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        <title type="main">Verschollen: Wolfgang Capito an Andreas Karlstadt</title>
        <title type="short">Capito an Karlstadt</title>
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          <persName>Stefania Salvadori</persName>
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          <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
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          <persName>Moritz Laeger</persName>
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        <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
        <date type="created" when="2025"/>
        <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
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          <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
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          <author>Andreas Karlstadt</author>
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                        <supplied>Straßburg</supplied>
                    </placeName>
          <date notBefore="1532-06-24" when="1532-06-24">
                        <supplied>1532, vor/am 24.
            Juni</supplied>
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      <p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
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        <p>
                    <ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische
            Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt</ref>
                </p>
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      <div type="introduction_codex_lost">
        <div type="reference">
          <head level="1"/>
          <p>
                        <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Wolfgang Capito</rs> aus <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Heinrich Bullinger</rs> in <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> am 24. Juni
            1532: <quote>
                            <rs type="person" ref="#luther_martin">Lutherus</rs> lacessit prior, sed a
              suis contemnitur, si illi respondendo insanienti suum locum non redderemus. Non
              periclitabitur causa, si talione abstinemus causa fideliter explanata. Et tamen spero,
              ut es ingenio miti, vehementiam <rs type="person" ref="#jud_leo">Leoninam</rs>, si
              quid ille immoderatius prae se tulerit, moderatam. Reliqua in hanc rem ad <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolstadium</rs>, quae velim lecta, cognita,
              meditata et expensa piis omnibus, postquam nihil aeque detester, quam funestissimam
              inter pios dimicationem.</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>
                    </p>
        </div>
        <div type="evidence">
          <head level="1">Entstehung und Inhalt</head>
          <p>Am 17. Juni 1532 unterzeichneten die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs>
            Geistlichen ihren Widmungsbrief (siehe die Beilage zu <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml"/>) zu <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Juds</rs>
            deutscher Übersetzung eines Traktats über die Eucharistie des mittelalterlichen Mönchs
              <rs type="person" ref="#rathramnus_corbie">Rathramnus</rs>. In diesem Widmungsbrief
            antworteten sie öffentlich auf den Angriff, den <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> im Februar zuvor mit seinem <term type="title">Sendbrief an Albrecht von
              Preußen</term> gegen sie unternommen hatte.<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> Der Druck des Widmungsbriefes und der Übersetzung <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> erschien bei <rs type="person" ref="#froschauer_christoph">Froschauer</rs> in der zweiten Hälfte, noch wahrscheinlicher gegen Ende Juni
              1532.<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/> Obwohl sich bereits in den
            Monaten zuvor Gerüchte über die Vorbereitung eines Gegenangriffs der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> verbreitet hatten und sich daher die Versuche, sie davon
            abzubringen, mehrten,<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/> versuchten
            die <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen auch im Juni, als die
            Veröffentlichung offensichtlich noch nicht bekannt war, eine offene Konfrontation mit
              <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> zu vermeiden. So schrieb Bucer am
            23. Juni 1532 ausführlich an <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Jud</rs>. Er betonte
            die unbestreitbaren Verdienste <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs>,
            gleichzeitig verurteilte er dessen Angriffe auf die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs>, die er gar als Diener Satans bezeichnet hatte, war aber der Meinung,
            dass eine Erwiderung auf <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs>
            Beschimpfungen alles nur unnötig verschlimmern würde. <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> verwies auf <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> Schrift <term type="title">Vom Abendmahl Christi Bekenntnis</term>,
            welche in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> auf einen möglichen
            Kompromiss hoffen lassen könnte, womit er die Diskussion wieder auf das Thema Abendmahl
            lenkte, dem er einen großen Teil seines Schreibens widmete.<anchor type="footnote" xml:id="a337i_102n" ref="#n337i_102n" n="5"/> Am nächsten Tag, dem 24. Juni, schrieb
              <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Wolfgang Capito</rs> in einer offensichtlich
            konzertierten Aktion an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> und
            wiederholte – allerdings weniger eindringlich und artikuliert als <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> – den Aufruf zur Eintracht. Die Schrift gegen den
            Wiener Bischof <rs type="person" ref="#fabri_johann">Johann Fabri</rs> sei in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> begeistert gelesen worden,<anchor type="footnote" xml:id="a6" ref="#n6" n="6"/> man habe sich aber besonders gefreut,
            dass <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>
            <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> nicht so angegriffen habe, wie er es
            verdient hätte.<anchor type="footnote" xml:id="a7" ref="#n7" n="7"/> Vor diesem
            Hintergrund steht die hier als Referenztext für einen heute verschollenen Brief <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> zitierte Passage. Der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologe wiederholt zunächst den Rat <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs>. <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> habe zuerst angegriffen, werde aber von seinen eigenen Anhängern
            verachtet – man müsse nur aufpassen, ihm, der wahnsinnig sei, durch eine Antwort seinen
            Platz nicht zurückzugeben. Verzichte man auf Vergeltung, sei die Sache, wenn sorgfältig
            erklärt, nicht gefährdet. <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> äußerte
            danach seine Hoffnung, <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> könne
              <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo Juds</rs> Leidenschaftlichkeit (falls er etwas
            Unbesonnenes vorhabe) mäßigen.<anchor type="footnote" xml:id="a8" ref="#n8" n="8"/> Das
            Übrige sei (offenbar in einem heute verschollenen und ebenso auf um den 24. Juni zu
            datierenden Brief) an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> gesandt
            worden – es solle von allen Frommen gelesen, wahrgenommen und bedacht werden; <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> verabscheue nichts mehr als den
            verderblichen Kampf unter Frommen.</p>
          <p>Die Bemühungen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> und <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs>, einen offenen Konflikt mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> zu vermeiden, sind vor dem Hintergrund der
            Verhandlungen am Rand des <rs type="place" ref="#regensburg">Regensburger</rs>
            Reichstages zu interpretieren, die die <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Kirche in jenen Monaten in <rs type="place" ref="#schweinfurt">Schweinfurt</rs> führte, mit dem Ziel, wenn nicht den Religionsfrieden, so doch
            wenigstens einen Waffenstillstand zu erreichen.<anchor type="footnote" xml:id="a9" ref="#n9" n="9"/> Um die evangelische Front möglichst geschlossen zu halten und die
            internen theologischen Differenzen zu relativieren, gelang es der Kirche in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs>, die süddeutschen Reichsstädte, die sich
            der in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> entstandenen <term type="title">Confessio Tetrapolitana</term> angeschlossen hatten (<rs type="place" ref="#lindau">Lindau</rs>, <rs type="place" ref="#konstanz">Konstanz</rs>, <rs type="place" ref="#memmingen">Memmingen</rs>), davon zu überzeugen, die <term type="title">Confessio Augustana</term> und deren Apologie ebenfalls zu unterschreiben, da – das
            war vor allem <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Argument – zwischen
            beiden keine wesentlichen Unterschiede bestünden. So konnte in den <rs type="place" ref="#schweinfurt">Schweinfurter</rs> Verhandlungen zwischen März und Anfang April
            1532 eine Spaltung der reformatorischen Bewegung im Reich vermieden werden, allerdings
            um den Preis einer drohenden Isolierung der <quote>Zwinglianer</quote>, die in der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche und bei ihren Anhängern trotz
            Vermittlungsversuchen und Zusicherungen der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Kirche Empörung auslöste.<anchor type="footnote" xml:id="a10" ref="#n10" n="10"/> In den darauffolgenden Wochen und Monaten war <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> daher gezwungen, deren Entscheidungen zu rechtfertigen,
            die vielen als Widerruf ihrer früheren Positionen, insbesondere in der Abendmahlsfrage,
              erschienen.<anchor type="footnote" xml:id="a337i_101n" ref="#n337i_101n" n="11"/> Auch
            in den hier aufgeführten Briefen von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs>
            und <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> vom 23. bzw. 24. Juni an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> und <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> – zu denen wohl noch der in dieser Einheit dokumentierte, heute
            verschollene Brief <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> hinzukommen dürfte – ging es
            darum, die theologischen, insbesondere über das Abendmahl bestehenden Differenzen zu
            relativieren und auf die Einheit mit den Gegnern aufgrund des gemeinsamen christlichen
            Glaubens zu drängen, dessen wesentliche Punkte alle teilten.<anchor type="footnote" xml:id="a12" ref="#n12" n="12"/> Die Aufforderung, nicht auf den <term type="title">Sendbrief an Albrecht von Preußen</term> zu antworten, war ein Teil dieser breiteren
            argumentativen Strategie. Die Antwort der <rs type="place" ref="#zuerich">Züricher</rs>
            ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Sie veröffentlichten nicht nur <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Übersetzung des Textes von <rs type="person" ref="#rathramnus_corbie">Rathramnus</rs> mit ihrem langen Widmungsbrief (siehe die
            Beilage zu <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml"/>), sondern <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> erläuterte in seinem Brief an
              <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vom 12. Juli 1532 die Argumente der
              <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs>. Er wies die in dem Schreiben des <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen vom 23. Juni an <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> formulierte Aufforderung zur Einheit und die aus
            seiner Sicht darin enthaltene Verteidigung <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> zurück und betonte, dass die Differenzen mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> nicht geringfügig seien. Dessen Angriffe auf die
            Schweizer (und insbesondere auf die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs>)
            verurteilte er aufs Schärfste, griff den Abendmahlsstreit auf (wobei er <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> zu den unschuldigen Männern
            zählte, die <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> in dieser Frage
            angegriffen und verfolgt hatte) und bedauerte offen die Entscheidung der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Kirche, sich der <term type="title">Confessio Augustana</term> anzuschließen. Das, so <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> abschließend, sei nicht nur seine persönliche
            Position oder die von <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>,<anchor type="footnote" xml:id="a337i_105n" ref="#n337i_105n" n="13"/> sondern auch die der anderen Theologen
              <rs type="person" ref="#pellikan_konrad">Pellikan</rs>, <rs type="person" ref="#bibliander_theodor">Bibliander</rs>, <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#schmid_erasmus">Schmid</rs>.<anchor type="footnote" xml:id="a337i_104n" ref="#n337i_104n" n="14"/> Dieser Brief <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vom 12. Juli kann daher als eine kollektive
            Stellungnahme der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche gegenüber dem von
            den <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologen in jenen Monaten
            ausgeübten Druck gesehen werden.<anchor type="footnote" xml:id="a15" ref="#n15" n="15"/>
            Die Diskussion setzte sich mit einem langen Brief <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> fort, ein endgültiger Einigungspunkt wurde jedoch nicht erreicht.<anchor type="footnote" xml:id="a337i_103n" ref="#n337i_103n" n="16"/> Noch im Mai 1533
            konnten <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Theologen kaum eine gemeinsame Haltung gegen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> feststellen, wenngleich sich die Töne
            deutlich abgemildert hatten (vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_339_introduction.xml"/>).
            Es ist nicht auszuschließen, dass durch die offene Konfrontation mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> und die Distanzierung von den <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Einigungsvorschlägen die theologische Einbindung
              <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> in die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kirche beschleunigt wurde. Sicherlich verheimlichte <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> in den folgenden Monaten nicht seine
            Überzeugung, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> die Ursache
            für die in seinen Augen unnötige Renitenz der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> sei.<anchor type="footnote" xml:id="a17" ref="#n17" n="17"/>
                    </p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="crit_app"/>
      <div type="footnotes">
        <note type="footnote" xml:id="n1" ref="#a1" n="1">Ediert in <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 150,25–30 Nr. 108</rs>; Original in StA Zürich, E II 347, fol. 29–32.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">Zur Kontextualisierung von <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs>
          <term type="title">Sendbrief an Albrecht von Preußen</term> und der Reaktion der <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> siehe <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">
                    <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> handschriftlicher Entwurf des Briefes, mit dem
          ein Exemplar des Bandes (Widmungsbrief und <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs>
          deutsche Übersetzung) an <rs type="person" ref="#albrecht_i_preussen">Albrecht von
            Preußen</rs> geschickt wurde, ist undatiert; <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 10A, 40
            Nr. 108</rs> datiert den Entwurf auf Juni 1532.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">Siehe hier <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml#n334i_105n"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml#n334i_106n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n337i_102n" ref="#a337i_102n" n="5">
                    <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 150–165 Nr. 150</rs>. In dem Brief erwähnt <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> auch <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwinglis</rs> Weigerung im Jahr 1530, die <term type="title">Confessio Tetrapolitana</term> zu unterzeichnen, die damals schon als vermittelnde
          Position zwischen <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> und <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> konzipiert wurde; siehe <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwinglis</rs> Brief an <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> und <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vom 12. Februar 1531
            (<rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 5, 262–266 Nr. 389</rs> = <rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 11, 339–343 Nr. 1168</rs>). Siehe <rs type="bibl" ref="#moeller_bekenntnisse_2007"/>. Der Verweis auf die <term type="title">Confessio
            Tetrapolitana</term> muss im Kontext der religiösen Diskussionen jener Monate in <rs type="place" ref="#schweinfurt">Schweinfurt</rs> (s.u.) gesehen werden, in denen die <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Kirche versuchte, eine
          Konkordienstrategie mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> zu
          eröffnen.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n6" ref="#a6" n="6">Im Mai 1532 verfasste <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> seine Replik auf <rs type="person" ref="#fabri_johann">Johann Fabri</rs> (<rs type="bibl" ref="#vd16"> B 9554</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n7" ref="#a7" n="7">Der Brief <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> ist ediert in <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2,
            149–151 Nr. 108, hier v.a. 150,14f.</rs> Siehe auch <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 3, 54f. Nr. 483</rs> (nur Regest, worauf hier auch
          hingewiesen sei). Bereits am 21. April hatte <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs>
          <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> geschrieben, er begrüße sehr eine
          Erwiderung auf <rs type="person" ref="#fabri_johann">Fabri</rs>, rate aber von einer
          offenen Kritik an <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> ab; vgl. <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 109,15–110,30 Nr. 109</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n8" ref="#a8" n="8">
                    <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> hatte vermutlich gehört, dass <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> an
          einer Antwort an <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> arbeitete; vgl. <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 150,14f. Nr. 108</rs>: <quote>At male vereor <rs type="person" ref="#jud_leo">Leonis</rs> conatum vix casurum eque feliciter.</quote>
          Es ist nicht klar, ob <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> den Brief der
            <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Geistlichen vom 17. Juni (veröffentlicht in
            <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml"/>) kannte und ihn <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs> zuschrieb – wie <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 150 Anm. 7
            Nr. 108</rs> vermutet – oder ob er einfach gehört hatte, dass <rs type="person" ref="#jud_leo">Jud</rs>
          <rs type="person" ref="#rathramnus_corbie">Rathramnus'</rs> Traktat übersetzt hatte (<rs type="person" ref="#haller_berchthold">Berchthold Haller</rs> wusste angeblich davon
          bereits Anfang Juni 1532; vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml#n334i_108n"/>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n9" ref="#a9" n="9">Zu den zunächst in <rs type="place" ref="#schweinfurt">Schweinfurt</rs> und dann in <rs type="place" ref="#nuernberg">Nürnberg</rs> geführten Verhandlungen über eine theologische Verständigung zwischen den
          Altgläubigen und den reformatorisch Gesinnten, die am 23. Juli 1532 in den <rs type="place" ref="#nuernberg">Nürnberger</rs> Religionsfrieden mündeten, im Zuge dessen
          das <rs type="place" ref="#worms">Wormser</rs> Edikt aufgehoben wurde und den
          Unterzeichnern der <term type="title">Confessio Augustana</term> eine begrenzte Freiheit
          bis zum nächsten Konzil oder Reichstag zugesichert wurde, siehe auch <ptr type="wdb" target="kgk_334_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n10" ref="#a10" n="10">Siehe <rs type="bibl" ref="#bucer_schriften_1960"> 4, 409–415</rs> (Einleitung), 416–427 (Gutachten über die
            <term type="title">Confessio Augustana</term>, März 1532), 428–431 (Stellungnahme zu den
          Vermittlungsvorschlägen der Kurfürsten von <rs type="place" ref="#mainz">Mainz</rs> und
          der Pfalz in <rs type="place" ref="#schweinfurt">Schweinfurt</rs>, April 1532), 432–439
          (Gutachten über die <rs type="place" ref="#schweinfurt">Schweinfurter</rs> Artikel, vom
          6.–9. Mai), 440–448 (Gutachten zu den Verhandlungen in <rs type="place" ref="#nuernberg">Nürnberg</rs>, vom 26./27. Juni 1532). Die <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> widersetzten sich dem Ausschluss der Zwinglianer und Täufer unter
          namentlicher Anrufung des Friedens. Zu den Reaktionen der zwinglianisch orientierten
          Prediger siehe folgende <ptr type="wdb" target="kgk_337_introduction.xml#n337i_101n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n337i_101n" ref="#a337i_101n" n="11">Siehe zum Beispiel die
          empörte Reaktion der Augsburger Prediger im Brief von <rs type="person" ref="#wolfhart_bonifacius">Bonifacius Wolfhart</rs> an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vom 12. Mai 1532, wo die Abendmahlsfrage ausführlich als
          ein Punkt behandelt wurde, in dem eine Einigung mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> unmöglich sei; <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 44–53 Nr.
            584</rs>. Siehe auch <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> ausführliche und
          artikulierte Antwort von Ende Mai 1532 mit einer Widerlegung der von <rs type="person" ref="#wolfhart_bonifacius">Wolfhart</rs> angeführten Punkte, in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 85–123 Nr. 591</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n12" ref="#a12" n="12">Vgl. hierzu insbesondere den <ptr type="wdb" target="kgk_337_introduction.xml#n337i_102n"/> erwähnten Brief von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> an <rs type="person" ref="#jud_leo">Leo
            Jud</rs> vom 23. Juni mit seinem langen Exkurs über die Meinungsverschiedenheiten mit
            <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> bezüglich der Abendmahlsfrage, deren
          Geschichte auf die publizistische Offensive <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> von 1524/25 zurückgeht, hier insbesondere <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 154–165 Nr. 598</rs>. Es war genau dieser Brief <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> vom 23. Juni, der die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> befürchten ließ, der <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburger</rs> Theologe sei der lutherischen Lehre verfallen (vgl. den Brief des <rs type="place" ref="#basel">Baslers</rs> an den <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Geistlichen vom 17. Juli 1532, <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 112,
            162–164 Nr. 112</rs>). Diese Befürchtung – die die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> nicht nur gegenüber dem <rs type="place" ref="#basel">Basler</rs>
          Prediger, sondern auch gegenüber den <rs type="place" ref="#bern">Bernern</rs> (Hinweis
          der <rs type="place" ref="#bern">Berner</rs> Prediger an die <rs type="place" ref="#zuerich">Zürcher</rs> Kollegen, 9. Juli 1532, <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2,
            152 Nr. 109</rs>) geäußert hatten – wurde von <rs type="person" ref="#grynaeus_simon">Simon Grynaeus</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>
          selbst übermittelt (<rs type="person" ref="#grynaeus_simon">Grynaeus</rs> an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs>, 19. Juli, <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 231–234 Nr. 612</rs>). <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> beschwert sich darüber direkt bei den <rs type="place" ref="#zuerich">Zürchern</rs> in seinem Brief vom darauffolgenden 12. August, wie <ptr type="wdb" target="kgk_337_introduction.xml#n337i_103n"/>, hier insbesondere <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 176,14–17 Nr. 121</rs> = <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 256,19–25 Nr. 618</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n337i_105n" ref="#a337i_105n" n="13">
                    <rs type="person" ref="#jud_leo">Juds</rs> Antwort an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> ist
          ebenso auf den 12. Juli datiert; vgl. <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8,
            219–231 Nr. 611</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n337i_104n" ref="#a337i_104n" n="14">Der Brief ist ediert in
            <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 153–160 Nr. 110</rs> = <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 202–218 Nr. 610</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n15" ref="#a15" n="15">Weder auf <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> Brief an <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullinger</rs> vom 24. Juni noch auf den verschollenen und hier dokumentierten an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> ist eine Antwort bekannt. Es ist
          daher anzunehmen, dass der Brief <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vom 12. Juli auch
          als indirekte Antwort an <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs>
          diente.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n337i_103n" ref="#a337i_103n" n="16">Ein erster Brief, datiert
          auf den 12. August (ediert in <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 176 Nr. 121</rs>),
          kündigt die lange und pointierte Widerlegung <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> von <rs type="person" ref="#bullinger_heinrich">Bullingers</rs> Brief vom
          12. Juli (wie <ptr type="wdb" target="kgk_337_introduction.xml#n337i_104n"/>) an, der Ende
          August 1532 geschickt wurde und der in <rs type="bibl" ref="#hbbw_1972"> 2, 191–232 Nr.
            128</rs> = <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 281–302 Nr. 626</rs>
          ediert ist.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n17" ref="#a17" n="17">Vgl. den Brief <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> an <rs type="person" ref="#blaurer_ambrosius">Ambrosius
            Blarer</rs> von Ende Juli / Anfang August 1532, in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 8, 181, 2f. Nr. 604</rs>.</note>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>