<?xml-model href="../rules/kgk-minimal.rng" type="application/xml" schematypens="http://relaxng.org/ns/structure/1.0"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="kgk_364_introduction" n="364">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title type="main">Andreas Karlstadt an Martin Bucer</title>
        <title type="short">Karlstadt an Brucer</title>
        <respStmt>
          <resp>Content</resp>
          <persName>Stefania Salvadori</persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>TEX to TEI transformation</resp>
          <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
          <persName>Moritz Laeger</persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Post-processing of TEI encoding</resp>
          <persName>Moritz Laeger</persName>
        </respStmt>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
        <date type="created" when="2025"/>
        <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
        <availability status="restricted">
          <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
        </availability>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <author>Andreas Karlstadt</author>
          <placeName>Basel</placeName>
          <date when="1535-01-01">1535, 1. Januar</date>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
      <projectDesc>
        <p>
                    <ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische
            Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt</ref>
                </p>
      </projectDesc>
    </encodingDesc>
    <profileDesc>
      <textClass>
        <keywords>
          <term/>
        </keywords>
      </textClass>
    </profileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div type="introduction">
        <div type="history_of_the_work">
          <head level="1">Überlieferung</head>
          <listBibl type="sigla">
            <msDesc xml:id="sigle_a">
              <msIdentifier>
                <repository>AM Straßburg</repository>
                <idno type="signatur">AST 155 (Ep. XVI, 2), Nr. 37</idno>
                <altIdentifier type="siglum">
                  <idno type="signatur">a</idno>
                </altIdentifier>
              </msIdentifier>
              <physDesc>
                <p>Ein Autograph.</p>
              </physDesc>
            </msDesc>
          </listBibl>
          <listBibl type="sigla">
            <msDesc xml:id="sigle_2b">
              <msIdentifier>
                <repository>ZB Zürich</repository>
                <idno type="signatur">S 37, 116</idno>
                <altIdentifier type="siglum">
                  <idno type="signatur">b</idno>
                </altIdentifier>
              </msIdentifier>
              <physDesc>
                <p>Eine Nachschrift aus der Sammlung Johann Jakob
                  Simlers.</p>
              </physDesc>
            </msDesc>
          </listBibl>
          <listBibl type="editions">
            <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 601f.</rs>
          </listBibl>
          <listBibl type="literature">
            <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 467–470 mit Anm. 187</rs>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="contents">
          <head level="1">Entstehung und Inhalt</head>
          <p>In dem hier edierten, auf den 1. Januar 1535 datierten Brief an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> spricht <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> zwei Punkte an. Im ersten Teil reagiert er auf nicht näher bezeichnete
            Äußerungen des <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen, der ihm
            vermutlich vorgeworfen hatte, von der gemeinsamen Lehre abzuweichen und sogar seine
            Bemühungen um eine Konkordie durch neue Schriften gegen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> zu gefährden, wie eine Randbemerkung im Brief
              nahelegt.<anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>
            <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> versichert jedoch, er teile
              <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Ansichten und wolle deshalb einen
            Brief an <rs type="person" ref="#haller_berchtold">Berchtold Haller</rs> schreiben.
            Offensichtlich beabsichtigte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>,
            die <rs type="place" ref="#bern">Berner</rs> Theologen – die sich geweigert hatten, die
            von <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> und den <rs type="place" ref="#zuerich">Zürchern</rs> verfasste Abendmahlserklärung zur Einigung mit den
            Lutheranern zu unterzeichnen<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> – von
            der Richtigkeit der Bemühungen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> zu
            überzeugen. <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> erklärt daraufhin,
            er habe beschlossen, den Brief an <rs type="person" ref="#haller_berchtold">Haller</rs>
            nicht abzuschicken und stattdessen ein persönliches Treffen abzuwarten, obwohl er
            Zweifel an <rs type="person" ref="#megander_kaspar">Kaspar [Megander?]</rs> hege<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/> – möglicherweise ein Hinweis auf seinen
            Verdacht, dass dieser, ein überzeugter Zwinglianer, die Einigung mit den Theologen in
              <rs type="place" ref="#bern">Bern</rs> erschwerte.</p>
          <p>Im zweiten Teil des Briefes gesteht <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>, er habe nicht gewusst, wie er den jüngst in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> entstandenen Streit schlichten könne. Einerseits bekräftigt er
            seine Wertschätzung für <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>.
            Andererseits könne <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> nicht
            erkennen, wie er sich der Aufforderung des Stadtrats entziehen und sich weigern könne,
            die vom Rat verlangte Disputation zu führen.<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/> Es kursierten so viele absurde Meinungen, dass solche
              <quote>scholasticae disputationes</quote> nützlich sein könnten.<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/>
            <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> ist jedoch unsicher, was er
            tun soll, und bittet <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> um Rat, ob er den
            eingeschlagenen Weg weiterverfolgen soll. Er erklärt abschließend, er wolle darauf
            drängen, dass sich die <rs type="place" ref="#basel">Basler</rs> an den in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> geforderten Regelungen über die
            Eidesformeln der Theologen und ähnliche Dinge orientierten.</p>
          <p>Während der erste Teil des Briefes an die langen und schwierigen Verhandlungen
            erinnert, die im Herbst 1534 als Reaktion auf die Württemberger Konkordie zwischen den
            verschiedenen Schweizer Kirchen darüber geführt wurden, ob sie ein neues gemeinsames
            Abendmahlsbekenntnis verfassen und unterzeichnen sollten, um eine Kompromissformel mit
            den Lutheranern zu finden,<anchor type="footnote" xml:id="a6" ref="#n6" n="6"/> stellt
            der zweite Teil des Briefes den Beginn einer Auseinandersetzung dar, die <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> schließlich zu erbitterten Gegnern machen
              sollte.<anchor type="footnote" xml:id="a7" ref="#n7" n="7"/> Die Korrespondenz des <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> bietet genauere Hinweise auf den
            historischen Kontext, auf den sich <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in seinem Brief bezieht. In einem Schreiben an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> vom 10. Januar 1535 berichtet <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>, dass in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> eine Diskussion darüber entbrannt sei, ob an der Universität
            theologische Doktorgrade wiedereingeführt werden sollten, und erwähnt einen Beschluss
            des Stadtrates vom 31. Dezember hierzu.<anchor type="footnote" xml:id="a8" ref="#n8" n="8"/> Auf diesen Beschluss bezieht sich <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> vermutlich in dem hier edierten Brief, wenn er erklärt, er fühle sich
            verpflichtet, das zu tun, was die Obrigkeit ihm auferlegt habe.<anchor type="footnote" xml:id="a9" ref="#n9" n="9"/>
            <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> teilt <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> in demselben Schreiben mit, dass seine am 3.
            Januar 1535 gegen die Tyrannei der <rs type="place" ref="#paris">Pariser</rs> Theologen
            gehaltene Predigt als Ablehnung der Universität und aller akademischen Grade, also als
            Missachtung des Ratsbeschlusses, interpretiert worden sei. Er beteuert, nie eine solche
            These vertreten zu haben, doch als der Stadtrat ihn – zum ersten Mal überhaupt – vorlud,
            habe er so stark gegen den theologischen Doktorgrad argumentiert, dass die Frage an die
            anderen Professoren und Gelehrten der Universität weitergereicht worden sei. Schließlich
            bittet <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>
            <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> und andere <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Theologen um Beratung zu seiner Entscheidung, seinem vom
            Geist durch die Kirche verliehenen Amt keinen pompösen Ehrentitel hinzufügen zu wollen.
            Zudem kündigt er einen bevorstehenden Besuch <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> an, um die Angelegenheit zu
              besprechen.<anchor type="footnote" xml:id="a364i_101n" ref="#n364i_101n" n="10"/>
                    </p>
          <p>Es ist nicht bekannt, ob die von <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>
            erwähnte Einschaltung <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> mit der von
              <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in dem hier edierten Brief
            an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> formulierten Anregung im
            Zusammenhang stand, sich am <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Modell
            zu orientieren.<anchor type="footnote" xml:id="a11" ref="#n11" n="11"/> Aus der späteren
            Korrespondenz des <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> geht jedoch
            hervor, dass er am 19. Januar in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> mit <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> gesprochen hatte und ihm klar
            geworden war, dass der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologe den
            Stadtrat überzeugen konnte, dass nichts Schlechtes an den Doktorgraden sei; <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> wäre dann gezwungen gewesen, dies
            zu akzeptieren oder sein Amt aufzugeben.<anchor type="footnote" xml:id="a12" ref="#n12" n="12"/>
            <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> habe dem Stadtrat sogar eine
            schriftliche Stellungnahme zu diesem Thema vorgelegt, ohne die <rs type="place" ref="#basel">Basler</rs> Prediger darüber zu informieren.<anchor type="footnote" xml:id="a13" ref="#n13" n="13"/> Die Diskussion um die akademischen Grade wurde in den
            folgenden Wochen auch in <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius'</rs>
            Briefwechsel mit <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> immer wieder
              thematisiert;<anchor type="footnote" xml:id="a14" ref="#n14" n="14"/> selbst <rs type="person" ref="#bibliander_theodor">Theodor Bibliander</rs>, der in der ersten
            Februarhälfte in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> weilte, berichtete von
            ähnlichen Sorgen wie <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>.<anchor type="footnote" xml:id="a15" ref="#n15" n="15"/> Der <rs type="place" ref="#basel">Basler</rs> Antistes erhielt in den darauffolgenden Wochen zunehmend Unterstützung
            aus <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs>.<anchor type="footnote" xml:id="a16" ref="#n16" n="16"/>
                    </p>
          <p>Im Einzelnen lässt sich dieser erste <rs type="place" ref="#basel">Basler</rs> Streit
            zu den akademischen Graden auch deshalb nicht mehr rekonstruieren, weil wichtige
            Dokumente – wie der Stadtratsbeschluss vom 31. Dezember – verschollen sind. Man kann nur
            vermuten, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> zu einer
            öffentlichen Disputation aufgefordert wurde, um endgültig in die theologische Fakultät
            aufgenommen zu werden.<anchor type="footnote" xml:id="a17" ref="#n17" n="17"/>
            Vermutlich war es schon im Januar 1535 beschlossene Sache, dass er einige Monate später
            offiziell mit dem Lehrstuhl für Altes Testament von <rs type="person" ref="#phrygio_paul">Paul Phrygio</rs>, der <rs type="person" ref="#grynaeus_simon">Grynaeus</rs> in <rs type="place" ref="#tuebingen">Tübingen</rs> ersetzte,<anchor type="footnote" xml:id="a18" ref="#n18" n="18"/> betraut werden sollte.<anchor type="footnote" xml:id="a19" ref="#n19" n="19"/> Damit stellte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> – der anders als <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>,<anchor type="footnote" xml:id="a20" ref="#n20" n="20"/> aber wie <rs type="person" ref="#phrygio_paul">Phrygio</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a21" ref="#n21" n="21"/> den Doktortitel bereits besaß – einen
            Präzedenzfall bei der Einführung der vom Stadtrat gewünschten Neuaufstellung der
            Universität dar: Diese sah vor, dass man nur mit den erforderlichen akademischen Graden
            und nach öffentlichem Beweis der eigenen Fähigkeiten in den Schulen lehren dürfe.<anchor type="footnote" xml:id="a22" ref="#n22" n="22"/> Trotz des anfänglichen Zögerns, das
            aus dem hier behandelten Brief vom 1. Januar 1535 hervorgeht, verfasste <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in den folgenden Tagen
            tatsächlich eine Thesenreihe für die Disputation, zu der er aufgefordert worden war
              (<ptr type="wdb" target="kgk_365_introduction.xml"/>), und rechtfertigte seine
            Entscheidung gegenüber <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> kurz
            danach (<ptr type="wdb" target="kgk_366_introduction.xml"/>).</p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="crit_app"/>
      <div type="footnotes">
        <note type="footnote" xml:id="n1" ref="#a1" n="1">
                    <ptr type="wdb" target="kgk_364_transcript.xml#_364t_102"/> mit <ptr type="wdb" target="kgk_364_transcript.xml#cn_364t_103tk"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">Zum historischen Kontext vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_363_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">
                    <ptr type="wdb" target="kgk_364_transcript.xml#_364t_101"/>. In <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> hatte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> die
          Vertretung <rs type="person" ref="#megander_kaspar">Meganders</rs> als Inhaber der
          Spitalpfründe übernommen; vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_328_introduction.xml"/>. Es
          gibt jedoch keine Quellen, die einen direkten Kontakt zwischen den beiden belegen.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">
                    <ptr type="wdb" target="kgk_364_transcript.xml#_364t_104"/>. Wie diese Passage vermuten lässt, hatte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> sich wahrscheinlich unmittelbar
          nach dem Erlass des Stadtratsbeschlusses mit <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> ausgetauscht oder war sich seiner Position bereits bewusst. Die
          Entscheidung <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> dürfte auch
          dadurch beeinflusst worden sein, dass die Professoren vom Stadtrat – und erst ab Juli 1539
          von der Regenz – angestellt wurden; vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_320_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n5" ref="#a5" n="5">
                    <ptr type="wdb" target="kgk_364_transcript.xml#_364t_105"/>. </note>
        <note type="footnote" xml:id="n6" ref="#a6" n="6">Vgl. nochmals <ptr type="wdb" target="kgk_363_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n7" ref="#a7" n="7">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_379_introduction.xml"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_383_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n8" ref="#a8" n="8">S. u. <ptr type="wdb" target="kgk_364_introduction.xml#n364i_101n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n9" ref="#a9" n="9">
                    <ptr type="wdb" target="kgk_364_transcript.xml#_364t_104"/>. Siehe dazu <ptr type="wdb" target="kgk_365_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n364i_101n" ref="#a364i_101n" n="10">Vgl. <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, 10. Januar 1535: <quote>Tandem adeo sumus hic ociosi, scilicet, ut
            contendamus, an doctores theologię in universitate nostra creandi sint necne. Mira
            commotio est; universitas et senatus contra me sęviunt. Originem audi paucis: Equidem
            motus tyrannide scholę <rs type="place" ref="#paris">Parisiensis</rs> dominica proxima
            post kalendas ianuarias pro concione paucis quidem verborum iaculis pugnaram contra
            theologos istos, cum de gradibus sumendis esset pridie kalendas ianuarii decretum a
            senatu. Mox consequuta est interpretatio, tanquam scholam totam, gradus omnes voluerim
            extinctos in contumeliam senatus decreti. Ego nihil tale in mentem acceperam. Vocat
            senatus, quod hactenus nunquam factum, exprobrat facinus (bone deus) grande, requirit
            rationem. Qui nihil contra universitatem senseram, ni voluisset aliquid papisticum
            introducere, motus coepi contra doctoratum theologicum causam dicere et tantum effeci,
            ut res ad fratres et universitatis doctos sit reiecta. Hic igitur defendam, quod post
            officii munus per ecclesiam a spiritu collatum non deceat honoris nomen pomposum
            adiicere. Ich bin nit. Sagend das dem <rs type="person" ref="#utinger_heinrich">Utinger</rs>. Officii contemplatio deiicit enim, dignitatis tollit. Haec, requiro,
            conferas cum <rs type="person" ref="#pellikan_konrad">Pellicano</rs>, <rs type="person" ref="#jud_leo">Leone</rs> et <rs type="person" ref="#bibliander_theodor">Theodoro</rs>
            rescribasque mentem vestram quam ocyssime. Aderit brevi <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> ob hanc tantam rem. Ut amicis haec. Si quispiam
            effusurus esset, malo tibi soli scripta. Me capis. Si proprius mittendus nuncius, ne
            differas, ni velitis contra me pugnare. Utcunque rescribito.</quote> (<rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 5, 50,19–51,38 Nr. 507</rs> = <rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">, 312f. Nr. 297</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n11" ref="#a11" n="11">Zum <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Schulwesen und der Rolle <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> bei seiner Neuordnung siehe <rs type="bibl" ref="#kohls_schule_1963"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n12" ref="#a12" n="12">Vgl. <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> an <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs>, 20. Januar 1535, vgl. <rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">,
            316f. Nr. 301</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 3, 274f. Nr.
            547</rs>. Siehe auch die Antwort auf einen verschollenen Brief des <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> vom 3. Februar, <rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">, 318 Nr. 303</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 3, 276 Nr. 548</rs>, sowie <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius'</rs> Bericht über sein Treffen mit <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> am 19.
          Januar in seinem Brief an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> vom
          4. Februar 1535, <rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">, 318f. Nr. 304</rs>
          und ediert in <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 5, 82–84 Nr. 521</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n13" ref="#a13" n="13">Siehe <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, 28. Februar 1535 (<rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 5, 121,7f. Nr.
            538</rs>) mit einem Verweis auf <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs>
          Schrift <term type="title">Disputation vom Doctorat</term>; siehe <rs type="bibl" ref="#kittelson_capito_1975">, 215f.</rs>; <rs type="bibl" ref="#vant_spijker_disputation_1980"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n14" ref="#a14" n="14">Siehe nochmals <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, 4. Februar 1535, vgl. <rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">, 318f. Nr. 304</rs>, ediert in <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 5, 82–84 Nr.
          521</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n15" ref="#a15" n="15">So berichtet <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> jedenfalls in einem Brief vom 13. Februar 1535
          an <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>: <quote>Iam vero redit a te
            Theodorus [= <rs type="person" ref="#bibliander_theodor">Theodor Bibliander</rs>] noster
            et, o deus bone, quae portenta narrat, quae minime expectavissem! Bene nimirum agetur,
            cum iterum facultas vobis, vel Paulo ad Eph. 4 [= <rs type="biblical" cRef="Eph_4,11">Eph 4,11</rs>], si diis placet, defensore, doctores creandi facta est. Sed ipse
            quoque desipio, qui gradus horruerim semper. Verum dominus propediem melius prospiciet
            rebus nostris. Tu persta in simplicitate et puritate tua.</quote> (<rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 5, 103,56–61 Nr. 528</rs> = <rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">, 319f. Nr. 305</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n16" ref="#a16" n="16">Zur zunehmenden Annäherung zwischen den
          Positionen von <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> – ausdrücklich auch
          gegen <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> – und <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> bezüglich des Doktorgrades siehe <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, 28. Februar 1535 (<rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">, 321 Nr. 307</rs> = <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972">
            5, 121–123 Nr. 538</rs>); <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> an
            <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs>, 5. März 1535 (<rs type="bibl" ref="#myconius_briefwechsel_2017">, 322 Nr. 308</rs> = <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972">
            5, 140f. Nr. 545</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n17" ref="#a17" n="17">Siehe auch <ptr type="wdb" target="kgk_365_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n18" ref="#a18" n="18">
                    <rs type="person" ref="#grynaeus_simon">Grynaeus</rs> war auf Wunsch der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs>
          Theologen nach <rs type="place" ref="#tuebingen">Tübingen</rs> ausgeliehen worden, vgl.
            <ptr type="wdb" target="kgk_362_introduction.xml#n362i_105n"/>. Nach seiner Ankunft
          stieß er dort allerdings auf Schwierigkeiten und hatte bereits im Januar 1535 den Wunsch
          geäußert, nach <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> zurückzukehren; bereits am 21.
          Januar 1535 wurde daher <rs type="person" ref="#phrygio_paul">Phrygio</rs> auf seine
          Stelle berufen, siehe <rs type="bibl" ref="#kluepfel_geschichte_1849">, 32</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n19" ref="#a19" n="19">Als <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> im Sommer 1534 in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> ankam, bestand seine Aufgabe darin, <rs type="person" ref="#phrygio_paul">Phrygio</rs> bei seinen Lehrverpflichtungen zu entlasten (siehe <ptr type="wdb" target="kgk_354_introduction.xml"/>), da dieser 1534 auch Rektor der Universität war;
          vgl. <rs type="bibl" ref="#matrikel_basel_1951"> 2, 6f.</rs> Siehe auch <rs type="bibl" ref="#bubenheimer_consonantia_1977">, 255</rs>. Zu <rs type="person" ref="#phrygio_paul">Phrygios</rs> Versetzung nach <rs type="place" ref="#tuebingen">Tübingen</rs> siehe
          nochmals <ptr type="wdb" target="kgk_362_introduction.xml#n362i_105n"/>. Zur Geschichte
          der Universität <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> und der Einrichtung von zunächst
          zwei Lehrstühlen – für Altes Testament unter <rs type="person" ref="#phrygio_paul">Paul
            Phrygio</rs> und für Neues Testament unter <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> – siehe <rs type="bibl" ref="#thommen_geschichte_1989">, 102</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n20" ref="#a20" n="20">
                    <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Myconius</rs> weigerte sich auch in den folgenden Monaten und
          Jahren, einen Doktortitel zu erwerben. Siehe auch <ptr type="wdb" target="kgk_379_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n21" ref="#a21" n="21">
                    <rs type="person" ref="#phrygio_paul">Phrygio</rs> wurde 1513 in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> zum Doktor der
          Theologie promoviert; vgl. <rs type="bibl" ref="#hls"> s.v. Phrygio, Paul</rs>. Zur
          Promotion <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> zum Doktor <term type="term">utriusque iuris</term> in <rs type="place" ref="#rom">Rom</rs> 1516 siehe
            <rs type="bibl" ref="#bubenheimer_consonantia_1977">, 61f.; 71 u. 76f.</rs>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n22" ref="#a22" n="22">Siehe <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Vorrede zu seiner Thesenreihe, die er zur
          Aufnahme in die Theologische Fakultät disputieren musste, in <ptr type="wdb" target="kgk_365_transcript.xml"/>. Vgl. auch <rs type="bibl" ref="#bubenheimer_consonantia_1977">, 257f.</rs>: <quote>Ende 1534 hatte der <rs type="place" ref="#basel">Basler</rs> Rat die obligatorische Wiedereinführung der
            akademischen Promotionen und der damit verbundenen Disputationen angeordnet. <gap/>
            Selbst von <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>, dem Doktor der
            Theologie und beider Rechte, wurde vor seiner endgültigen Aufnahme in die theologische
            Fakultät eine Disputation verlangt, was praktisch der Einführung einer
              <quote>Antrittsvorlesung</quote> für auswärtig promovierte Dozenten
          gleichkam.</quote>
                </note>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>