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      <titleStmt>
        <title type="main">Zürcher Abschiedspredigt über die Menschwerdung Christi</title>
        <title type="short">Züricher Abschiedspredigt</title>
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          <persName>Harald Bollbuck</persName>
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          <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
          <persName>Moritz Laeger</persName>
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          <persName>Moritz Laeger</persName>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
        <date type="created" when="2025"/>
        <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
        <availability status="restricted">
          <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
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      </publicationStmt>
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        <bibl>
          <author>Andreas Karlstadt</author>
          <placeName>Zürich</placeName>
          <date notBefore="1534-06-10" notAfter="1534-06-20">
                        <supplied>1534, Mitte
            Juni</supplied>
                    </date>
        </bibl>
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      <p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
      <projectDesc>
        <p>
                    <ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische
            Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt</ref>
                </p>
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      <div type="introduction">
        <div type="history_of_the_work">
          <head level="1">Überlieferung</head>
          <listBibl type="sigla">
            <msDesc xml:id="sigle_a">
              <msIdentifier>
                <repository>ZB Zürich</repository>
                <idno type="signatur">Ms. B 196 (635 u. 674)</idno>
                <altIdentifier type="siglum">
                  <idno type="signatur">a</idno>
                </altIdentifier>
              </msIdentifier>
              <msContents>
                <msItem>
                  <locus>fol. 38<hi rend="super">r</hi>–41<hi rend="super">v</hi>
                                    </locus>
                  <title/>
                </msItem>
              </msContents>
              <physDesc>
                <p>Eine Nachschrift bzw. Bearbeitung des Predigttextes von unbekannter Hand; wohl
                  aus dem 17. Jahrhundert, fol. 41<hi rend="super">v</hi> leer.</p>
                <p>Die Handschrift gehört zu dem von <rs type="person" ref="#fuessli_johann_konrad">Johann Konrad Füssli</rs> (1704–1775) zusammengestellten <quote>Sammelband zur
                    schweizerischen Kirchengeschichte des 16.–18. Jahrhunderts</quote> und ist unter
                  der Nr. 4 verzeichnet. Sie ist von derselben Hand (vermutlich des 17.
                  Jahrhunderts) geschrieben wie die in dem Band vorangehende Abschrift der Zweiten
                  Predigt <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwinglis</rs> (hier Nr. 3), die
                  auf der <rs type="place" ref="#bern">Berner</rs> Disputation 1528 gehalten wurde.
                  Es ist nicht die Hand von <rs type="person" ref="#fuessli_johann_konrad">Füssli</rs> selbst (von diesem sind Nr. 1, 6, 7 und 17 geschrieben).<anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>
                                </p>
              </physDesc>
              <note type="references">
                                <listBibl>
                  <rs type="bibl" ref="#gagliardi_zuerich_1982"> 2, 268f.</rs>
                </listBibl>
                            </note>
            </msDesc>
          </listBibl>
          <listBibl type="editions">
            <rs type="bibl" ref="#pater_abschiedspredigt_1974">, 9–16</rs>
          </listBibl>
          <listBibl type="literature">
            <rs type="bibl" ref="#pater_abschiedspredigt_1974">, 1–9</rs>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="contents">
          <head level="1">Entstehung und Inhalt</head>
          <p>Das Datum der Predigt steht nicht fest, lässt sich allenfalls eingrenzen. Der Rat der
            Stadt <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> stimmte am 10. Juni 1534 einer
            Übersiedlung <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> nach <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> zu.<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> Seine Frau und seine Kinder reisten bereits kurz nach dem 15. Juni nach <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs>, <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> hatte noch Dinge zu erledigen und folgte ihnen einige Tage
              später.<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/> Am 27. Juni lässt <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> ihn in einem Brief an <rs type="person" ref="#myconius_oswald">Oswald Myconius</rs> in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> grüßen.<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/>
            <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> war an diesem Tag also bereits
            abgereist. Daher kann die Predigt in der 2. Hälfte des Juni 1534 gehalten worden sein,
              <term type="term">Terminus ante quem</term> ist der 25./26. Juni.<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/> Mit der Angabe, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>
            <quote>zů <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> zůr Letze
              geprediget</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a6" ref="#n6" n="6"/> habe, ist
            höchstwahrscheinlich sein Abschied gemeint. Eine andere Lesart wäre, dass die
            Abschiedspredigt in den <quote>letzgen</quote> (<term type="term">lectiones
              publicae</term>) als eine die morgendlichen öffentlichen, exegetischen Vorlesungen
            rahmende Predigt am <rs type="place" ref="#zuerich.grossmuenster">Großmünster</rs>
            gehalten wurde,<anchor type="footnote" xml:id="a7" ref="#n7" n="7"/> doch ist diese
            Interpretation sehr unsicher.</p>
          <p>Auf der Grundlage des Verses <rs type="biblical" cRef="Io_1,14">Joh 1,14</rs>
              (<quote>Das Wort ist Fleisch geworden</quote>) handelt die Predigt von den zwei
            Naturen Christi, deren rechtes Verständnis als der Schlüssel zum ewigen Leben und zur
            Voraussetzung für die Erlösung erhoben wird. Die beiden Naturen Christi misszuverstehen,
            führe dagegen dazu, dass die Gläubigen Kinder des Todes und im Zorn Gottes verhaftet
            blieben. Dabei sei das <quote>Wort</quote> ein Synonym des ewigen Sohnes Gottes, der,
            dem Herzen des Vaters entsprossen, in den Christen wohne (<rs type="biblical" cRef="Io_1,14">Joh 1,14</rs>). Das <quote>Wort</quote> offenbart den Willen Gottes und
            existierte schon <quote>ewig</quote>, vor der Erschaffung der Welt. Wenn das Wort
            identisch mit der <quote>persohn in der Gottheit</quote> ist, dann existierte auch der
            Sohn schon vor der Erschaffung der Welt.</p>
          <p>Die Erkenntnis Gottes erlange der Mensch aber durch den leiblichen Christus und seine
            Erniedrigung (am Kreuz). Zugleich bleibe Christus ein Wesen mit Gottvater und Heiligem
            Geist. Er nahm nur deshalb einen schwachen und sterblichen, menschlichen Leib an, um zu
            zeigen, dass er für die Menschheit litt, um der Sünde abzusterben und ein neuer Mensch
            zu werden. Christus starb, selbst ohne Sünde, um der Menschheit Sünden willen als Knecht
            und blieb doch Gottes Sohn. Die alte, römische Messe dagegen schmälere die Kraft Gottes
            (wie bei den Juden, die fälschlich behaupteten, Christus zu kennen). Sie überhebe sich
            über Christus und sein Werk; in Wahrheit geschehe die Erlösung nicht durch Geschöpfe,
            Werk und Verdienst, sondern durch den Glauben an die Gottheit in Christus und an dessen
            Leib und Blut, dessen Opfer für unsere Sünden bezahle.<anchor type="footnote" xml:id="a353i_200n" ref="#n353i_200n" n="8"/>
                    </p>
          <p>Auf Grund seiner göttlichen Natur wirkten die Werke und Handlungen Christi, die das
            Gewissen des Einzelnen rührten, in Ewigkeit. Auch das Opfer Christi aus der
            Vergangenheit bleibe in Ewigkeit (und müsse, so impliziert, nicht in der Messfeier
            äußerlich wiederholt werden). Christi Menschsein diene durch sein eigenes Leiden und
            Sterben am Kreuz der Erlösung der Menschheit, was mit dem himmlischen Leib nicht möglich
            gewesen wäre. Da das Gesetz die Menschen und ihre Seelen nicht heiligen konnte, sandte
            Gott seinen eigenen Sohn, um im Fleisch die Sünde zu töten. Der Glaube an ihn, das
            Gedächtnis des Kreuzestodes, bewirke die Heiligung und das ewige Leben. Ein gottgemäßes
            Leben bestehe im Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes.<anchor type="footnote" xml:id="a9" ref="#n9" n="9"/> Die Gerechtigkeit habe ihren Ursprung im Gesetz, dem
            ewigen Wort Gottes (also in Christus), die rechte Erkenntnis der Erlösung wird dem
            Christen wie die Erfüllung des Gesetzes angerechnet.</p>
          <p>An Christus zu glauben heiße, sich durch den Glauben führen zu lassen und das eigene
            Leben im Geist Christi zu gestalten,<anchor type="footnote" xml:id="a10" ref="#n10" n="10"/> also in Gelassenheit auf Gott zu vertrauen, um Gehorsam gegenüber seinem
            Willen zu erlangen. Die Heiligung des Menschen geschehe nicht von selbst; denn trotz des
            eigenen Bestrebens, Gott zu dienen, werde der Mensch täglich von Sündhaftigkeit befleckt
            und vielen Anfechtungen ausgesetzt. Christus mache den Menschen vor Gott makellos, da
            sein Leiden dem Menschen zur Befreiung von den Sünden zugerechnet würde.<anchor type="footnote" xml:id="a11" ref="#n11" n="11"/> Die Gläubigen, die diese Wahrheit
            erkennen, werden all diese Dinge der Ehre Gottes (und nicht ihren Verdiensten)
            zurechnen.</p>
          <p>Bevor sich aber der Christ in das Tun guter Werke stürzt, rät <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> dazu, sich um die rechte Erkenntnis zu
            bemühen, dass Christus das <quote>lebendige Leben</quote> sei. Man müsse zuerst den Tod
            Christi annehmen und durch seinen Geist lebendig werden. Erst mit dieser Erkenntnis
            seien gute Werke keine toten Werke.<anchor type="footnote" xml:id="a12" ref="#n12" n="12"/> Die Kreuzigung Christi sei die ewige Kraft; das Blut des Gekreuzigten habe
            die Gläubigen mit dem Heiligen Geist besprengt.<anchor type="footnote" xml:id="a13" ref="#n13" n="13"/> Daher seien die Christen das Volk des neuen Testaments.<anchor type="footnote" xml:id="a14" ref="#n14" n="14"/> An dieser Stelle wiederholt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> noch einmal die Notwendigkeit
            der menschlichen Natur Christi in der Inkarnation: Da der menschliche Willen dem
            göttlichen Willen ungehorsam war, musste das <quote>ewige Wort</quote> Fleisch werden
            und die menschliche Schwachheit annehmen, damit die Menschen den Willen Gottes erkennen.
            Durch den Gehorsam Jesu gegenüber seinem Vater würden die Menschen mit Gott versöhnt und
            zum ewigen Leben geführt. Das Abendmahl sei daher eine geistliche Speise und kein
            leibliches Essen, sondern bezeuge die Erkenntnis Christi im Glauben und im Herzen. Alle
            Aspekte der Erlösung von Schuld – die Sündenvergebung, die Erfüllung des Gesetzes, der
            Frieden mit Gott und der Trost im Herzen – beruhten auf dem Kreuzestod Christi, für den
            seine Fleischwerdung notwendig war. Dem stellt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> erneut die angebliche Sündenvergebung durch
            das Messopfer gegenüber. Sie widerspreche dem ewigen, am Kreuz geschehenen Opfer der
            Kreuzigung Christi und sei damit Gotteslästerung. Die Feier der Messe und das
              <quote>leibliche Opfer</quote> bedeuteten daher, nicht an die Wahrheit der Heiligen
            Schrift über Christus zu glauben und dem Bekenntnis zu widersprechen, dass Christus
            sterben musste, damit alle an ihn glaubten und ewiges Leben erhielten. Auch die
            christliche Buße stehe der Messfeier und dem <quote>leiblichen Essen</quote> im
            Abendmahl zum Zweck der Sündenvergebung diametral entgegen. Die Predigt endet in einem
            Aufruf zum Glauben an Gott und sein Wort.</p>
          <p>Wie in einer Marginalie der Handschrift notiert, hielt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> seine <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Abschiedspredigt über die Menschwerdung Christi als Archidiakon, doch
            ist dieses Amt für ihn zeitgenössisch nicht bestätigt.<anchor type="footnote" xml:id="a15" ref="#n15" n="15"/> Angestellt war er am Spital.<anchor type="footnote" xml:id="a16" ref="#n16" n="16"/> Der Text enthält viele Versatzstücke der Lehre <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> in inhaltlicher und
            begrifflicher Art: vom neuen Testament als neuem Bund der Christen mit Gott über die
            Besprengung der Gläubigen mit dem Heiligen Geist durch das am Kreuz vergossene Blut bis
            zur Gelassenheit und (christförmigen) Heiligung der Gläubigen.<anchor type="footnote" xml:id="a17" ref="#n17" n="17"/> Mehrfach wird die Zurechnung des Kreuzesleids Christi
            zur Erlösung der sündigen Menschen hervorgehoben.<anchor type="footnote" xml:id="a18" ref="#n18" n="18"/> Den zentralen Aspekt der Predigt aber bildet die
            Heilsnotwendigkeit der Erkenntnis der Gläubigen, dass die Menschwerdung Christi (seine
              <quote>zweite Natur</quote>) nötig war, damit dessen leibliches Opfer am Kreuz die
            Sünden der Menschheit auf sich nehme. Im Gegensatz dazu steht die gotteslästerliche
            Lehre und Praxis der römischen Messe, die das Opfer Christi vermeintlich wiederholte.
            Mit diesem theologischen Kern seiner Trostpredigt knüpfte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> an den Traktat <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee212">
                            <term type="title">Von dem Priestertum und Opfer
              Christi</term>
                        </ref> (<ref type="print">KGK VI, Nr. 249</ref>) aus dem Jahr 1523/24
            an. Dort stellt er ebenfalls das einmalige Opfer Christi zur Vergebung der Sünden gegen
            die Wiederholung des Opfers im Messritual.<anchor type="footnote" xml:id="a353i_201n" ref="#n353i_201n" n="19"/> Christus habe die Gläubigen mit seinem Blut
              abgewaschen.<anchor type="footnote" xml:id="a353i_202n" ref="#n353i_202n" n="20"/> Die
            Vorstellung, dass das einmalige Opfer Christi am Kreuz nicht hinreiche, sondern einer
            rituellen Wiederholung bedürfe, sei eine Irrlehre und widerspreche den Aussagen der
            Heiligen Schrift.<anchor type="footnote" xml:id="a21" ref="#n21" n="21"/> Stattdessen
            bedeute die vollkommene Hingabe Christi am Kreuz das Ende jedes weiteren religiösen
            Opferkultes. Daher seien dem himmlischen Christus keine rituellen Opfer darzubringen.
            Geboten sei allein der Gehorsam gegen Gott in der Nachfolge Christi.<anchor type="footnote" xml:id="a22" ref="#n22" n="22"/> Die Ausführungen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> im Traktat <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee212">
                            <term type="title">Von dem Priestertum und Opfer
              Christi</term>
                        </ref> bildeten offensichtlich die Grundlage für den in der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Abschiedspredigt entfalteten Antagonismus
            zwischen rechter Erkenntnis der Menschwerdung Christi und ihres christologischen Sinns
            auf der einen Seite und dem gotteslästerlichen Irrtum der Feier des römischen
            Messopfers, ebenso aber auch der lutherischen Vorstellung der leiblichen Nießung im
            Abendmahl auf der anderen Seite.<anchor type="footnote" xml:id="a23" ref="#n23" n="23"/>
                    </p>
          <p>Ausweislich eines Briefs vom 30. Juni 1534 hielt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> offenbar sogleich nach seinem Umzug nach <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> erneut eine Predigt über die zwei Naturen
              Christi.<anchor type="footnote" xml:id="a24" ref="#n24" n="24"/> Gegenüber <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Heinrich Bullinger</rs> äußerte er am 6.
            Oktober 1534, dass er mehr als 20 Predigten über die Fleischwerdung Christi nach <rs type="biblical" cRef="Io_1,14">Joh 1,14</rs> als theologischer Grundlage der beiden
            Naturen gehalten habe.<anchor type="footnote" xml:id="a25" ref="#n25" n="25"/>
            Augenscheinlich prägte die Thematik in dieser Zeit seine Predigten.</p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="crit_app"/>
      <div type="footnotes">
        <note type="footnote" xml:id="n1" ref="#a1" n="1">
                    <rs type="bibl" ref="#gagliardi_zuerich_1982"> 2, 268f.</rs>; <rs type="bibl" ref="#pater_abschiedspredigt_1974">, 1</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_350_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_352_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">
                    <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 4, 219,8
            Nr. 399</rs>. Siehe auch <ptr type="wdb" target="kgk_354_introduction.xml#n354i_200n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n5" ref="#a5" n="5">
                    <rs type="bibl" ref="#pater_abschiedspredigt_1974">, 1f.</rs> vermutet, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> die Predigt auch im Beisein seiner Familie am
          14. Juni 1534 gehalten haben könnte.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n6" ref="#a6" n="6">Siehe <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#_353t_210"/>. </note>
        <note type="footnote" xml:id="n7" ref="#a7" n="7">Zu den Vorlesungen und den sie rahmenden
          beiden Predigten am Morgen vgl. <rs type="bibl" ref="#baschera_anfaenge_2025">,
          49–56</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n353i_200n" ref="#a353i_200n" n="8">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_200n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n9" ref="#a9" n="9">Schon 1519 beschäftigte sich <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> mit dem Gehorsam gegenüber Gott
          als Ausführung der zweiten Vaterunserbitte; siehe <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_201n"/>. Zum Zusammenhang mit der Menschwerdung
          Christi und seinem Opfer siehe <ptr type="wdb" target="kgk_353_introduction.xml#n353i_201n"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_353_introduction.xml#n353i_202n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n10" ref="#a10" n="10">
                    <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> benutzte in einigen seiner früheren Schriften
          den auf <rs type="person" ref="#seuse_heinrich">Heinrich Seuse</rs> zurückgehenden
          mystischen Begriff der <quote>Christförmigkeit</quote>. Vgl. <ref type="print">KGK VI, Nr.
            241, S. 135, Z. 22 – S. 136, Z. 1 mit Anm. 307</ref>; hier siehe <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_205n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n11" ref="#a11" n="11">Siehe o. Anm. <ptr type="wdb" target="kgk_353_introduction.xml#n353i_200n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n12" ref="#a12" n="12">Ähnlich in den Thesen 117–127 der <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee310">
                        <term type="title">Axiomata</term>
                    </ref>; siehe <ptr type="wdb" target="kgk_365_transcript.xml#_365t_200"/>. </note>
        <note type="footnote" xml:id="n13" ref="#a13" n="13">Vgl. <ref type="print">KGK VIII, Nr.
            290, S. 171, Z. 7 – S. 174, Z. 14</ref>. Wieder aufgenommen in der 44. und 46. These der
            <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee310">
                        <term type="title">Axiomata</term>
                    </ref>; siehe
            <ptr type="wdb" target="kgk_365_transcript.xml#_365t_202"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_365_transcript.xml#_365t_203"/>. </note>
        <note type="footnote" xml:id="n14" ref="#a14" n="14">Das Neue Testament ist für <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> der durch das Leiden Christi
          geschlossene neue Bund mit Gott. Hierzu vgl. <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee236">
                        <term type="title">Ob man mit Hl. Schrift zu erweisen vermag, dass Christus im Sakrament
              sei</term>
                    </ref> (<ref type="print">KGK VII, Nr. 278</ref>) und <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee250">
                        <term type="title">Von dem neuen und alten Testament</term>
                    </ref>
            (<ref type="print">KGK VIII, 290, S. 160f.</ref>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n15" ref="#a15" n="15">Die Handschrift ist vermutlich aus dem
          17. Jahrhundert. Es ist auch ein falsches Todesjahr <quote>1543</quote> angegeben,
          verbessert aus <quote>1643</quote>. Dieser Fehler deutet darauf hin, dass die Handschrift
          wohl nicht im 16. Jahrhundert entstanden ist; gegen <rs type="bibl" ref="#pater_abschiedspredigt_1974">, 1</rs>. Auch auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Epitaph findet sich dieses falsche Todesjahr.
          Siehe Beilage zu <ptr type="wdb" target="kgk_394_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n16" ref="#a16" n="16">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_328_introduction.xml"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_349_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n17" ref="#a17" n="17">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_204n"/>, <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_205n"/>, <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_206n"/>, <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_207n"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_208n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n18" ref="#a18" n="18">Vgl. hierzu <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_200n"/>, <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_202n"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_353_transcript.xml#n353t_203n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n353i_201n" ref="#a353i_201n" n="19">Siehe <ref type="print">KGK VI, Nr. 249, S. 323, Z. 10 – S. 324, Z. 15</ref>. Eine ausführliche
          Auseinandersetzung mit der Lehre und Praxis des Messopfers erfolgt <ref type="print">ebd.,
            S. 324, Z. 16 – S. 329, Z. 22</ref>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n353i_202n" ref="#a353i_202n" n="20">Siehe <ref type="print">KGK VI, Nr. 249, S. 321, Z. 1 – S. 323, Z. 9</ref>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n21" ref="#a21" n="21">Siehe hierzu <ref type="print">KGK VI,
            Nr. 249, S. 327, Z. 4f.</ref>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n22" ref="#a22" n="22">Siehe hierzu auch <ref type="print">KGK
            VI, Nr. 249, S. 315, Z. 10 – S. 316, Z. 21</ref>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n23" ref="#a23" n="23">Nach <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Weggang aus <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> veröffentlichte <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Heinrich
            Bullinger</rs> im Oktober 1534 eine Abhandlung über die zwei Naturen Christi: <rs type="bibl" ref="#bullinger_utriusque_1534"/>. Seine Herangehensweise ist eine
          vollkommen andere. Er liefert einen patristischen und kirchenhistorischen Abriss zur
          Christologie. Seine biblisch begründete Argumentation stellt keinen Zusammenhang zum neuen
          Bund mit Gott als neues Testament her.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n24" ref="#a24" n="24">
                    <rs type="person" ref="#gast_johannes">Johannes Gast</rs> an <rs type="person" ref="#hubert_conrad">Conrad Hubert</rs>, 30.
          Juni 1534: <quote>Concionem vespertinam Carolostadius habuit, vere christianissimum morem
            Oecolampadii pii servans, de bumanitate et divinitate Christi, nihil quam scripturam
            scripturae addens, quo melius hoc mysterium intellegeretur. Gaude igitur nobiscum et
            talem virum a Deo datum certissimum habeas.</quote> (<rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 462 Anm. 169</rs>). Siehe hierzu <ptr type="wdb" target="kgk_361_introduction.xml#n361i_101n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n25" ref="#a25" n="25">Siehe <ptr type="wdb" target="kgk_361_transcript.xml#_361t_101"/>. </note>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>