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      <titleStmt>
        <title type="main">Thomas Müntzer an Andreas Karlstadt</title>
        <title type="short">Müntzer an Karlstadt</title>
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          <persName>Stefanie Fraedrich-Nowag</persName>
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          <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
          <persName>Moritz Laeger</persName>
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          <persName>Moritz Laeger</persName>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
        <date type="created" when="2023"/>
        <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
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          <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
        </availability>
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        <bibl>
          <author>Andreas Karlstadt</author>
          <placeName>
            <supplied>Allstedt</supplied>
          </placeName>
          <date when="1523-07-29">1523, 29. Juli</date>
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      <p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
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        <p>
          <ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische
            Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt</ref>
        </p>
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      <div type="introduction">
        <div type="history_of_the_work">
          <head level="1">Überlieferung</head>
          <listBibl type="sigla">
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              <msIdentifier>
                <repository>Rossijskaja Gosudarstvennaja Biblioteka Moskva</repository>
                <idno type="signatur">Fonds 218, Nr. 390</idno>
                <altIdentifier type="siglum">
                  <idno type="signatur">a</idno>
                </altIdentifier>
              </msIdentifier>
              <msContents>
                <msItem>
                  <locus>fol. 24<hi rend="super">r–v</hi>
                    <!--VERSCH: (vormals LHA Dresden, Loc 10327)-->
                                    </locus>
                  <title/>
                </msItem>
              </msContents>
              <physDesc>


                <p>Vormals LHA Dresden, Loc 10327. Autograph mit Siegelspuren. Brief weist unten in
                  der Mitte die ältere Blattzählung <quote>25</quote> auf.</p>
              </physDesc>
            </msDesc>
          </listBibl>
          <!--VERSCH: <p>Autograph mit Siegelspuren. Brief weist unten in der Mitte die ältere Blattzählung
              <quote>25</quote> auf.</p> -->
          <listBibl type="editions">
            <rs type="bibl" ref="#seidemann_muentzer_1842">, 129f. Beilage Nr. 22.</rs>
            <rs type="bibl" ref="#mbrw_1931">, 46 Nr. 43</rs>
            <rs type="bibl" ref="#tmbw_l">, Tafel 39 (Faksimile)</rs>
            <rs type="bibl" ref="#msb">, 393 Nr. 43</rs>
            <rs type="bibl" ref="#thma_2004"> 2, 187–191 Nr. 61</rs>
          </listBibl>
          <listBibl type="literature">
            <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 15f.</rs>
            <rs type="bibl" ref="#braeuer_briefwechsel_2001">, 193–198</rs>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="contents">
          <head level="1">Entstehung und Inhalt</head>
          <p>Das vorliegende Schreiben zählt zu den wenigen schriftlichen Zeugnissen, mit denen sich
            ein persönlicher Kontakt zwischen <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs>
            und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> nachweisen lässt –
            insgesamt sind lediglich drei Schreiben ihrer Korrespondenz überliefert, die sich
            allesamt im Nachlass <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs>
              befanden<anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>; die Gegenüberlieferung
            auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Seite muss als verloren
            gelten. Über Art und Intensität ihres Kontakts lässt sich vor dem Hintergrund der
            Quellenlage daher kaum etwas sagen, genauso wenig, wann und wo sie sich kennen gelernt
              haben.<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> Es spricht allerdings
            einiges dafür, dass der Kontakt zwar durchaus freundschaftlich, doch eher sporadisch und
            auch zunehmend distanziert gewesen ist.</p>
          <p>Gleich zu Anfang seines Schreibens bringt <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> seine Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> ihm entgegen seines Versprechens nicht
            geschrieben und er daher keinerlei Kenntnis von seinen Lebensumständen habe. In diesem
            Zusammenhang weist er auch auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> bestehende Botenverbindung nach <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünde</rs> hin.<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/>
            <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> verband mit seinem Schreiben
            jedoch auch einen konkreten Anlass: <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> sollte den Briefüberbringer <rs type="person" ref="#rucker_nikolaus">Nikolaus [Rucker]</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/> in Bezug
            auf die Armen in <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedt</rs> (<quote>causa pauperum
              nostrorum</quote>) beraten. Den Nonnen – gemeint ist hier das
            Zisterzienserinnenkloster <rs type="place" ref="#naundorf">Naundorf</rs> in der Nähe von
              <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedt</rs> – seien die Abgaben entzogen worden, um
            sie dem dortigen Armenwesen zuzuführen. Gegen dieses Vorgehen hatte die Äbtissin <rs type="person" ref="#schafstedt_sophie_von">Sophie von Schafstedt</rs> beim <rs type="person" ref="#friedrich_iii_sachsen">Kurfürsten</rs> Einspruch eingelegt und die
            Abgaben zurückgefordert.<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/> Auf diese
            Problematik geht <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> an dieser Stelle
            jedoch nicht ein, sondern verweist stattdessen auf das persönliche Gespräch mit <rs type="person" ref="#rucker_nikolaus">Rucker</rs>. Möglicherweise – so <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> mit Blick auf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> juristische Ausbildung und praktische
            Erfahrung in Bezug auf die Neuordnung des <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberger</rs> Armenwesens – wolle Gott <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> als Prozessbevollmächtigten (<quote>procurator</quote>), damit er
            sühne, was er im prunkvollen Aufzug für den Antichrist begangen habe (<quote>pompactio
              fastu Antichristi</quote>).<anchor type="footnote" xml:id="a6" ref="#n6" n="6"/> In
            seinem Postskriptum lässt <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> noch
            Karlstadts Frau, <rs type="person" ref="#mochau_anna">Anna von Mochau</rs>, grüßen mit
            dem Hinweis, er lebe (weiterhin) in der alten Strenge gegenüber Gott (<quote>Ego in
              prisca erga Deum versor severitate</quote>).<anchor type="footnote" xml:id="a7" ref="#n7" n="7"/>
                    </p>
          <p>Zum Zeitpunkt seines Schreibens vermutete <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs>
            <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> noch auf seinem bäuerlichen
            Landsitz in <rs type="place" ref="#woerlitz">Wörlitz</rs> ca. 15 km südwestlich von <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs>, wie aus der Anrede <quote>Suo
              charissimo fratri <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Andree Carolostadio</rs>
              in <rs type="place" ref="#woerlitz">Worlitz</rs> agricole</quote> hervorgeht. Wohl in
            der zweiten Jahreshälfte 1522 hatte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> im Zusammenhang mit seiner persönlichen Abkehr vom altkirchlichen
            Gelehrtendasein und der damit einhergehenden Entwicklung hin zum <quote>neuen
              Lai</quote>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a8" ref="#n8" n="8"/> ein Haus auf dem Land
            erworben, welches er <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> bei seinem
            Besuch in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> hatte zeigen wollen – so
              <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in seinem Brief vom 21.
            Dezember 1522.<anchor type="footnote" xml:id="a9" ref="#n9" n="9"/> Ob dieses Vorhaben
            jemals in die Tat umgesetzt wurde, ist jedoch unklar. Der persönliche Gruß an lässt
            jedoch vermuten, dass es zumindest ein kurzes persönliches Treffen möglicherweise in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> gegeben hat.<anchor type="footnote" xml:id="aKGK245i_300n" ref="#nKGK245i_300n" n="10"/>
            <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> Bote, <rs type="person" ref="#rucker_nikolaus">Nikolaus Rucker</rs>, traf <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> im Juli 1523 offenbar jedoch weder in <rs type="place" ref="#woerlitz">Wörlitz</rs> noch in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> an und kehrte daher unverrichteter Dinge nach <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedt</rs> zurück.<anchor type="footnote" xml:id="a11" ref="#n11" n="11"/>
            <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> hatte also anscheinend noch keine
            Kenntnis von der Übersiedelung <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> nach <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünde</rs>, die dieser
            spätestens seit Mai 1523 anstrebte und im Laufe des Sommers auch vollzog.<anchor type="footnote" xml:id="a12" ref="#n12" n="12"/> Dies legt nahe, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> sich wohl seit ihrem
            vermutlichen Aufeinandertreffen in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs>
            nicht bei <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> gemeldet hatte – über
            die Gründe hierfür kann jedoch nur spekuliert werden.<anchor type="footnote" xml:id="a13" ref="#n13" n="13"/> Ob <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> sich seinerseits vor Juli 1523 schriftlich an <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> gewandt hatte, ist ebenfalls unklar, auch wenn
            er davon auszugehen scheint, dass <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> über seine persönliche Entwicklung und die Übernahme der Pfarrei in
              <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedt</rs> informiert war.<anchor type="footnote" xml:id="aKGK245i_300-2n" ref="#nKGK245i_300-2n" n="14"/>
                    </p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="crit_app"/>
      <div type="footnotes">
        <note type="footnote" xml:id="n1" ref="#a1" n="1">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_237_introduction.xml"/>; <ptr type="wdb" target="kgk_245_introduction.xml"/>
          sowie ein Brief Karlstadts an Müntzer vom 19. Julli 1524 (wird in <ref type="print">KGK
            VII</ref> ediert). Zum Briefwechsel zwischen <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> insgesamt
          siehe <rs type="bibl" ref="#braeuer_briefwechsel_2001"/>. Dieser zählt auch den Sendbrief
          der <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünder</rs> an die <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedter</rs> (<rs type="bibl" ref="#thma_2004"> 2, 292–296 Nr.
            87</rs>, wird in <ref type="print">KGK VII</ref> ediert) hinzu.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">
                    <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> und <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> kannten sich
          höchstwahrscheinlich seit <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> erstem
          Aufenthalt in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> 1517/18; vgl. <rs type="bibl" ref="#braeuer_vogler_muentzer_2016">, 63–67</rs>. Zu <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> Aufenthalt in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> siehe <rs type="bibl" ref="#bubenheimer_muentzer_1989">,
          145–153</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">
                    <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> unterhielt seit seinem Aufenthalt in <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünde</rs> Kontakte dorthin, namentlich zum dortigen Konventor <rs type="person" ref="#glitsch_konrad">Konrad Glitzsch</rs>; vgl. <rs type="bibl" ref="#bubenheimer_muentzer_1989">, 175–186</rs>. Die Erwähnung dieser Botenverbindung
          könnte eine Aufforderung darstellen, auch auf diesem Weg mit <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> in Kontakt zu treten, da <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> ja schon qua Amt Kontakte nach <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünde</rs> unterhielt. Dieser Hinweis ist jedoch unabhängig von
          seiner Übersiedelung dorthin zu sehen, von der <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> ebenso wenig Kenntnis hatte wie von der Tatsache, dass <rs type="person" ref="#glitsch_konrad">Glitzsch</rs> die Pfarrei zu diesem Zeitpunkt längst verlassen
          hatte; vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_242_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">Unter den Anhängern <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> in <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedt</rs>
          befand sich ein gewisser <rs type="person" ref="#rucker_nikolaus">Nikolaus Rucker</rs>; zu
          ihm siehe <ptr type="wdb" target="kgk_KGK_.xml#nKGK245t_300n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n5" ref="#a5" n="5">Tatsächlich war das Kloster 1524 mit
          dieser Eingabe erfolgreich und erreichte schließlich, dass der Abgabenentzug rückgängig
          gemacht werden musste; vgl. <rs type="bibl" ref="#braeuer_vogler_muentzer_2016">,
            203f.</rs> Siehe auch <rs type="bibl" ref="#thma_2004"> 2, 512 Anhang 4</rs>. Zur
          Geschichte des Klosters siehe <rs type="bibl" ref="#mitzschke_nachweisungen_1900"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n6" ref="#a6" n="6">Hierbei bezieht sich <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> wahrscheinlich auf die bisherige Verstrickung <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> in das altkirchliche
          Pfründensystem, das diesem selbst ein <quote>Ärgernis</quote> war; vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_242_introduction.xml"/>. Zur Interpretation dieser Formulierung siehe <ptr type="wdb" target="kgk_KGK_.xml#nKGK245t_301n"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n7" ref="#a7" n="7">Die Interpretation, diese Äußerung sei
          dahingehend zu verstehen, dass <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> zu
          diesem Zeitpunkt noch nicht verheiratet war, ist unsicher. Hierzu siehe <rs type="bibl" ref="#braeuer_briefwechsel_2001">, 197f.</rs>; <rs type="bibl" ref="#thma_2004"> 2,
            190f. Anm. 16</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n8" ref="#a8" n="8">Hierzu siehe <ptr type="wdb" target="kgk_239_introduction.xml"/> sowie <rs type="bibl" ref="#zorzin_gelassenheit_2001">, 230f.</rs>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n9" ref="#a9" n="9">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_237_introduction.xml"/>: <quote>Deducam te in novum meum hospitum, quod in
            rure comparavi.</quote> Dass sich der hier erwähnte Landsitz in <rs type="place" ref="#woerlitz">Wörlitz</rs> befand, geht erst aus dem vorliegenden Schreiben hervor,
          siehe die von Müntzer verwendete Anrede <ptr type="wdb" target="kgk_245_transcript.xml#_245t_302"/>. </note>
        <note type="footnote" xml:id="nKGK245i_300n" ref="#aKGK245i_300n" n="10">Vgl. <rs type="bibl" ref="#braeuer_briefwechsel_2001">, 194</rs>. <rs type="bibl" ref="#braeuer_vogler_muentzer_2016"/> und <rs type="bibl" ref="#thma_2004"> 2, 150 Nr.
            53</rs> datieren dieses Treffen zuletzt auf den 21./22. Dezember 1523. Tatsächlich
          könnte es aber auch später stattgefunden haben, der üblicherweise für diese Vermutung
          herangezogene Brief <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> vom 21.
          Dezember 1522 (<ptr type="wdb" target="kgk_237_introduction.xml"/>) lässt nicht zwingend
          auf ein Treffen direkt am nächsten Tag schließen, da er keinerlei Hinweis auf den
          Aufenthaltsort <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> zu diesem Zeitpunkt
          enthält und lediglich den Wunsch <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> nach einem baldigen Treffen in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> zum Ausdruck bringt. Ebenso wenig gibt dieser Brief Anlass zu der
          Vermutung, dass <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs>
          <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> in seinem vorhergehenden, heute
          verschollenen Brief (<ptr type="wdb" target="kgk_236_introduction.xml"/>) um Vermittlung
          einer Stelle gebeten und dieser ihm die Stelle als Kaplan in <rs type="place" ref="#glaucha_halle">Glaucha</rs> bei Halle vermittelt habe. Die Tatsache, dass <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> bereits am 24. Dezember 1522 in <rs type="place" ref="#glaucha_halle">Glaucha</rs> das Abendmahl in beiderlei Gestalt
          spendete, lässt diese Theorie eher unwahrscheinlich erscheinen und legt die Vermutung
          nahe, dass <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> diese Stelle bereits
          früher – ggf. schon Anfang Dezember 1522 – angetreten hat; so bspw. <rs type="bibl" ref="#elliger_muentzer_1975">, 242f.</rs> Vor diesem Hintergrund ist der verschollene
          Brief <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> weder zwingend auf den 20.
          Dezember 1522 zu datieren noch muss er sich zu diesem Zeitpunkt zwingend in der Nähe von
            <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> aufgehalten haben. <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> hätte sich daher auch erst nach Weihnachten zu <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> begeben können.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n11" ref="#a11" n="11">Dies zumindest legt die Tatsache nahe,
          dass sich der vorliegende Brief im Nachlass <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> befand.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n12" ref="#a12" n="12">Über den genauen Zeitpunkt seiner
          Übersiedelung nach <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünde</rs> lässt sich keine
          gesicherte Aussage treffen; wahrscheinlich pendelte er noch geraume Zeit zwischen <rs type="place" ref="#woerlitz">Wörlitz</rs>, <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> und <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünde</rs>. Vgl. Einleitung
          zu <ptr type="wdb" target="kgk_243_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n13" ref="#a13" n="13">
                    <rs type="bibl" ref="#elliger_muentzer_1975">, 367</rs> vermutet, <quote>daß <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> seine ängstliche Scheu vor einem Briefwechsel
            mit ihm [Müntzer] noch immer nicht überwunden</quote> hatte, die er im schlechten Ruf
            <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> vermutete, vgl. auch <rs type="bibl" ref="#elliger_muentzer_1975">, 242</rs>. Diese Argumentation ist nicht ganz von der Hand
          zu weisen, sah sich <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> zu diesem
          Zeitpunkt doch bereits einer weitgehenden Isolation in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> ausgesetzt und betrieb daher seine Übersiedelung nach <rs type="place" ref="#orlamuende">Orlamünde</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="nKGK245i_300-2n" ref="#aKGK245i_300-2n" n="14">Über den
          Weggang <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> aus <rs type="place" ref="#glaucha_halle">Glaucha</rs> und die Übernahme der Pfarrei in <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedt</rs> hätte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> über seinen Onkel, <rs type="person" ref="#demuth_nikolaus">Nikolaus
            Demuth</rs>, bzw. über in Wittenberg kursierende Nachrichten informiert sein können. Der
          Brief <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzers</rs> an <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> vom 9. Juli 1523, in dem er auch <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> grüßen lässt, ist ebenfalls bereits mit
            <quote>parochus Allstedtensis</quote> unterzeichnet; vgl. <rs type="bibl" ref="#thma_2004"> 2, 160–172 Nr. 58</rs>; <rs type="bibl" ref="#wa"> 3, 104–107 Nr.
            630</rs>. <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs> suchte nach der
          Übernahme der Pfarrstelle in <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedt</rs> anscheinend
          zunächst erneut den Anschluss an die Wittenberger Reformatoren, sein Versuch war jedoch
          nicht von Erfolg gekrönt. Bereits am 3. August 1523 äußerte sich <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> nach dem Besuch des <rs type="place" ref="#allstedt">Allstedter</rs> Schössers <rs type="person" ref="#zeiß_hans">Zeiß</rs> gegenüber <rs type="person" ref="#spalatin_georg">Spalatin</rs> kritisch zu <rs type="person" ref="#muentzer_thomas">Müntzer</rs>; vgl. <rs type="bibl" ref="#wa_b"> 3, 119–121 Nr.
            641</rs>.</note>
      </div>
    </back>
  </text>
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