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        <title type="main">Verschollen: Kaspar von Schwenckfeld an Andreas Karlstadt</title>
        <title type="short">Schwenckfeld an Karlstadt</title>
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          <persName>Stefania Salvadori</persName>
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          <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
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          <persName>Moritz Laeger</persName>
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        <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
        <date type="created" when="2025"/>
        <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
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          <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
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          <author>Andreas Karlstadt</author>
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                        <supplied>Straßburg</supplied>
                    </placeName>
          <date notAfter="1534-01-03">
                        <supplied>1534, vor 3. Januar</supplied>
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      <p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
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        <p>
                    <ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische
            Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt</ref>
                </p>
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      <div type="introduction_codex_lost">
        <div type="reference">
          <head level="1"/>
          <p>
                        <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Heinrich Bullinger</rs> aus <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> an <rs type="person" ref="#vadian_joachim">Joachim Vadian</rs> in <rs type="place" ref="#sankt_gallen">St. Gallen</rs>, 3.
            Januar 1534: <quote>Multas eius epistolas ad <rs type="person" ref="#jud_leo">Leonem</rs> et <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolstadium</rs> legi,
              quem utinam sibi non tam haberet familiarem!</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>
                    </p>
        </div>
        <div type="evidence">
          <head level="1">Entstehung und Inhalt</head>
          <p>Die Kontakte zwischen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> sind schwer zu
            rekonstruieren. Abgesehen von einem Brief <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> an <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs>
            (und <rs type="person" ref="#krautwald_valentin">Valentin Krautwald</rs>) vom Mai 1528
              (<ref type="print">KGK VIII, Nr. 313</ref>) sind keine weiteren Schreiben aus ihrer
            Korrespondenz überliefert. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die beiden Anfang 1530
            kurz persönlich begegneten, als <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> – nach etwa einem Jahr in <rs type="place" ref="#holstein">Holstein</rs> und dann in <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs> – in
              <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> ankam,<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> wo auch <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> im Frühjahr 1529 Zuflucht gefunden hatte. Dafür gibt es jedoch
            keinen Quellennachweis, und es ist auch nicht festzustellen, ob sie weiterhin in Kontakt
            blieben, nachdem <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> im Mai
            zunächst nach <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/> und dann ab Juni 1530 nach <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> gezogen war.<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/> Eine Korrespondenz zwischen den beiden ist jedoch für 1533 bezeugt, zunächst
            indirekt durch <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Briefe an
              <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Jud</rs>,<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/> dann explizit durch den hier als Referenz angeführten Brief <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> an <rs type="person" ref="#vadian_joachim">Vadian</rs> vom 3. Januar 1534.<anchor type="footnote" xml:id="a6" ref="#n6" n="6"/> Dort erwähnt der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Antistes viele von ihm selbst gelesene Briefe <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und bedauert
            das Vertrauensverhältnis zwischen seinen Kollegen und dem schlesischen Theologen.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_101n" ref="#n344i_101n" n="7"/> Wann und wie viele
            Briefe <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> schrieb, bleibt ebenso unklar
            wie die Frage, ob <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> je
            geantwortet hat.</p>
          <p>Ob <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> selbst den Kontakt
            zwischen <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Jud</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> herstellte, ist ebenfalls nicht bekannt,
            deren Briefwechsel zwischen Frühjahr und Winter 1533 ist jedoch gut dokumentiert.<anchor type="footnote" xml:id="a8" ref="#n8" n="8"/> Er ist vor dem Hintergrund der
            wachsenden Spannungen zwischen den Kirchen von <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> und <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> zu betrachten. Zum
            einen war <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Jud</rs> mit der unmittelbar nach der
            katastrophalen Schlacht von <rs type="place" ref="#kappel">Kappel</rs> eingeleiteten
            staatskirchlichen Ausrichtung der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> nicht
            umfassend einverstanden und wandte sich im Juli 1532 sogar heftig gegen den
              Stadtrat.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_103n" ref="#n344i_103n" n="9"/> Zum
            anderen geriet der schlesische Exilant 1533 in einen unvermeidlichen Konflikt mit den
              <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen, insbesondere mit <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs>, der in dem Bestreben, jede abweichende
            Stimme an den Rand zu drängen (wenn nicht gar auszuschalten), eine Synode einberufen und
            den Stadtrat aufgefordert hatte, jeden auszuschließen, der sich weigerte, die von ihm
            verfassten 16 Artikel zu unterzeichnen.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_109n" ref="#n344i_109n" n="10"/>
                    </p>
          <p>Anscheinend eröffnete <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> den Briefkontakt<anchor type="footnote" xml:id="a11" ref="#n11" n="11"/> und sprach einige der Themen an, die
            die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche seit dem Sommer 1532
            beschäftigten, als die Predigtfreiheit zu seinem großen Bedauern<anchor type="footnote" xml:id="a344i_102n" ref="#n344i_102n" n="12"/> vom Stadtrat entschieden diszipliniert
            worden war.<anchor type="footnote" xml:id="a13" ref="#n13" n="13"/> In seiner
            ausführlichen Antwort an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> vom 3. März 1533 –
            der ersten erhaltenen Spur ihrer Korrespondenz – lehnte <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> mehrmals jeglichen Anspruch der
            weltlichen Obrigkeit ab, in Glaubensfragen einzugreifen, da dies allein dem Reich
            Christi vorbehalten sei.<anchor type="footnote" xml:id="a14" ref="#n14" n="14"/> Er
            schrieb auch ausführlich über die Unterscheidung zwischen Altem und Neuem
              Testament.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_104n" ref="#n344i_104n" n="15"/> Er
            verwies auf eine frühere Schrift <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs>, in der das Wesen der Kirche, das Amt Christi, das Verhältnis
            zwischen Gesetz und Evangelium erörtert wurden.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_105n" ref="#n344i_105n" n="16"/> In diesem Brief an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a344i_106n" ref="#n344i_106n" n="17"/> lassen sich Themen und Argumente finden, die der Position <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs>, dessen Werke <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> gelesen zu haben scheint,<anchor type="footnote" xml:id="a18" ref="#n18" n="18"/> nahe kommen.<anchor type="footnote" xml:id="a19" ref="#n19" n="19"/> Es ist jedoch unklar, ob die beiden Theologen zu
            diesem Zeitpunkt bereits (wieder?) miteinander korrespondierten und ob <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> auch schon einen Brief von <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> zu ähnlichen Themen erhalten hatte, wie
            sie in diesem Brief an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> behandelt
              wurden.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_107n" ref="#n344i_107n" n="20"/>
            Jedenfalls lässt <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> Kenntnis
            von <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Denken und eine sehr
            freundschaftliche Haltung ihm gegenüber erkennen.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_108n" ref="#n344i_108n" n="21"/>
                    </p>
          <p>Wenn auch keine Hinweise auf einen Briefwechsel zwischen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> im darauffolgenden Sommer/Herbst 1533
            existieren, so hat sich die Korrespondenz zwischen <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> und <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> doch nachweisbar fortgesetzt. <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs>
            Antwort auf den an ihn gerichteten Brief vom 3. März ist verschollen, auch hier bleibt
            nur die Reaktion <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> vom 5.
            Juli 1533,<anchor type="footnote" xml:id="a22" ref="#n22" n="22"/> der mit Bedauern eine
            veränderte Haltung <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> bemerkte.<anchor type="footnote" xml:id="a23" ref="#n23" n="23"/> Wahrscheinlich, so vermutete er, war
            sie durch <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Intervention provoziert
              worden,<anchor type="footnote" xml:id="a24" ref="#n24" n="24"/> der im vorangegangenen
            Mai nach <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> gereist war.<anchor type="footnote" xml:id="a25" ref="#n25" n="25"/>
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> entwickelte seine
            Positionen im Brief argumentativ weiter, indem er Missverständnisse widerlegte, die er
            in <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Ausführungen erkannte.<anchor type="footnote" xml:id="a26" ref="#n26" n="26"/>
            <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> anschließende Antwort, die ebenfalls
            verschollen ist, zeigt, dass er sich weiter von <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> entfernte, wohl nicht nur zur
            Erleichterung von <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, sondern
            auch von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs>.<anchor type="footnote" xml:id="a27" ref="#n27" n="27"/> Als <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> am 10.
            September zum dritten Mal an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> schrieb, hatte er
              <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> in Richtung <rs type="place" ref="#augsburg">Augsburg</rs> verlassen und befand sich in <rs type="place" ref="#speyer">Speyer</rs>.<anchor type="footnote" xml:id="a28" ref="#n28" n="28"/>
            Noch einmal greift er die in den vorangegangenen Briefen besprochenen Themen auf, klärt
            und vertieft die Aspekte, bei denen <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>
            Uneinigkeit oder Zweifel gezeigt hatte,<anchor type="footnote" xml:id="a29" ref="#n29" n="29"/> und formuliert vor allem ein langes Plädoyer für die christliche Freiheit und
            die Notwendigkeit, Andersdenkende nicht zu verfolgen.<anchor type="footnote" xml:id="a30" ref="#n30" n="30"/> Es ist offensichtlich, dass sich der Briefwechsel
            zwischen <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> allmählich zu einer intensiven
            theologischen Konfrontation entwickelte,<anchor type="footnote" xml:id="a31" ref="#n31" n="31"/> in der <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> seine anfangs sehr offene
            Haltung aufgab, um seine Zweifel zu äußern und Gegenargumente zu den von <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> vertretenen Thesen zu
              entwickeln.<anchor type="footnote" xml:id="a32" ref="#n32" n="32"/> Zudem fragte sich
              <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> – vielleicht aufgrund
            von Briefen, die heute verschollen sind, vielleicht in der Annahme, <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> könnte mit seinem Konkordienvorhaben etwas bewegt haben
            – was <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> dachte, wie er in seinem
            Brief vom 10. September an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> äußerte: <quote>Und
              wenn gleich <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> mein Vater weer so
              werde Ich ihm app gott wil hyrinnen nichts nachgebenn[.] Mich wundertt Was <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolstadt</rs> darzu sagett Ob ers auch fur
              eins hellt hellt ers dafur so hatt er vil ummb sunst erlitten Hellt ers nicht dafur/
              Liber</quote>.<anchor type="footnote" xml:id="a33" ref="#n33" n="33"/> Trotz der
            freundlichen Töne und der Bitte, die Grüße auch an seinen <quote>lieben <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Andriam Carolstatt</rs> samt allen andernn
              eueren brudernn</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a34" ref="#n34" n="34"/> zu
            übermitteln, kühlten sich die Beziehungen zwischen <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> und <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> in den folgenden Monaten ab.</p>
          <p>Es war <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Jud</rs> selbst, der die Briefe <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> am 15. Dezember 1533 mit
            der Bitte an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> weiterleitete,
            sie niemandem zu zeigen, damit der <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schlesier</rs> nicht geschädigt würde; er sei kein Ketzer, sondern ein einzig an der
            Suche nach der Wahrheit interessierter Mensch.<anchor type="footnote" xml:id="a35" ref="#n35" n="35"/> Ende 1533 vertrat <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> noch
            eine ausgleichende Position, obwohl er sich in jenen Monaten auch mit den <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen ausgetauscht hatte, die
            befürchteten, dass er nachgeben könnte.<anchor type="footnote" xml:id="a36" ref="#n36" n="36"/> Er wandte sich daher mit einem Brief vom 15. Dezember an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, in der Hoffnung, mit dessen Hilfe alle von
              <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> aufgeworfenen Zweifel
              <quote>de libertate praedicandi et an magistratui in hoc negocio vel prohibere vel
              plectere liceat, qui ab his dissident, quos ipse praefecerit</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a37" ref="#n37" n="37"/> auszuräumen. <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> reagierte am selben Tag, indem er die in <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Briefen zum Ausdruck
            gebrachten Ideen scharf verurteilte, <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>
            aufforderte, den Kontakt zu dem <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schlesier</rs> abzubrechen und die Lektüre derjenigen augustinischen Texte empfahl,
            die für die Frage des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat am hilfreichsten
              seien.<anchor type="footnote" xml:id="a38" ref="#n38" n="38"/> Die Bemühungen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> und dann <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs>, <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>
            von <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> zu trennen, scheinen
            Wirkung gezeigt zu haben: In einem Brief vom 2. März 1534 zeigt sich <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> empört über den bitteren – heute
            verschollenen – Brief, den <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> ihm am 25. Dezember
            1533 geschickt hatte<anchor type="footnote" xml:id="a39" ref="#n39" n="39"/> und in dem
            der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> nun ganz auf <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Seite zu stehen schien. <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> ist sich dabei der Kampagne der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen und des <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Antistes gegen ihn bewusst und bekräftigt seine
              Position.<anchor type="footnote" xml:id="a344i_110n" ref="#n344i_110n" n="40"/>
            Allerdings blieb <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> auch in den folgenden Monaten
            von <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Spiritualismus
            ebenso weit entfernt wie von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs>
            staatskirchlichen Modellen und Konkordienvorhaben.<anchor type="footnote" xml:id="a41" ref="#n41" n="41"/>
                    </p>
          <p>Wie und wann <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> die Briefe <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>, die er in seinem Schreiben an <rs type="person" ref="#vadian_joachim">Vadian</rs> vom 3. Januar 1534 erwähnte,
            zugespielt bekommen hat,<anchor type="footnote" xml:id="a42" ref="#n42" n="42"/> kann
            nicht geklärt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie zeitgleich mit der
            Korrespondenz zwischen <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs>
            und <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> entstanden sind. Inhaltlich ist jedenfalls
            eine Nähe zum Briefwechsel zwischen <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> zu vermuten. Nicht nur die
            Diskussion über die Exkommunikation und das Verhältnis von kirchlicher und weltlicher
            Macht, sondern auch die Themen Taufe, geistliche Wiedergeburt in Christus, das
            Verhältnis von Altem und Neuem Testament und das Wesen der Kirche der wahren Christen
            waren in <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Denken schon vor
            seiner <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Zeit präsent (wenn auch mit anderen
            Lösungen als denen <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs>). Der
            theologische Austausch, der sich in den verschollenen Briefen zwischen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> vermutlich entwickelt hatte, muss jedoch
            – wie im Fall <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> – im Zusammenhang mit der
            Diskussion um die Neuordnung der Beziehungen zwischen Kirche und Stadtrat in <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> nach der Zweiten <rs type="place" ref="#kappel">Kappeler</rs> Krieg<anchor type="footnote" xml:id="a43" ref="#n43" n="43"/> sowie vor dem Hintergrund der von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> unternommenen Konkordienversuche gesehen werden, die ebenfalls auf eine
            Annäherung der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche an <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> abzielten, indem mögliche gegenläufige Einflüsse,
            insbesondere aus dem spiritualistischen und täuferischen Kosmos, dem <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> angehörte, beseitigt werden
              sollten.<anchor type="footnote" xml:id="a44" ref="#n44" n="44"/> Ob und wie <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> an diesen Debatten direkt
            beteiligt war, lässt sich anhand der gegenwärtigen Quellenlage nicht rekonstruieren.</p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="crit_app"/>
      <div type="footnotes">
        <note type="footnote" xml:id="n1" ref="#a1" n="1">
                    <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 4,
            35,28f. Nr. 313</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">Siehe <ptr type="wdb" target="kgk_322_introduction.xml"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_323_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_324_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_326_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n5" ref="#a5" n="5">S. u. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_107n"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_108n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n6" ref="#a6" n="6">Der Brief an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> ist ebenfalls als verschollen dokumentiert in
            <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 899 Nr. 153</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_101n" ref="#a344i_101n" n="7">Der Brief ist ediert in
            <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 4, 33–39 Nr. 313</rs>. <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> äußert seine Sorge über die Verbreitung
          täuferischen Gedankenguts und sieht die Hauptursache bei <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs>, der <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo
            Jud</rs> verunsichert (s.u.), <rs type="person" ref="#ziegler_jakob">Jakob Ziegler</rs>,
            <rs type="person" ref="#sapitus_johannes">Johannes Sapitus</rs> und <rs type="person" ref="#franck_sebastian">Sebastian Franck</rs> geschadet habe und auch <rs type="person" ref="#zilli_dominik">Dominik Zilli</rs> gefährden könnte. Siehe hier v.a. <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 4, 34,11–37,45 Nr. 313</rs>. Zu <rs type="person" ref="#zilli_dominik">Dominik Zilli</rs> und seiner Verteidigung einer völligen Autonomie
          der Kirche gegenüber dem Staat in Bezug auf den Bann (worauf auch <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> eingehen, s.u.) im Jahr 1531/32 sowie zu seinen Positionen, die
          manchen als täuferfreundlich erschienen, siehe auch die Einleitung zu <ptr type="wdb" target="kgk_329_introduction.xml"/>. Noch 1533 war die Debatte über die Exkommunikation
          und allgemein über das Verhältnis von kirchlicher und staatlicher Obrigkeit in <rs type="place" ref="#sankt_gallen">St. Gallen</rs> nicht verstummt, vor allem wegen <rs type="person" ref="#zilli_dominik">Zilli</rs>, siehe z.B. den beunruhigten Brief von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Martin Bucer</rs> an <rs type="person" ref="#vadian_joachim">Joachim Vadian</rs> vom 13. August 1533 in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 10, 113,2–9 Nr. 729</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n8" ref="#a8" n="8">Ein Überblick in <rs type="bibl" ref="#deppermann_schwenckfeld_1986"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_103n" ref="#a344i_103n" n="9">Zu <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Predigten vom Juni 1532, die den Stadtrat scharf kritisierten,
          siehe die Einleitung zu <ptr type="wdb" target="kgk_349_introduction.xml"/> mit <ptr type="wdb" target="kgk_349_introduction.xml#n349i_103n"/>. Zum historischen Kontext
          dieser Predigten vor dem Hintergrund der internen Diskussion in der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche nach der <rs type="place" ref="#kappel">Kappeler</rs>
          Schlacht und der Verfolgung der Täufer siehe <rs type="bibl" ref="#holenstein_bullinger_2007">, 191f.</rs> Zu <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Auseinandersetzungen auch mit <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, siehe <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_102n"/>
          unten.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_109n" ref="#a344i_109n" n="10">Allgemein zum Verhältnis
          zwischen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> siehe <rs type="bibl" ref="#mclaughlin_bucer_1993"/>. Zur Auseinandersetzung zwischen <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> und <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> auf der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Synode vom Juni
          1533 siehe <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 783–800 Nr. 138–140</rs>. Zur Bedeutung der
            <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Synode von 1533 für die Ausgrenzung
          und Ausweisung von Dissidenten und der historischen Einordnung siehe <rs type="bibl" ref="#dingel_integration_2021"/>. Ein ähnlicher Prozess der Disziplinierung religiöser
          Debatten unter der Kontrolle des Stadtrats hatte 1532 auch in <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> stattgefunden, s.u. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_102n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n11" ref="#a11" n="11">
                    <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Brief an <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> ist
          verschollen, er bezieht sich in seinem ersten Antwortschreiben vom 3. März 1533 jedoch
          darauf, wobei er angibt, den <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Theologen nie
          persönlich getroffen zu haben, <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 750.16–18.24f.;
            751.4</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_102n" ref="#a344i_102n" n="12">Vgl. den Brief <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Juds</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> von Anfang März 1532, in dem er seine Position
          – die nicht immer mit derjenigen der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Antistes
          übereinstimmte, der eher zu einer Einigung mit dem Stadtrat neigte – zur Exkommunikation,
          zur Gewalt gegen Minderheiten und zum Verhältnis von kirchlicher und weltlicher Macht klar
          darlegt; der Brief schließt mit der Erklärung <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs>,
          dass er bereit sei, eine andere Beschäftigung zu suchen, falls seine Vorstellungen in <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> Augen als nicht im Einklang mit
          der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche gewertet würden; vgl. <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 57f. Nr. 70</rs>. Auf <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> Antwort vom 15. März, der pragmatisch eine
          enge Zusammenarbeit zwischen kirchlicher und weltlicher Macht für unvermeidlich hielt
          (vgl. <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 70–75 Nr. 74</rs>), erwiderte <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>, dass aus seiner Sicht Kirche und Obrigkeit unterschiedliche
          Naturen und Zwecke hätten und nur die Kirche zur Exkommunikation berechtigt sei (<rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 76–78 Nr. 75</rs>). Zu <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> in seinen Predigten vorgenommenen Frontalangriff gegen den Rat der Stadt im
          Juni 1532 siehe oben <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_103n"/>. Der
          Konflikt wurde in einer Verhandlung zwischen den <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Theologen und dem Stadtrat am 27. Juni 1532 beigelegt, an deren Ende der
          Stadtrat zwar die Predigtfreiheit zusicherte, aber deren Spielraum regelte, indem er
          verlangte, dass die Theologen ihre Anliegen zuerst mit den sogenannten
            <quote>Fürträge</quote> (siehe hier auch die Einleitung zu <ptr type="wdb" target="kgk_338_introduction.xml"/>) der Obrigkeit vorlegen sollten, die sich im
          Gegenzug dazu verpflichtete, ihnen zuzuhören. Nur wenn die Obrigkeit nicht auf sie hören
          würde, könnten die Theologen ihre Anliegen frei von der Kanzel predigen. Siehe die
          Darstellung der Verhandlung in <rs type="bibl" ref="#bullinger_reformationsgeschichte_1840"> 3, 322–329 Nr. 508</rs>. Siehe für weitere
          bibliografische Hinweise auch <rs type="bibl" ref="#holenstein_bullinger_2007">,
            192–195</rs>. Wir wissen nicht, wie <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> nach seiner Rückkehr aus <rs type="place" ref="#altstaetten">Altstätten</rs> (im Rheintal) im Januar 1532 auf diese Spannungen innerhalb der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche reagierte; seine fortschreitende
          Eingliederung in die Kirchenstruktur und die damit verbundenen Initiativen sowohl auf der
          Ebene der theologischen Diskussion (vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml"/>) als auch auf der Ebene der politischen Entscheidung in der Stadt (<ptr type="wdb" target="kgk_338_introduction.xml"/>) können vielleicht als Versuch der Disziplinierung
          möglicher kritischer Stimmen gedeutet werden. Die Diskussion über das Verhältnis von
          kirchlicher Macht und städtischer Obrigkeit war 1533 gerade in den Gebieten um <rs type="place" ref="#sankt_gallen">St. Gallen</rs> noch sehr stark; s.o. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_101n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n13" ref="#a13" n="13">Die Themen, die <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> explizit aus <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Brief zitiert, sind das Verhältnis von alter und neuer Tyrannei
          gegen die Freiheit des christlichen Glaubens sowie die Unabhängigkeit der Kirche (<rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 751,4–13</rs>), die Ursache der <quote>jrrung wider die
            freiheit des glaubens</quote> (<rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 751,29f.</rs>), <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Bitte um ein Buch zum Verhältnis von Kirche und
          Staat (<rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 755,23–32</rs>). Siehe zum Magistrat auch unten
            <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_106n"/>. Aus der Antwort <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> geht deutlich hervor, dass
            <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> ein Exemplar der Schrift <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> über den Unterschied zwischen Altem und
          Neuem Testament besaß, las und kommentierte; s.u. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_104n"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_105n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n14" ref="#a14" n="14">
                    <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> vertritt die Freiheit des Christen nicht
          nur gegenüber der staatlichen Obrigkeit, sondern auch gegenüber der durch Bischöfe oder
          Seelsorger verkörperten kirchlichen Gewalt im Allgemeinen. Siehe z.B. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 752,12–753,15; 753,25–28</rs> (nur Christus regiert mit seinem Wort
          die Kirche, nur der Heilige Geist unterweist die Gläubigen); 754,38f.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_104n" ref="#a344i_104n" n="15">
                    <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> schickte auch ein Buch zu diesem Thema an
            <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> (siehe <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            756,22–25</rs>). Das Buch über den christlichen Sabbat und den Unterschied zwischen dem
          Alten und dem Neuen Testament ist mit einem Schreiben an <rs type="person" ref="#liechtenstein_leonard">Leonhard von Lichtenstein</rs> zu identifizieren, das, am
          1. Januar 1532 verfasst, kurz darauf zum Druck gegeben und 1533 neu aufgelegt wurde; das
          an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> gesendete Buch ist ediert in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 444–518 Nr. 126</rs>. In dem Brief vom 3. März 1533 kündigt er zudem
          die Zusendung eines zweiten Buches an, das <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Jud</rs>
          und der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche im Allgemeinen helfen sollte
          zu verstehen, was das geistliche Urteilsvermögen sei und wie man es ausüben könne; vgl.
            <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 767,1–3 mit Anm. 1</rs>, wo die übermittelte Schrift
          mit einer Darstellung der Figuren des Alten Testaments (datiert ca. Januar 1533)
          identifiziert wird; diese Schrift ist ediert in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            654–657 Nr. 133</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_105n" ref="#a344i_105n" n="16">Es handelt sich dabei
          auch um ein Manuskript über den Unterschied zwischen Altem und Neuem Testament aus der
          Zeit um 1531 (siehe die Edition in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 414–443 Nr.
            125</rs>), das <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> in seinem ersten, heute
          verlorenen Brief an <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs>
          ausführlich zitierte und indirekt in der Antwort des Schlesiers vom 3. März 1532 wieder
          thematisiert wurde. <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> war offenbar im Besitz einer
          handschriftlichen Abschrift dieses Schwenckfeldtextes und bespricht insbesondere den
          zweiten Teil mit dem Titel <quote>Von der Figur vnnd waarheit/ wie das wort gottes ewig/
            und sein will unwandelbar sej unnd bleibe</quote>; siehe die entsprechenden Passagen in
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Antwort in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 756–762</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_106n" ref="#a344i_106n" n="17">Eine Zusammenfassung der
          berührten Punkte und der jeweiligen Position <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> findet sich am Ende des Schreibens, <rs type="bibl" ref="#cs_1907">
            IV, 769,15–38</rs>. Es folgt, wie von <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>
          gewünscht, eine Erörterung des achten und letzten Punktes, der den Magistrat betrifft, <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 769,39–770,36</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n18" ref="#a18" n="18">Siehe z.B. die Marginalien in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 762</rs> mit einem eindeutigen Hinweis auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Schrift <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee205">
                        <term type="title">Von Mannigfaltigkeit des Willens
            Gottes</term>
                    </ref> (<ref type="print">KGK V, Nr. 239</ref>). Im Brief vom 3. März 1532
          zeigt <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs>, dass er auch über
            <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> jüngste Veröffentlichungen
          informiert ist, vgl. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 765,8–12</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n19" ref="#a19" n="19">Die Konzepte vom Reich Christi bzw.
          Reich Gottes (vgl. zu <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>
          <ref type="print">KGK IV, Nr. 191</ref>) oder die Vorstellung von einer Schule Christi
          bzw. Schule Gottes (zu <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> vgl. <ref type="print">KGK V, Nr. 232</ref>) könnten Ähnlichkeiten aufweisen, aber im Gegensatz zu
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> hat <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> nie für eine klare Trennung zwischen Altem und
          Neuem Testament plädiert, sondern im Gegenteil ihre enge Übereinstimmung vertreten; vgl.
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Brief <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 756,33–38</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_107n" ref="#a344i_107n" n="20">Es ist anzunehmen, dass
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> auch zu ähnlichen Themen geschrieben hatte, und
          zwar aufgrund der an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> gerichteten Aufforderung am
          Ende des hier besprochenen Schreibens vom 3. März 1533: <quote>Was ihr nicht lesen
            koͤndet/ wirt unser lieber Brůder A. C. fuͤrlesen</quote> (<rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 771,8f.</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_108n" ref="#a344i_108n" n="21">Siehe auch ähnliche
          Überlegungen in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 899 Nr. 153</rs> zu dem hier
          dokumentierten verschollenen Brief <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>. Siehe
          auch <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> harsche Worte in dem
          Brief an <rs type="person" ref="#vadian_joachim">Vadian</rs>, der hier als Referenztext zu
          dieser Einheit aufgeführt ist.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n22" ref="#a22" n="22">Ediert in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 801–811 Nr. 141</rs>, mit Verweis auf den verschollenen Brief <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV 802,2f.;
            805,23–25</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n23" ref="#a23" n="23">
                    <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            803,2–4</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n24" ref="#a24" n="24">Die offene Konfrontation mit <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> thematisiert <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> in seinem Brief auch mit einem Verweis auf
          die Erklärung des <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen auf der
          Synode des vorangegangenen Juni (s.o. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_109n"/>), er wolle auf <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Schrift über den Unterschied zwischen
          Altem und Neuem Testament antworten (eine Abschrift dieser Schrift hatte <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> gelesen, wie die Reaktion <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> in seiner Antwort an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> vom 3. März bestätigt, s.o. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_104n"/>), siehe <rs type="bibl" ref="#cs_1907">
            IV, 810,9–12</rs>. <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs>
          Briefe an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> vom 3. März und 5. Juli waren auch <rs type="person" ref="#bader_johann">Johann Bader</rs> bekannt, der in einem Brief aus
          Landau an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Martin Bucer</rs> vom 31. Juli 1533 den
            <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen auffordert, <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Argumente aus den Briefen an
            <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> zu berücksichtigen, bevor er auf die Schrift
          über das Neue und Alte Testament antwortet, wie er es auf der Junisynode angekündigt
          hatte; <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 10, 87,8–88,.6 Nr. 723</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n25" ref="#a25" n="25">Über das Treffen zwischen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und den <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Theologen im Mai 1533 siehe <ptr type="wdb" target="kgk_339_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n26" ref="#a26" n="26">Vgl. z.B. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 807,2–10</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n27" ref="#a27" n="27">Zur Beunruhigung der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen über den Einfluss <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> auf <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> siehe z.B. <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Brief an <rs type="person" ref="#blaurer_ambrosius">Ambrosius Blarer</rs> vom 22. September 1522; <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 10, 183.9–184.7 Nr. 747</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n28" ref="#a28" n="28">Der Brief ist in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 824–843 Nr. 143 ediert, vgl. hier insbesondere 843,3–11</rs>. Der
          Brief wurde in <rs type="place" ref="#speyer">Speyer</rs> geschrieben; <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> wird gebeten, eine mögliche Antwort entweder an <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> oder an den Bürgermeister in <rs type="place" ref="#augsburg">Augsburg</rs> zu schicken, wohin <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> unterwegs war. <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> reiste aus <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> Ende
          August / Anfang September 1533 ab.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n29" ref="#a29" n="29">Siehe z.B. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 831,7f.</rs>, wo <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> die Passage aus dem verschollenen Brief <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> aufgreift, in der dieser ihm mitteilt, dass auch er <quote>In
            eyner kyrchen sein</quote> muss. Siehe auch <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            832,9–11; 834,11; 837,11–13</rs>. In diesem dritten Brief <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> wird auch das Thema der Kindertaufe erörtert, die <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> für eine Verfälschung der von Christus
          verkündeten Taufe in Geist und Feuer hält, vgl. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            839,18–840,7</rs>. Auch zu diesem Thema gibt es keine Spuren eines Austauschs zwischen
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n30" ref="#a30" n="30">Siehe insbesondere <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 832–834</rs>, mit klarem Bezug zur Verfolgung der Wiedertäufer. Der
          Vorwurf der Häresie und die Verfolgung derer, die andere Auffassungen vertreten, sind nach
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> ein Zeichen für die
          Herrschaft der Welt und des Fleisches, die die Freiheit Christi und des Geistes
          unterdrücken; siehe z.B. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 836,14–30</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n31" ref="#a31" n="31">Signifikant ist die Passage in <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Brief in <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 840,32–842,17</rs> gegen die Konkordienversuche, die <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vorschlug und zu denen die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> offenbar überredet wurden.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n32" ref="#a32" n="32">Vgl. in diesem Zusammenhang <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> verärgerte Reaktion auf den
          Meinungswandel, den <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> in seinem Brief vom 10.
          September zum Ausdruck bringt, auch im Hinblick auf die Verurteilung und Inhaftierung von
            <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchior Hoffman</rs> in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs>; vgl. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            835,3–836,13</rs>. Es ist nicht auszuschließen, dass das Schicksal <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Hoffmans</rs> Gegenstand von Gesprächen zwischen <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> gewesen sein könnte; zu den Kontakten zwischen
            <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Hoffman</rs> siehe <ref type="print">KGK VIII, Nr. 319</ref>.
          Siehe auch den Bezug zu einer Passage in <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs>
          drittem Brief (zwischen dem 15. Juli und dem 10. September verfasst), wo dieser sich für
          die Ansichten entschuldigt, die in seinem ersten Brief (vor dem 3. März verfasst) denen
            <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> nahe standen (<rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 836,35</rs>). <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> äußerte sein offenes Bedauern gegenüber <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>, der sich zu einer Übereinstimmung mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> in der Abendmahlsfrage verführen ließ und
          sich damit von dem, was er bei seiner ersten Kontaktaufnahme mit dem Schlesier vertreten
          hatte, völlig entfernt habe; vgl. <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV, 840,14–31;
            842,18–30</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n33" ref="#a33" n="33">
                    <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            842,8–11</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n34" ref="#a34" n="34">
                    <rs type="bibl" ref="#cs_1907"> IV,
            843,15f.</rs>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n35" ref="#a35" n="35">
                    <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 3,
            254,19–23 Nr. 300</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n36" ref="#a36" n="36">Neben <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Briefen leitete <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> am 15. Dezember 1533 auch Briefe von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs>
          an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> weiter, mit denen er über
          die Kirche und die Kindertaufe diskutiert hatte (vgl. <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 3,
            254,2–5 Nr. 300</rs>), Themen, die auch von <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> in seinen Briefen an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>
          angesprochen wurden. In jenen Monaten taucht in <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Korrespondenz mehrfach die Sorge um <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> auf. Siehe hier aber vor allem <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Brief direkt an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> vom 30. November
          1533; dieser entspricht dem von <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> in seinem hier erörterten Brief
          vom 15. Dezember weitergeleiteten, ediert in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 10, 395–405 Nr. 800</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n37" ref="#a37" n="37">
                    <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 3,
            254,5–19 Nr. 300</rs>. <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> und <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> hatten dasselbe Thema bereits im Jahr zuvor
          erörtert, s.o. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_102n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n38" ref="#a38" n="38">Der Brief ist ediert in <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 3, 255–259 Nr. 301</rs>. In diesem Brief erwähnt <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> keinen Briefwechsel zwischen <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n39" ref="#a39" n="39">Die Existenz des Briefes <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> wird durch <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> Antwort vom 2. März 1534 bestätigt, s.u.
            <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_110n"/>. <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Brief an <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs> vom 25. Dezember 1533 wird auch von <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> in seinem Brief an <rs type="person" ref="#vadian_joachim">Vadian</rs> vom 3. Januar 1534 kurz erwähnt; siehe <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 4, 35,24–26 Nr. 313</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n344i_110n" ref="#a344i_110n" n="40">Der Brief <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfelds</rs> an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> vom 2. März 1534 ist ediert in <rs type="bibl" ref="#cs_1907">
            V, 3–10 Nr. 157</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n41" ref="#a41" n="41">Siehe z.B. <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Brief an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vom
          27. April 1534, in dem er ihm vorwirft, gegenüber <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs>, der als zorniger und streitsüchtiger Mann beschrieben wird, zu beschützend
          und gegenüber <rs type="person" ref="#schwenckfeld_caspar">Schwenckfeld</rs>, dessen Leben
          untadelig sei, zu hart zu sein; siehe <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 11,
            178–188 Nr. 855</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n42" ref="#a42" n="42">Siehe den Referenztext zu dieser
          Einheit.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n43" ref="#a43" n="43">S. o. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_103n"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_102n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n44" ref="#a44" n="44">S. o. <ptr type="wdb" target="kgk_344_introduction.xml#n344i_109n"/>.</note>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>