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        <title type="main">Andreas Karlstadt an einen Straßburger Adressaten (Martin Bucer?)</title>
        <title type="short">Karlstadt an einen Straßburger</title>
        <title type="quote_title">Karlstadt an einen Straßburger</title>
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          <persName>Stefania Salvadori</persName>
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          <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
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          <persName>Moritz Laeger</persName>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
        <date type="created" when="2025"/>
        <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
        <availability status="restricted">
          <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
        </availability>
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        <bibl>
          <author>Andreas Karlstadt</author>
          <placeName>
            <unclear>Oldersum</unclear>
          </placeName>
          <date notAfter="1529-06-30">
            <supplied>1529 vor 30. Juni</supplied>
          </date>
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      <p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
      <projectDesc>
        <p>
          <ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische
            Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt</ref>
        </p>
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      <div type="introduction_codex_lost">
        <div type="reference">
          <head level="1"/>
          <p>
                        <rs type="person" ref="#bucer_martin">Martin Bucer</rs> aus <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Huldrych Zwingli</rs> in <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs>, 30. Juni 1529:
              <quote>In <rs type="place" ref="#ostfriesland">Frisia Orientali</rs>, regione ampla,
              in qua plurimi fratres sunt puriss<ex>ime</ex> Christum praedicantes, pridem impanatio
              explosa est; in ea cum scribit <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolostadius</rs>, utinam prudentia et lenitate christiano digna! Narrant tamen
              fratres, eum mire <rs type="person" ref="#luther_martin">Lutheri</rs> persecutione
              promovisse et admodum ardere in negotio Domini.</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a318i_001n" ref="#n318i_001n" n="1"/>
                    </p>
        </div>
        <div type="evidence">
          <head level="1">Inhaltliche Hinweise</head>
          <p>In demselben Brief vom 30. Juni 1529, in dem <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs>
            <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> von der Ankunft <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchior Hoffmans</rs> in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> und seinem Kampf gegen die <quote>
                            <rs type="person" ref="#luther_martin">Lutheri</rs> magiam</quote> bei den <quote>Danos, Suedos et
              Livonios</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> berichtete,
            findet sich ein Verweis auf eine schriftliche Mitteilung von <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>.<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/> Der <rs type="person" ref="#bucer_martin">Straßburger Reformator</rs> erklärt
            zunächst, er habe einen Brief von einem Gelehrten aus <rs type="place" ref="#wismar">Wismar</rs> im <rs type="place" ref="#mecklenburg">Herzogtum Mecklenburg</rs>
              erhalten.<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/> Er erwähnt dann <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs>, eine Region, in der viele Christus
            rein verkündigen, und in der der Streit um die Realpräsenz Christi längst entbrannt
              ist.<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/> In diesem Zusammenhang
            berichtet er, was <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> schrieb,
            nämlich dass man in einem solchen Streit am besten christliche Klugheit und Milde zeigen
            solle. Im Anschluss an diese Bemerkung gibt <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> die Meinung einiger nicht näher identifizierter Brüder wieder: <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> sei wegen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> Verfolgung in dieser neuen eucharistischen
            Auseinandersetzung plötzlich in den Vordergrund gerückt worden und noch mehr von regem
            Eifer für Gottes Sache entbrannt.</p>
          <p>Was <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> mit <quote>cum scribit <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolstadius</rs>
                        </quote> meint, bleibt
            unklar. Die Tatsache jedoch, dass dieser Hinweis in dem Brief getrennt von der Nachricht
            über <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Hoffmans</rs> Ankunft vorkommt, dass ihm
            unmittelbar die Nachricht vom Eingang eines anderen Briefes vorausgeht und dass ihm eine
            Meinung folgt, die – ob durch einen Brief oder durch indirekte Aussagen ist
              unklar<anchor type="footnote" xml:id="a318i_002n" ref="#n318i_002n" n="6"/> – von
            einigen <quote>fratres</quote> formuliert wurde, lässt vermuten, dass hier nicht die
            Straßburger Ausgabe des <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee272">
                            <term type="title">Dialogus über die Flensburger Disputation</term>
                        </ref> (<ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>) gemeint war.<anchor type="footnote" xml:id="a7" ref="#n7" n="7"/> Das Manuskript der Disputation hatte <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Hoffman</rs> nämlich in jenen Tagen in die <rs type="place" ref="#strasbourg">Stadt</rs> gebracht, und es ist wenig plausibel, dass er es als Werk
              <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> präsentiert oder <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> es bereits gelesen hatte, ohne es <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> mitzuteilen. Es ist daher
            anzunehmen, dass <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> sich hier auf eine
            heute verschollene schriftliche Nachricht bezieht, die <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> ihm oder jemand anderem – höchstwahrscheinlich
            in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> – aus <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a318i_006n" ref="#n318i_006n" n="8"/> zukommen ließ.</p>
          <p>Bislang sind keine Spuren eines direkten Briefwechsels zwischen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vor Mai 1530 bekannt.<anchor type="footnote" xml:id="a9" ref="#n9" n="9"/>
            Es ist jedoch anzunehmen, dass beide Theologen über die Veröffentlichungen und
            Aktivitäten des anderen informiert waren.<anchor type="footnote" xml:id="a10" ref="#n10" n="10"/> Ihr Verhältnis blieb ab Mitte der 1520er Jahre jedenfalls sehr ambivalent.
              <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> wussten sicherlich von <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> viertägigem Aufenthalt in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> zwischen Ende Oktober und Anfang November 1524,
            trafen ihn aber nicht.<anchor type="footnote" xml:id="a11" ref="#n11" n="11"/> Die
            Ereignisse in <rs type="place" ref="#jena">Jena</rs> (siehe <ref type="print">KGK VII,
              Nr. 267</ref>), die in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> kurz zuvor
            erschienenen Abendmahlsschriften <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> (<ref type="print">KGK VII, Nr. 273–279</ref>), vor allem aber die
            unterschiedliche Rezeption seiner Lehre in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> hatten zu einer distanzierten Reaktion, wenn nicht sogar zu offener
            Kritik geführt.<anchor type="footnote" xml:id="a12" ref="#n12" n="12"/> Die Verbreitung
            seiner Ideen unter dem einfachen Volk und die Anwendung seiner Argumente gegen die von
              <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Anhängern als konservativ
            empfundene Abendmahlsfeier in der <rs type="place" ref="#strasbourg">Reichsstadt</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a13" ref="#n13" n="13"/> kollidierten
            mit dem Anliegen der Straßburger Theologen, jede Spaltung und jedweden Riss im
            evangelischen Lager zu vermeiden – was nach der heftigen Konfrontation mit den
            Altgläubigen unabdingbar war, um die Einführung der Reformation in dem in innen- und
            außenpolitischer Hinsicht kritischen Jahr 1524 weiterzuführen.<anchor type="footnote" xml:id="a14" ref="#n14" n="14"/>
                    </p>
          <p>
                        <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> und <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> warfen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> vor, einen Streit über das Abendmahl ausgelöst zu haben, der sich
            disruptiv auswirke,<anchor type="footnote" xml:id="a15" ref="#n15" n="15"/> einen
            friedlichen Austausch zwischen den unterschiedlichen Interpretationen unmöglich
              mache<anchor type="footnote" xml:id="a16" ref="#n16" n="16"/> und bald sogar zum
            inneren Problem der <rs type="place" ref="#strasbourg">Reichsstadt</rs> wurde, wo viele
            Anhänger <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> seine Lehre von
            Abendmahl und Taufe radikalisierten.<anchor type="footnote" xml:id="a17" ref="#n17" n="17"/> Es war genau der destabilisierende Widerhall, den <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Lehre im turbulenten kulturellen Klima der
              <rs type="place" ref="#strasbourg">Reichsstadt</rs> zwischen Ende 1524 und Anfang 1525
            fand, der dazu beitrug, sein Bild als Unruhestifter auch in den Augen der Straßburger
            Theologen zu festigen. Sie missbilligten vor allem Stil und Tonfall, weil er provokant
            wirkte und ein nach Ruhm gierendes Temperament ausdrückte.<anchor type="footnote" xml:id="a18" ref="#n18" n="18"/> Dennoch sahen sie sich gezwungen, sich mit seinen
            Schriften auseinanderzusetzen, und obwohl sie mit seiner Argumentation weitgehend nicht
            einverstanden waren, griffen sie einige seiner Ideen und Auslegungen auf und stimmten in
            der Ablehnung der Realpräsenz überein.<anchor type="footnote" xml:id="a19" ref="#n19" n="19"/> Die Verunsicherung, mit der die Straßburger Theologen versuchten, sich in der
            aufkommenden innerreformatorischen Auseinandersetzung um das Abendmahl zu positionieren,
            zeigt sich deutlich in ihren Schriften jener Monate.<anchor type="footnote" xml:id="a20" ref="#n20" n="20"/> Einerseits suchten sie einen theologischen Austausch mit <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> und <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs>,
            in der Hoffnung, eine gemeinsame Reformlinie zu entwickeln.<anchor type="footnote" xml:id="a21" ref="#n21" n="21"/> Die Straßburger Theologen näherten sich der Lehre <rs type="person" ref="#oecolampad">Oekolampads</rs> und <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwinglis</rs> an und betonten wiederholt, dass die ihre sich
            von derjenigen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> grundlegend
              unterscheide.<anchor type="footnote" xml:id="a22" ref="#n22" n="22"/> Andererseits
            bemühten sie sich darum, eine endgültige Abspaltung von <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> zu vermeiden.<anchor type="footnote" xml:id="a23" ref="#n23" n="23"/> Einen ersten Versuch in diesem Sinn unternahm <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> mit seiner Ende Oktober 1524 erschienen Flugschrift
              <term type="title">Was man halten und antworten soll von der Spaltung zwischen Martin
              Luther und Andreas Karlstadt</term>.<anchor type="footnote" xml:id="a24" ref="#n24" n="24"/> Darin ging es nicht darum, offen für die eine oder andere Seite einzutreten,
            sondern um die Auswirkungen der Spaltung zwischen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> für die Reformationsbewegung in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs>, die zwischen den altgläubigen Gegnern, die sich über die
            Zersplitterung des evangelischen Lagers freuten, und den radikaleren Anhängern <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs>, die separatistische Tendenzen
            zeigten, orientierungslos dastand. Vor diesem Hintergrund bemühte sich <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> in dieser Schrift darum, den in der <rs type="place" ref="#strasbourg">Reichsstadt</rs> angestrebten Reformkurs darzustellen.
            Die ikonoklastischen Neigungen wurden verworfen, die Autorität <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> anerkannt, zugleich <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Beitrag geschätzt, sodass ein Konsensmodell
            möglich erschien. Vor allem hinsichtlich der Abendmahlslehre verharmloste <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> die Divergenzen zwischen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> als Interpretationsfragen einzelner
            Einsetzungswörter, worüber die Straßburger sich mit niemandem streiten wollten, sofern
            man im Glauben und gegenseitiger Liebe einig darüber würde, dass das Christsein an kein
            äußerliches Ding gebunden und nur inwendig sei.<anchor type="footnote" xml:id="a25" ref="#n25" n="25"/> Die Hoffnung, durch diese Argumentation Verständigung mit <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> zu erreichen, zeigt sich auch in der
            von <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> hauptsächlich verfassten Schrift
              <term type="title">Grund und Ursach</term>, in der Ende 1524 die neue Abendmahlslehre
            der Straßburger definiert wurde.<anchor type="footnote" xml:id="a26" ref="#n26" n="26"/>
            Diese argumentative Strategie – die es den Straßburger Theologen ermöglichte, <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> selbst vorsichtig für die allzu harten
            Angriffe auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> v.a. in <term type="title">Wider die himmlischen Propheten</term> zu kritisieren<anchor type="footnote" xml:id="a27" ref="#n27" n="27"/> – erwies sich bereits im Herbst 1525
            als erfolglos.<anchor type="footnote" xml:id="a318i_003n" ref="#n318i_003n" n="28"/> In
            den darauffolgenden Jahren sollte sich der Abendmahlsstreit weiter radikalisieren, und
            sowohl auf altgläubiger als auch auf lutherischer Seite stellte man immer deutlicher <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> und <rs type="person" ref="#oecolampad">Oekolampad</rs> mit <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in eine Reihe.<anchor type="footnote" xml:id="a29" ref="#n29" n="29"/>
            Obwohl <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> im Herbst 1525 rückblickend
            bekannte, dass er auch durch <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs>
            Publikationsoffensive vom Herbst 1524 gezwungen worden war, seine Abendmahlslehre zu
            ändern und sich endgültig von der lutherischen Auslegung zu verabschieden,<anchor type="footnote" xml:id="a30" ref="#n30" n="30"/> grenzte er sich selbst – und seine
            oberdeutschen und Schweizer Mitstreiter – weiterhin deutlich von dessen Position ab.</p>
          <p>In den Monaten vor dem Marburger Kolloquium (vom 27. September bis 4. Oktober 1529) –
            bei dem eine innerreformatorische Einigung über die Abendmahlslehre erstrebt werden
            sollte und zu dem <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> nicht
            zugelassen wurde (vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_320_introduction.xml"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_321_introduction.xml"/>) – hatte sich <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Meinung höchstwahrscheinlich in dieser Hinsicht nicht
            wesentlich geändert. Möglicherweise wurde eine Verbindung zwischen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> über einen anderen geographischen und polemischen Zusammenhang
            begünstigt, nämlich <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs>. Auf diese
              <quote>regio ampla</quote> hatte <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> in
            seinem hier als Referenztext erwähnten Brief an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> vom 30. Juni 1529 hingewiesen. Die Einführung
            der Reformation erfolgte dort 1523 durch <rs type="person" ref="#edzard_i_ostfriesland">Graf Edzard I.</rs> (1462–1528)<anchor type="footnote" xml:id="a31" ref="#n31" n="31"/> und dessen Kanzler <rs type="person" ref="#dornum_ulrich">Ulrich von
              Dornum</rs>,<anchor type="footnote" xml:id="a318i_007n" ref="#n318i_007n" n="32"/>
            unterstützt von <rs type="person" ref="#aportanus_georg">Jürgen Vam Dare</rs>
            (1495–1530), genannt <rs type="person" ref="#aportanus_georg">Georg
              Aportanus</rs>,<anchor type="footnote" xml:id="a318i_004n" ref="#n318i_004n" n="33"/>
            und anderen evangelischen Predigern,<anchor type="footnote" xml:id="a34" ref="#n34" n="34"/> die die von <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Cornelius Hoen</rs>
            (1440–1524) entwickelte spiritualistische Abendmahlslehre vertraten.<anchor type="footnote" xml:id="a35" ref="#n35" n="35"/> Anders als die Schriften <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> lieferten die Schriften <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Hoens</rs> auch <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und seinen Kollegen im Herbst/Winter 1524 entscheidende
            Argumente, um eine neue Abendmahlsauslegung zu entwickeln.<anchor type="footnote" xml:id="a36" ref="#n36" n="36"/> Es war <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne
              Rode</rs>, ein niederländischer Humanist,<anchor type="footnote" xml:id="a37" ref="#n37" n="37"/> der <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Hoens</rs>
            <term type="title">Epistola</term> in November 1524 – also kurz nach <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Aufenthalt – nach <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> brachte.<anchor type="footnote" xml:id="a38" ref="#n38" n="38"/>
            <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> hatte davor die <term type="title">Epistola</term> 1521 oder 1522 zunächst <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs>,<anchor type="footnote" xml:id="a318i_005n" ref="#n318i_005n" n="39"/>
            gegen Ende Januar 1523 dann <rs type="person" ref="#oecolampad">Oekolampad</rs> und im
            darauffolgenden Sommer <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs>
              vorgestellt.<anchor type="footnote" xml:id="a40" ref="#n40" n="40"/> Während der <rs type="person" ref="#luther_martin">Wittenberger Reformator</rs> die spiritualistische
            Abendmahlslehre verwarf,<anchor type="footnote" xml:id="a41" ref="#n41" n="41"/> ließen
            sich die <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Schweizer Theologen</rs> dagegen von
              <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Hoens</rs> Argumentation überzeugen.<anchor type="footnote" xml:id="a42" ref="#n42" n="42"/> Nach seiner Rückkehr nach <rs type="place" ref="#deventer">Deventer</rs> im Jahr 1525 musste auch <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> 1526 nach <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs> fliehen und wurde in der Stadt <rs type="place" ref="#norden">Norden</rs> zusammen mit <rs type="person" ref="#stevens_johann">Johann Stevens</rs>
              Prediger.<anchor type="footnote" xml:id="a318i_008n" ref="#n318i_008n" n="43"/> Hier
            arbeitete er zusammen mit <rs type="person" ref="#reses_heinrich">Heinrich Reses</rs>
            und <rs type="person" ref="#aportanus_georg">Aportanus</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a44" ref="#n44" n="44"/> an der Verbreitung der zwinglianisch-oberdeutschen
            Sakramentstheologie, die aber in <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs>
            auch spiritualistische Züge aufwies.<anchor type="footnote" xml:id="a45" ref="#n45" n="45"/> Vor dem Hintergrund einer eskalierenden Konfrontation mit den Lutheranern im
            Sommer 1529 führte die gemeinsam unter <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Hoens</rs>
            Einfluss entwickelte Ablehnung der Lehre der Realpräsenz dazu, dass die Reformatoren in
              <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> und in der <rs type="place" ref="#schweiz">Schweiz</rs> die Ereignisse in dieser Region mit besonderer
            Aufmerksamkeit verfolgten.</p>
          <p>Die kirchengeschichtliche Entwicklung <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfrieslands</rs> überschneidet sich in dieser Phase auch mit dem Lebensweg <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs>. Nach der Vertreibung aus <rs type="place" ref="#holstein">Holstein</rs> infolge der Flensburger Disputation (vgl.
              <ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>) hatte er dort Zuflucht
              gefunden.<anchor type="footnote" xml:id="a46" ref="#n46" n="46"/> Sein Itinerar
            zwischen April 1529 und Januar 1530 – als er vermutlich Richtung Süden abreiste<anchor type="footnote" xml:id="a47" ref="#n47" n="47"/> – lässt sich nicht genau
            rekonstruieren. Einigen späteren Quellen zufolge arbeitete <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> eine Zeitlang in der Nähe von <rs type="place" ref="#marienhafe">Marienhafe</rs> als Bauer;<anchor type="footnote" xml:id="a48" ref="#n48" n="48"/> vermutlich predigte er auch auf den Kanzeln benachbarter Orte, was
            manchmal zu Widerstand führte, aber auch die Begeisterung vieler Gemeinden
              weckte.<anchor type="footnote" xml:id="a49" ref="#n49" n="49"/> Es scheint, dass er
            sich schließlich bei verschiedenen Junkern in der Region aufhielt,<anchor type="footnote" xml:id="a50" ref="#n50" n="50"/> bis er Herberge bei seinem besonderen
            Gönner <rs type="person" ref="#dornum_ulrich">Ulrich von Dornum</rs> (1465–1536)<anchor type="footnote" xml:id="a51" ref="#n51" n="51"/> in <rs type="place" ref="#oldersum">Oldersum</rs> bei <rs type="place" ref="#emden">Emden</rs> fand.<anchor type="footnote" xml:id="a52" ref="#n52" n="52"/> Es ist durchaus möglich, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> auf seinen Wanderungen in der
            Region und im Rahmen seiner Kontakte zu verschiedenen einheimischen Adligen auch mit <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> in Kontakt kam, der zu jener Zeit
            Prediger in <rs type="place" ref="#norden">Norden</rs> war.<anchor type="footnote" xml:id="a53" ref="#n53" n="53"/>
                        <anchor type="wdb" xml:id="_272i_550" spanTo="#_272i_550_end" place="start" subtype="span"/>
                        <rs type="person" ref="#rode_hinne">Rode</rs> hielt im Laufe der Zeit vermutlich mehr oder weniger
            direkten Kontakt zu den oberdeutschen und schweizerischen Theologen<anchor type="footnote" xml:id="a54" ref="#n54" n="54"/> und hoffte, diesen gerade im Sommer
            1529 mit <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> zu intensivieren.<anchor type="footnote" xml:id="a55" ref="#n55" n="55"/> Davon zeugt der Brief eines anonymen
            Amsterdamer Korrespondenten an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> vom 9.
            Juni 1529, dem ein Schreiben von <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> –
            möglicherweise an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> gerichtet – beigefügt
              war.<anchor type="footnote" xml:id="a318i_009n" ref="#n318i_009n" n="56"/> Darauf
            deutet auch die Aufforderung des anonymen Korrespondenten<anchor type="footnote" xml:id="a57" ref="#n57" n="57"/> an den Straßburger Theologen hin, die mögliche
            Antwort an <rs type="person" ref="#rode_hinne">Rode</rs> dem Drucker <rs type="person" ref="#herwagen_johannes">Johannes Herwagen</rs> zu übergeben, damit er sie auf der
            nächsten Frankfurter Messe abholen könne.<anchor type="footnote" xml:id="a58" ref="#n58" n="58"/> Es ist nicht auszuschließen, dass auch der hier für Juni dokumentierte
            verschollene Brief von <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> über
            diesen – in jenen Monaten offensichtlich aktiven – Korrespondenzkanal nach <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> gelangt ist.<anchor type="wdb" xml:id="_272i_550_end" place="end" subtype="span"/>
                    </p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="crit_app"/>
      <div type="footnotes">
        <note type="footnote" xml:id="n318i_001n" ref="#a318i_001n" n="1">
                    <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 292,13–293,17 Nr. 235</rs>; Original in StA Zürich,
          SA E II 339, fol. 297.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">
                    <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 292,5f. Nr. 235</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">Zum Brief <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> siehe <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_001n"/>.
          Siehe auch <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 411</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">Vgl. <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 292,11–13 Nr. 235</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n5" ref="#a5" n="5">
                    <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> verwendet den Begriff <quote>impanatio</quote>, um die Lehre von der
          leiblichen Realpräsenz Christi in den Elementen der Eucharistie kritisch zu bezeichnen.
          Der Begriff wurde bereits 1525 von <rs type="person" ref="#oecolampad">Oekolampad</rs>
          eingeführt; zum historischen und theologischen Kontext der Verwendung dieses Begriffs
          sowie zu seinen Verankerungen in der mittelalterlichen Theologie siehe, auch für
          weiterführende bibliographische Hinweise, <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 284–310 und 347f. mit Anm. 442</rs>. Siehe
          auch nochmals <ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_002n" ref="#a318i_002n" n="6">Es ist nicht
          auszuschließen, dass <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> diese Informationen
          dem Brief <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rodes</rs> entnommen hatte, den ihm
          ein anonymer Korrespondent am 9. Juni aus <rs type="place" ref="#amsterdam">Amsterdam</rs>
          übermittelt und dabei über die Flensburger Disputation berichtet hatte. Vgl. <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 288,1–7 Nr. 233</rs>. Zu diesem Brief
          siehe <ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n7" ref="#a7" n="7">Diese Vermutung wird erwogen in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 293 Anm. 9 Nr. 235</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_006n" ref="#a318i_006n" n="8">Drei Tage nach der
          Flensburger Disputation musste Melchior <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Hoffman</rs> Holstein verlassen und begab sich mit <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> nach <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs>. Beide fanden beim Grafen <rs type="person" ref="#dornum_ulrich">Ulrich von Dornum</rs> in Oldersum bei Emden Schutz und verfassten dort den <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee272">
                        <term type="title">Dialogus über die Flensburger
              Disputation</term>
                    </ref>; so berichtet es ein anonymer Amsterdamer <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> am 9. Juni 1529, vgl. <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 288,7–22 Nr. 233</rs> (wie oben, <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_002n"/>). <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Hoffman</rs> traf im Juni 1529 in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> ein – vgl. nochmals <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 292,5f. Nr. 235</rs> – und ließ dort den <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee272">
                        <term type="title">Dialogus über die Flensburger
              Disputation</term>
                    </ref> drucken (<ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>), während <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs> blieb. Zur Flensburger Disputation und ihren
          Folgen siehe <ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>; zum Aufenthalt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> in <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs> siehe unten.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n9" ref="#a9" n="9">Der (verschollene) Brief <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> an <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> von Mai 1530 wird ediert in <ref type="print">KGK IX</ref>. Ein erster
          Überblick über das Verhältnis zwischen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs>
          und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> findet sich in <rs type="bibl" ref="#looss_bucer_1993"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n10" ref="#a10" n="10">Darauf deutet <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> Rat an <rs type="person" ref="#brunfels_otto">Otto
            Brunfels</rs> und <rs type="person" ref="#herr_michel">Michel Herr</rs> vor dem 10. Juni
          1521 hin, sich zu <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in <rs type="place" ref="#daenemark">Dänemark</rs> zu begeben. Siehe <rs type="person" ref="#brunfels_otto">Brunfels</rs> an <rs type="person" ref="#spiegel_jakob">Jakob
            Spiegel</rs>, 10. Juni 1521, in <rs type="bibl" ref="#friedensburg_beitraege_1896">,
            492f.</rs>
          <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> formulierte seinen Rat, kurz nachdem <rs type="person" ref="#brunfels_otto">Brunfels</rs> und <rs type="person" ref="#herr_michel">Herr</rs> die Straßburger Kartause verlassen hatten.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n11" ref="#a11" n="11">Vgl. <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Wolfgang Capito</rs> an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Huldrych Zwingli</rs>, 6. Februar 1525: <quote>
                        <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolstadius</rs> me veterem hospitem alloquio
            non dignatus est, dum hic quatriduo delitesceret</quote> (<rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 8, 302,6 Nr. 362</rs>). <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> berichtete <rs type="person" ref="#spalatin_georg">Spalatin</rs> am 14. Dezember 1524 über <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Kontakte zu <rs type="person" ref="#brunfels_otto">Otto Brunfels</rs>;
          vgl. <rs type="bibl" ref="#wa_b"> 3, 399,9f. Nr. 804</rs>. Zur Datierung dieses ersten
          Aufenthalts <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> siehe die Einleitung zu <ref type="print">KGK VII, Nr.
            281, S. 667</ref>. Siehe auch den Kollektivbrief der Straßburger an <rs type="person" ref="#luther_martin">Martin Luther</rs> vom 23. November 1524 mit einem kurzen Bericht
          vom <quote>aufrührerischen</quote> Aufenthalt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> in der <rs type="place" ref="#strasbourg">Reichsstadt</rs> in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 1, 288–295 Nr. 83</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n12" ref="#a12" n="12">Zur Auswirkung des Aufenthalts <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> und dessen Schriften siehe <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 181–190</rs>. Vgl. auch <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 211–213</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n13" ref="#a13" n="13">Nochmals <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 186f.</rs> Die auch mit <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Argumenten formulierte Kritik an der
          Abendmahlslehre richtete sich nicht nur gegen die verbliebenen altgläubigen Praktiken,
          sondern auch gegen die Straßburger Prediger, deren Position für viele kaum von der <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> zu unterscheiden war. Die Rezeption von
            <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Lehre war jedoch sehr
          differenziert, da sie je nach Leserkreis anders kombiniert wurde. Die Ideen und Positionen
          der einzelnen Karlstädter – sowohl in Bezug auf das Abendmahl als auch auf die Taufe –
          sind schwer zu rekonstruieren, aber anhand der polemischen Stellungnahmen <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> und der anderen Theologen lässt sich
          vermuten, dass sie ein breites Spektrum von Positionen umfassten, von den moderaten bis zu
          den proto-täuferischen oder separatistischen. Siehe auch <rs type="bibl" ref="#muesing_karlstadt_1977"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n14" ref="#a14" n="14">Nachdem sie 1523 in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> eingetroffen waren und sich den Bemühungen von dem seit
          1521 im lutherischen Sinn wirkenden <rs type="person" ref="#zell_matthaeus">Matthäus
            Zell</rs> angeschlossen hatten, sahen sich <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Wolfgang Capito</rs>, <rs type="person" ref="#bucer_martin">Martin Bucer</rs> und <rs type="person" ref="#hedio_caspar">Caspar Hedio</rs> im Jahr 1524 mit einer angespannten
          Situation sowohl in der Außenpolitik als auch innerhalb der Stadt konfrontiert. Im August
          1524 kam es zu gewalttätigen Aktionen und zur Zerstörung von Bildern in den Kirchen durch
          Bürger, die den Stadtrat und den Magistrat zu einer raschen Einführung der Reformation
          bewegen wollten. Die Straßburger Theologen strebten stattdessen danach, mit großer
          Behutsamkeit die römische Messe und Frömmigkeitspraxis abzuschaffen, Gewaltanwendung und
          Aufruhr zu vermeiden und den Schwachen kein Ärgernis zu bereiten. Siehe <rs type="bibl" ref="#capito_spaltung_1524">, fol. A3<hi rend="super">v</hi>–A4<hi rend="super">r</hi>
                    </rs> und die – <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> zugeschriebene –
          im Dezember 1524 erschienene Schrift <rs type="bibl" ref="#bucer_grund_1524"/>, ediert in
            <rs type="bibl" ref="#bucer_schriften_1960"> 1, 194–278</rs>. Der Wunsch, Spaltungen,
          Aufruhr oder radikale Positionen zu vermeiden, erklärt sich auch aus der Befürchtung, den
          altgläubigen Gegnern neue Angriffspunkte in einer bereits eskalierten Konfrontation zu
          bieten. Besonders wichtig war in diesem Zusammenhang die seit Frühling 1524 laufende
          Auseinandersetzung mit dem Augustiner-Provinzial <rs type="person" ref="#treger_konrad">Konrad Treger</rs>; vgl. z.B. <rs type="bibl" ref="#vd16"> C 842</rs>; <rs type="bibl" ref="#vd16"> C 816</rs>; <rs type="bibl" ref="#vd16"> B 8897</rs>; <rs type="bibl" ref="#vd16"> H 921</rs>. Siehe hier den Verweis auf <rs type="person" ref="#treger_konrad">Tregers</rs> Argumentation im Brief an <rs type="person" ref="#luther_martin">Martin Luther</rs> vom 23. November 1524, wo die Straßburger
          Theologen die Spaltung zwischen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> um Abendmahl und Taufe deutlich
          thematisieren, in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 1, 288–97 Nr. 83</rs>.
          Zur Reformation in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> siehe <rs type="bibl" ref="#abray_peoples_reformation_1985"/> und <rs type="bibl" ref="#brady_ruling_class_1978"/>. Siehe auch hier <rs type="bibl" ref="#brady_bucer_1993"/> und <rs type="bibl" ref="#wolgast_vorstellungen_1993"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n15" ref="#a15" n="15">Vgl. nochmals <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 203f.</rs>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n16" ref="#a16" n="16">Siehe z.B. die Straßburger Theologen an
            <rs type="person" ref="#osiander_andreas">Andreas Osiander</rs> am 8. Juli 1526 in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 2, 128–137 Nr. 132, hier v.a.
            128,1–129,32</rs>. Zu diesem Zeitpunkt – also nach der von <rs type="person" ref="#caselius_georg">Caselius</rs> abgeholten Antwort <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> an die Straßburger vom Herbst 1525, s.u. <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_003n"/> – waren die Interpretationen
          des Abendmahls zwischen den Wittenbergern einerseits und den Straßburgern und vor allem
          den Zürchern andererseits kaum noch miteinander zu vereinbaren.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n17" ref="#a17" n="17">Siehe die Verweise auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und seine Anhänger in <rs type="bibl" ref="#bucer_grund_1524"/>, ediert in <rs type="bibl" ref="#bucer_schriften_1960"> 1, 194–278</rs>. In dieser Schrift verabschiedete sich der
            <rs type="person" ref="#bucer_martin">Straßburger Theologe</rs> endgültig von <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> Abendmahlslehre und entwickelte auch
          eine neue Auffassung zur Tauffrage, vgl. <rs type="bibl" ref="#bucer_schriften_1960"> 1,
            219–221; 247–254; 258f.</rs> Siehe auch den Brief <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> an <rs type="person" ref="#oecolampad">Oekolampad</rs> um den 30. November 1525 in <rs type="bibl" ref="#oekolampad_briefe_1934"> 1, 421 Nr. 307</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n18" ref="#a18" n="18">Siehe die offene Kritik <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> am scharfen Ton in <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Schriften im Brief an <rs type="person" ref="#blaurer_ambrosius">Ambrosius Blaurer</rs> vom 17. Dezember 1524, in <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 89f. Nr. 232</rs>. Ähnliche Kritik im
          Brief an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> vom 6. Februar 1525, in
            <rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 8, 299–305 Nr. 362 (Briefwechsel 2)</rs> =
            <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 100f. Nr. 236</rs>. <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> Urteil bleibt auch nach <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Rückkehr nach <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> hart; siehe den Brief an <rs type="person" ref="#oecolampad">Oekolampad</rs> vom 27. Oktober 1525 mit einer scharfen Kritik an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>: <quote>
                        <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carlstadius</rs> fertur cecinisse palinodiam et extare
            Eslingae librum recantationis, quem epistula <rs type="person" ref="#luther_martin">Lutherus</rs> adornarit. Semper ille mihi talis est visus; gloriae desyderium, ut est
            parandi nominis sitietissimus, hominem in proscaenium extrusit, iterum deturbat in vetus
            silentium venter imperiosissimus. Quantum effuderat veneni aput agricolas
            Wirtzburgenses? Nunc secus cadentibus rebus, quam expectasset, suo consulit ocio.
            Plurimi offendetur, scio. At novit Dominus, qui sunt eius.</quote> (<rs type="bibl" ref="#oekolampad_briefe_1934"> 1, 405–407 Nr. 291</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 163 Nr. 249</rs>). Vgl. auch den Brief an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> vom 28. Oktober 1525, wo der
          Widerruf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> (<ptr type="wdb" target="kgk_297_introduction.xml"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_301_introduction.xml"/>) und dessen potentielle Anwendung in der
          Auseinandersetzung der Wittenberger gegen die Zürcher kommentiert ist, in <rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 8, 404–406 Nr. 400 (Briefwechsel 2)</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n19" ref="#a19" n="19">Zur Zäsur in der Abendmahlsvorstellung
            <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> und der Straßburger Theologen, die –
          unter dem Einfluss der Publikationsoffensive <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs>, aber noch tiefgreifender der im Herbst 1524 durch <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> verbreiteten Schriften des <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Cornelius Hoens</rs>, s.u. – zwischen 1524 und 1525 erfolgte, siehe
          nochmals <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 203–281</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n20" ref="#a20" n="20">Siehe den Brief der Straßburger an die
          Nürnberger und Nördlinger um Mitte November 1524 in <rs type="bibl" ref="#bucer_schriften_1960"> 3, 404–408</rs> (= <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 1, 287f. Nr. 82</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 76 Nr. 227</rs>). Siehe auch <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 305–310</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n21" ref="#a21" n="21">Siehe <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> und <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs>
          an die Basler und Zürcher Theologen, Mitte November 1524, <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 1, 281–286 Nr. 81</rs> (= <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 75 Nr. 226</rs>) und die Antwort <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwinglis</rs> am 16. Dezember 1524 in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 1, 298–324 Nr. 84</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 88 Nr. 231</rs>. Siehe auch die Abhandlungen zu
          diesem Thema in <rs type="bibl" ref="#oekolampad_apologetica_1524"/> – teils neu ediert in
            <rs type="bibl" ref="#oekolampad_abendmahlsschriften_2023"/> – und <rs type="bibl" ref="#zwingli_ad_bugenhagii_1525"/> – ediert in <rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 4, 558–576</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n22" ref="#a22" n="22">Siehe <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> an <rs type="person" ref="#otther_jacob">Jacob
            Otther</rs>, 17. September 1525 in <rs type="bibl" ref="#bucer_schriften_1960"> 3,
            413,21–415,24</rs>. Siehe auch die am 3. Oktober 1525 datierte Antwort von <rs type="person" ref="#brenz_johannes">Johannes Brenz</rs> auf einen verschollenen Brief
            <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucers</rs> in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 2, 39,1–40,26 Nr. 104</rs>. Vgl. auch nochmals den Brief
          der Straßburger an <rs type="person" ref="#osiander_andreas">Osiander</rs> am 8. Juli
          1526, in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 2, 128–137 Nr. 132</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n23" ref="#a23" n="23">Siehe den Brief an <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> vom 23. November 1524 in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 1, 288–297 Nr. 83</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n24" ref="#a24" n="24">
                    <rs type="bibl" ref="#capito_spaltung_1524"/>. In diesem ersten Beitrag <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> zum Abendmahlsstreit tauchen auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> zurückgehende Argumente auf, die in den Basler
          Drucken – v.a. <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee238">
                        <term type="title">Wider die alte und
              neue papistische Messe</term>
                    </ref> (<ref type="print">KGK VII, Nr. 275</ref>) und
            <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee240">
                        <term type="title">Ob man gemach fahren
              soll</term>
                    </ref> (<ref type="print">KGK VII, Nr. 273</ref>) – formuliert waren. Zur
          frühzeitigen Rezeption der <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>-Schriften in <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> vgl. <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 182 mit Anm. 284 und
          207–217</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n25" ref="#a25" n="25">
          <rs type="bibl" ref="#capito_spaltung_1524">, fol. A3<hi rend="super">v</hi>–A4<hi rend="super">r</hi> und B3<hi rend="super">r</hi>–B4<hi rend="super">v</hi>.</rs>
        </note>
        <note type="footnote" xml:id="n26" ref="#a26" n="26">Die Schrift vertrat die These, durch
          die Konzentration auf das Gedächtnis Christi seien alle Divergenzen in der Interpretation
          der Elemente des Abendmahls sinnlos. In diesem Zusammenhang wirft die Schrift <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> vor, die – sinnlose – Diskussion
          über die äußerlichen Elemente entzündet zu haben; es wäre besser gewesen, komplizierte
          Schriftexegesen nicht zu betreiben und einfach auf die geistige Dimension statt auf die
          leibliche Dimension zu verweisen. Konzentriere man sich auf das Wesentliche, auf das
            <quote>hauptstuck</quote>, sei jede Spaltung – deren Urheber der Teufel sei –
          überwindbar. Vgl. <rs type="bibl" ref="#bucer_schriften_1960"> 1, 246–253</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n27" ref="#a27" n="27">Zur Schrift <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Reaktion siehe <ptr type="wdb" target="kgk_288_introduction.xml"/>,
            <ptr type="wdb" target="kgk_289_introduction.xml"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_290_introduction.xml"/>. Vgl. auch <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capitos</rs> Brief an <rs type="person" ref="#bugenhagen_johannes">Bugenhagen</rs> vom
          8. Oktober 1525, in dem er <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und
          die von ihm verbreiteten unbegründeten Anschuldigungen gegen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs>, aber auch den übermäßig aggressiven Ton <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> gegen <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> kritisiert, in <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 156f. Nr. 248</rs>. Diesen Brief hatte <rs type="person" ref="#caselius_georg">Caselius</rs> (siehe folgende <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_003n"/>) auf seiner Reise nach <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> mitgebracht.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_003n" ref="#a318i_003n" n="28">Im Oktober 1525 sandten
          die Straßburger den Hebräischlehrer und ehemaligen Wittenberger Studenten <rs type="person" ref="#caselius_georg">Georg Caselius</rs> zu Gesprächen mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs>, <rs type="person" ref="#bugenhagen_johannes">Bugenhagen</rs>, <rs type="person" ref="#jonas_justus">Jonas</rs> und dem damals in <rs type="place" ref="#nuernberg">Nürnberg</rs> weilenden
            <rs type="person" ref="#melanchthon_philipp">Melanchthon</rs>. <rs type="person" ref="#caselius_georg">Caselius</rs> brachte Briefe, Schreiben und Instruktionen der
          Straßburger mit. Bereits vor der Rückkehr des <rs type="person" ref="#caselius_georg">Caselius</rs> in die <rs type="place" ref="#strasbourg">Reichsstadt</rs> am 19.
          November wurde klar, dass seine Friedensmission erfolglos bleiben und die Einigung mit den
          Wittenbergern unmöglich sein würde. Siehe <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> an <rs type="person" ref="#oecolampad">Oekolampad</rs>, um 30. November
          1525 in <rs type="bibl" ref="#oekolampad_briefe_1934"> 1, 421–426 Nr. 307</rs> (= <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 171f. Nr. 263</rs>). Vgl. auch hier
            <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">, 318–333</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n29" ref="#a29" n="29">Siehe <rs type="person" ref="#caselius_georg">Caselius</rs>' Bericht über sein Treffen mit <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs>, den Wittenbergern und mit <rs type="person" ref="#melanchthon_philipp">Melanchthon</rs> in <rs type="place" ref="#nuernberg">Nürnberg</rs> in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 2, 77,191–198 Nr.
            113</rs>. Zur Entwicklung dieses ersten Abendmahlsstreits siehe allgemein <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992"/> und <rs type="bibl" ref="#burnett_controversy_2011"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n30" ref="#a30" n="30">Siehe <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> an <rs type="person" ref="#germanus_martin">Martin
            Germanus</rs>, Ende Oktober / Anfang November 1525, in <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 2, 50–54 Nr. 109</rs>. Dass <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs> sich von <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> Abendmahlsverständnis gelöst hatte, berichtete <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Capito</rs> bereits am 31. Dezember 1524 in einem Brief an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs>; vgl. <rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 8, 279,22–280,1 Nr. 356 (Briefwechsel 2)</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 94f. Nr. 234</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n31" ref="#a31" n="31">Graf <rs type="person" ref="#edzard_i_ostfriesland">Edzard I.</rs> ließ die Ausbreitung der Reformation durch
          seine kirchenpolitische Zurückhaltung zu, ohne sie sich zu eigen zu machen. Den
          evangelisch gesinnten <rs type="person" ref="#aportanus_georg">Aportanus</rs> in <rs type="place" ref="#emden">Emden</rs> (s.u. <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_004n"/>) sowie <rs type="person" ref="#reses_heinrich">Heinrich Rese</rs> in <rs type="place" ref="#norden">Norden</rs>
          (dessen These über das Mönchtum 1527 öffentlich disputiert und druckt wurden) ließ er frei
          predigen. Zu <rs type="person" ref="#edzard_i_ostfriesland">Edzard I.</rs> und seiner
          Herrschaft siehe <rs type="bibl" ref="#schmidt_ostfriesland_1975"/>. Als <rs type="person" ref="#edzard_i_ostfriesland">Edzards I.</rs> 1528 starb, änderte <rs type="person" ref="#enno_ii_ostfriesland">Enno II.</rs> (1505–1540) die Kirchenpolitik seines <rs type="person" ref="#edzard_i_ostfriesland">Vaters</rs> zunächst kaum. Ein
          Richtungswechsel ließt sich ab spät Herbst 1529 spüren und wurde immer deutlicher, bis
          Anfang 1530 <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs>
          <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs> verlassen musste; siehe dazu <ref type="print">KGK IX</ref>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_007n" ref="#a318i_007n" n="32">Er ließ in <rs type="place" ref="#oldersum">Oldersum</rs> 1526 ein Religionsgespräch zwischen <rs type="person" ref="#aportanus_georg">Aportanus</rs> und anderen evangelischen Predigern
          einerseits und dem <rs type="place" ref="#gronigen">Groninger</rs> Dominikanermönch <rs type="person" ref="#laurensen_laurens">Laurens Laurensen</rs> andererseits abhalten. Die
          Protokolle wurden in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> gedruckt; vgl. <rs type="bibl" ref="#vd16"> D 2423</rs>; neu ediert auch in <rs type="bibl" ref="#oldersumer_disputation_2009"/>. Zu ihm siehe <rs type="bibl" ref="#ohling_ulrich_von_dornum_1955"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_004n" ref="#a318i_004n" n="33">Zu diesem im Fraterhaus
          in <rs type="place" ref="#zwolle">Zwolle</rs> ausgebildeten Lehrer siehe <rs type="bibl" ref="#ritter_georg_aportanus_1911"/> und <rs type="bibl" ref="#ritter_neues_1920"/>. <rs type="person" ref="#aportanus_georg">Aportanus</rs> war der Erzieher der Fürstensöhne
          und konnte in <rs type="place" ref="#emden">Emden</rs> ungestört predigen, nicht zuletzt
          da <rs type="person" ref="#edzard_i_ostfriesland">Edzard I.</rs> nichts gegen ihn
          unternahm; vgl. <rs type="bibl" ref="#emmius_rerum_frisicarum_1616">, 825</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n34" ref="#a34" n="34">Z. B. <rs type="person" ref="#brun_hinrich">Hinrich Brun</rs> in <rs type="place" ref="#aurich">Aurich</rs> und
            <rs type="person" ref="#stevens_johann">Johann Stevens</rs> in <rs type="place" ref="#norden">Norden</rs>. Bei diesem letzten predigte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> im Jahr 1529 laut <rs type="bibl" ref="#funck_ost_friesische_chronick_1784"> 2, 77f.</rs>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n35" ref="#a35" n="35">Reformatorische Ideen und Schriften
          verbreiteten sich um 1520 aus den nördlichen <rs type="place" ref="#niederlande">Niederlanden</rs> nach <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs>. Siehe
          hier <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 400–404</rs>. Siehe auch <rs type="bibl" ref="#foken_schatten_2006">, 105–152</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n36" ref="#a36" n="36">Zur durch <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Cornelius Hoen</rs> entwickelten tropischen Deutung der
          Einsetzungsworte, sowie zu seiner Biographie siehe – auch für weiterführende
          bibliographische Angaben – <rs type="bibl" ref="#spruyt_hoen_2006">, hier v.a.
            187–218</rs> (zur Reise des <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> und der
          Rezeption dieser Schrift).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n37" ref="#a37" n="37">Siehe nochmals <rs type="bibl" ref="#spruyt_hoen_2006">, 187–189</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n38" ref="#a38" n="38">
                    <rs type="bibl" ref="#spruyt_hoen_2006">, 211–215</rs>. Siehe auch <rs type="bibl" ref="#kaufmann_abendmahlstheologie_1992">,
            284–302</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_005n" ref="#a318i_005n" n="39">
                    <rs type="bibl" ref="#spruyt_hoen_2006">, 201f.</rs> Siehe auch <rs type="bibl" ref="#clemen_hinne_rode_1982"/>. Zu einer späteren Datierung des Wittenbergbesuchs <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rodes</rs> im Sommer 1522, siehe <rs type="bibl" ref="#kaufmann_anfang_2018">, 598 Anm. 35</rs>. Zur angeblichen Anwesenheit <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> bei einem gemeinsamen Essen von
            <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> und <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> und zu seiner Bitte, die Lehre des letzteren
          anzunehmen, siehe <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 150 Anm. 8</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n40" ref="#a40" n="40">
                    <rs type="bibl" ref="#spruyt_hoen_2006">, 202–210</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n41" ref="#a41" n="41">Zum Treffen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> mit <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Hoen</rs>
          siehe oben <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_005n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n42" ref="#a42" n="42">Siehe z.B. <rs type="bibl" ref="#zwingli_ad_bugenhagii_1525"/> vom Oktober 1525: <quote>
                        <gap/> cumque nostram hac
            in re sententiam audirent, gratias egerunt deo (suam enim ipsi celabant, quod tum non
            erat tutum cuique communicare, quod in hac re sentiret), ac epistolam istam cuiusdam et
            docti et pii Batavi, quae iam excusa est anonyma, soluta sarcina communicarunt. In ea
            foelicem hanc margaritam <quote>est</quote> pro <quote>significat</quote> hic accipi
            inveni. Cumque hanc sententiam cogeremur in <quote>commentario</quote> palam exponere,
            consultius videbatur, ipsam vocem, in qua tropus latet, adperire sua ista clave, quam
            solummodo dicere: <quote>Tropus est.</quote> Sic igitur docuimus <quote>est</quote> pro:
              <quote>symbolum est</quote>, <quote>figura est</quote>, <quote>significat</quote> hic
            positum esse; neque nos piget huius expositionis.</quote> (<rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 4, 560,21–31</rs>). Vgl. auch <rs type="bibl" ref="#tanis_east_friesland_1991"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_008n" ref="#a318i_008n" n="43">
                    <rs type="bibl" ref="#emmius_rerum_frisicarum_1616">, 840</rs>. Siehe hier auch den Brief <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Wolfgang Capitos</rs> an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> vom 26. September 1526: <quote>
                        <rs type="person" ref="#rode_hinne">Ioannes Rhodius</rs> uxorem duxit apud Phrisios.</quote> (<rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 8, 725,5 Nr. 531</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 254 Nr. 304</rs>). Ab 1530 wohnte <rs type="person" ref="#rode_hinne">Rode</rs> in <rs type="place" ref="#wolthusen">Wolthusen</rs>, in der Nähe <rs type="place" ref="#emden">Emden</rs>; vgl. <rs type="bibl" ref="#de_bruin_rode_1983"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n44" ref="#a44" n="44">Siehe z.B. <rs type="bibl" ref="#emmius_rerum_frisicarum_1616">, 839f.</rs>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n45" ref="#a45" n="45">Siehe z.B. <rs type="person" ref="#aportanus_georg">Aportanus</rs>' Schrift <term type="title">Hovet articelen des
            hylligen Sacraments brodes vnde vlesches Jesu Christi</term> von 1526, ediert in <rs type="bibl" ref="#meiners_oostvrieschlandts_geschiedenisse_1739"> 2, 113–123</rs>. Dort
          ist der Einfluss von <rs type="person" ref="#wessel_johannes_gansfort">Johannes Wessel
            Gansfort</rs> und <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Cornelius Hoen</rs> besonders
          deutlich zu erkennen. Zu <rs type="person" ref="#hoen_cornelis">Hoen</rs> und <rs type="person" ref="#wessel_johannes_gansfort">Wessel Gansfort</rs> siehe <rs type="bibl" ref="#spruyt_hoen_2006">, 115–122</rs>. Zu den gemeinsamen Interessen von sog.
          Spiritualisten und Zwinglianern in <rs type="place" ref="#ostfriesland">Ostfriesland</rs>
          siehe auch <rs type="bibl" ref="#smid_menno_1974">, 26–135</rs> und <rs type="bibl" ref="#kappelhoff_reformation_1978">, hier v.a. 29–32</rs>. Vgl. auch <rs type="bibl" ref="#grochowina_indifferenz_2003"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n46" ref="#a46" n="46">S.o. <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_006n"/>. Das bestätigt auch <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> in seinem Briefen an <rs type="person" ref="#jonas_justus">Justus Jonas</rs> vom 14. April (<rs type="bibl" ref="#wa_b"> 5,
            54,10–12 Nr. 1408</rs>) und 15. Mai 1529 (<rs type="bibl" ref="#wa_b"> 5, 69,13–15 Nr.
            1420</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n47" ref="#a47" n="47">Siehe <ref type="print">KGK
          IX</ref>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n48" ref="#a48" n="48">Vgl. <rs type="bibl" ref="#arends_erdbeschreibung_1824">, 135</rs> und <rs type="bibl" ref="#funck_ost_friesische_chronick_1784"> 2, 77</rs> mit Verweis auf <rs type="bibl" ref="#emmius_rerum_frisicarum_1616">, 846</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n49" ref="#a49" n="49">So <rs type="bibl" ref="#funck_ost_friesische_chronick_1784"> 2, 77f.</rs> und <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 404f.</rs>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n50" ref="#a50" n="50">
                    <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 405</rs> erwähnt <rs type="person" ref="#houwerda_hicko">Hicko Houwerda</rs> in <rs type="place" ref="#wolthusen">Wolthusen</rs> – wo auch <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> sich ab Anfang 1530 niederließ –, den
          Drosten von <rs type="place" ref="#berum">Berum</rs> und einen Henno, den er mit <rs type="person" ref="#dornum_ulrich">Ulrich von Dornums</rs> Halbbruder <rs type="person" ref="#omken_hero">Hero Omken</rs> identifiziert. Letzterer sei aber um 1522 verstorben.
          Unter den Kontakten <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> ist eher
            <rs type="person" ref="#hero_von_oldersum">Hero von Oldersum</rs> zu nennen, wie auch
          der in <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 405 Anm. 45</rs> angeführte Beleg
          eindeutig beweist (<quote>Heronem Capitaneum generosum ab Oldersen</quote>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n51" ref="#a51" n="51">Zu ihm s.o. <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_007n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n52" ref="#a52" n="52">
                    <rs type="bibl" ref="#funck_ost_friesische_chronick_1784"> 2, 77</rs>. In <rs type="place" ref="#oldersum">Oldersum</rs> war er sicherlich um Mitte August 1529; vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_320_introduction.xml"/>. Siehe auch <ref type="print">KGK
            IX</ref>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n53" ref="#a53" n="53">S. o. <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_008n"/>. Siehe auch <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_009n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n54" ref="#a54" n="54">Darauf lässt der bereits erwähnte Brief
            <rs type="person" ref="#capito_wolfgang">Wolfgang Capitos</rs> an <rs type="person" ref="#zwingli_huldreich">Zwingli</rs> vom 26. September 1526 – vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_318_introduction.xml#n318i_008n"/> – schließen: <quote>
                        <rs type="person" ref="#rode_hinne">Ioannes Rhodius</rs> uxorem duxit apud Phrisios.</quote> (<rs type="bibl" ref="#zwingli_werke_1905"> 8, 725,5 Nr. 531</rs> = <rs type="bibl" ref="#capito_correspondence_2005"> 2, 254 Nr. 304</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n55" ref="#a55" n="55">Siehe hier <rs type="bibl" ref="#pollet_martin_bucer_1985"> 1</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n318i_009n" ref="#a318i_009n" n="56">Auch diesem Brief zufolge
          scheint ein Kontakt zwischen <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> möglich gewesen zu sein: <quote>Ex
              <rs type="person" ref="#rode_hinne">Rodii</rs> literis, quas tibi mitto, quid cum suis
            agitur ecclesijs et simmistis[!] intelliges. In <rs type="place" ref="#holstein">Holtsacya</rs> post festum Pasche in oppido <rs type="place" ref="#flensburg">Flensburch</rs> disputatio habita est de re eucharistie, Pomerano ibidem suam de
            eucharistia sententia deferente et <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchiore
              Houptman</rs> pellifice contrariam et germanam verborum Christi sententiam propugnate.
              <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolostadius</rs> reliquens Saxoniam
            disputationi interesse cupiebat, vocatus a <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchiore</rs> cum suis, sed a duce <rs type="place" ref="#holstein">Holtsacie</rs>
            indictum illi erat, ne urbem disputationi ordinatam intraret. Tandem omnia secundum
            votum Pomerani concludebantur: ipse iudex disputationi ordinator datus cum aliis tribus
            sue farine sodalibus. Nihil enim valebant argumenta et rationes <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchioris</rs> in auribus Pomerani. Tandem <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchior</rs> cum suis a duce <rs type="place" ref="#holstein">Holsatiam</rs> exire iussus est. Ut <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolostadius</rs> et <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchior</rs> ad
            comitatum Eemdensem, ubi <rs type="person" ref="#rode_hinne">Rodius</rs> noster
            apostolum agit, devenerunt, <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Carolostadius</rs> et <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchior</rs>
            adversus disputationem et Pomerani argumenta librum edunt et prelo committent [gemeint
            ist <ref type="wdb" target="kt_kgk_ee272">
                            <term type="title">Dialogus über die
                Flensburger Disputation</term>
                        </ref>, <ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>].</quote> (<rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 288,5–19 Nr. 233</rs>).</note>
        <note type="footnote" xml:id="n57" ref="#a57" n="57">
                    <rs type="bibl" ref="#pollet_martin_bucer_1985"> 1, 18</rs> vermutet, der anonyme Schreiber sei <rs type="person" ref="#saganus_georg">Georg Saganus</rs>, der <rs type="person" ref="#rode_hinne">Hinne Rode</rs> 1523/24 nach <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs>,
            <rs type="place" ref="#zuerich">Zürich</rs> und <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> begleitete. Der anonyme Korrespondent bat <rs type="person" ref="#bucer_martin">Bucer</rs>, ihm über die Ereignisse in den drei Städten Bericht zu
          erstatten, vgl. <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 289,47–51 Nr.
          233</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n58" ref="#a58" n="58">
                    <rs type="bibl" ref="#bucer_briefwechsel_1979"> 3, 289,19–22 Nr. 233</rs>: <quote>postquam vero
            absolutus fuerit [die Akten der Flensburger Disputation, vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_319_introduction.xml"/>], tibi mittam, nam <rs type="place" ref="#frankfurt_main">Francfordiam</rs> ad nundinas futuras decrevi proficisci. Illic
            si quicquam <rs type="person" ref="#rode_hinne">Rodio</rs> et michi scribere velis, <rs type="person" ref="#herwagen_johannes">Hervagio</rs> tradas velim, ille michi tradet,
            ego <rs type="person" ref="#rode_hinne">Rodio</rs> procurabo.</quote> Der anonyme
          Schreiber war offensichtlich nicht darüber informiert, dass <rs type="person" ref="#hoffman_melchior">Melchior Hoffman</rs> sich bereits nach <rs type="place" ref="#strasbourg">Straßburg</rs> begeben hatte und dort vor Ende Juni eingetroffen
          war.</note>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>