                                                                          Mag. und Hofbesitzer in Reinstedt.
                                                                                            Attems, Johann Friedrich
                                                                                            1593 – 1663
                                                                                            Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); 1630 Erhebung in den Grafenstand; kaiserlicher Obrist der Kavallerie und Kämmerer, auch Hofkriegsrat; ab 1643 Oberststallmeister der verwitweten Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655).
                                                                                            Attems, Johann Jakob
                                                                                            1598 – 1670
                                                                                            Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); 1630 Erhebung in den Grafenstand; kaiserlicher Obrist im Regiment von Generalmajor Philipp Friedrich Breuner; Kämmerer der Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Leopold; 1667-1670 Landesverweser des Herzogtums Kärnten.
                                                                                            Attems, Maximilian Hermann
                                                                                            1604/07 – 1684
                                                                                            Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); 1630 Erhebung in den Grafenstand; Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).
                                                                                            Attems, Ursula
                                                                                            1568 – 1641
                                                                                            Tochter des Kaspar Breuner (1530-1570); 1588-1611 Ehe mit Hermann von Attems (1564-1611); 1623-1624 Obersthofmeisterin der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Caecilia Renata (1611-1644); 1624-1637 Obersthofmeisterin der Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
                                                                                            Aubigné, Théodore Agrippa
                                                                                            1550/52 – 1630
                                                                                            Sohn des Richters Jean d'Aubigné, Seigneur de Brie en Xaintonge (gest. 1563); 1568-1570 Teilnahme am dritten Hugenottenkrieg; 1573-1577 Écuyer sowie 1587-1593 hoher Militär und Verwaltungsbeamter des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); danach Rückzug aus der Politik und Tätigkeit als Autor literarischer und historischer Werke; 1620 Verbannung wegen Beteiligung an einer erfolglosen Verschwörung gegen den königlichen Favoriten Charles d’Albert, Duc de Luynes (1578-1621); danach Exil in Genf.
                                                                                            Auer von Herrenkirchen, Elisabeth
                                                                                            1591 – 1652
                                                                                            Erste Ehe mit Hans Ludwig von Hirschaidt (Hirschhayd); seit 1634 zweite Ehe mit Wolf Helmhard von Auer (1610-1660).
                                                                                            Auer von Herrenkirchen, Wolf Helmhard
                                                                                            1610 – 1660
                                                                                            Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
                                                                                            Auersperg, N. N.

                                                                                            Angehöriger des Krainer Adelsgeschlechts.
                                                                                            Auffgang, N. N.

                                                                                            Um 1629 Salpetersieder unter dem kaiserlichen Obristen Johann David Pecker.
                                                                                              Augustin, N. N.

                                                                                              Seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Ballenstedt.
                                                                                              Avalos, Luis

                                                                                              Spanischer Adliger; 1529 vermutlich Maestro del Campo und Kommandeur der spanischen Truppen während der ersten türkischen Belagerung Wiens; wahrscheinlich 1532 kommandierender Offizier unter Fernando Alvarez, Duque de Alba (1507-1582), gegen die Türken in Ungarn.
                                                                                              Ayrmann, Georg
                                                                                              ca. 1575 – 1651
                                                                                              Sohn von Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab etwa 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.