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        <title type="main">Vorlesung über Sacharja</title>
        <title type="short">Vorlesung über Sacharja</title>
        <title type="quote_title">Sacharja-Vorlesung</title>
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          <persName>Stefania Salvadori</persName>
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          <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
          <persName>Moritz Laeger</persName>
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          <persName>Moritz Laeger</persName>
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        <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
        <date type="created" when="2023"/>
        <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
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          <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
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        <bibl>
          <author>Andreas Karlstadt</author>
          <placeName>Wittenberg</placeName>
          <date notBefore="1522" notAfter="1523">Wintersemester 1522/1523</date>
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      <p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
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        <p>
          <ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische
            Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt</ref>
        </p>
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      <div type="introduction">
        <div type="history_of_the_work">
          <head level="1">Überlieferung</head>
          <listBibl type="sigla">
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              <msIdentifier>
                <repository>RSB Zwickau</repository>
                <idno type="signatur">Fasc. XXXIV</idno>
                <altIdentifier type="siglum">
                  <idno type="signatur">a</idno>
                </altIdentifier>
              </msIdentifier>
              <msContents>
                <msItem>
                  <locus>fol. 280<hi rend="super">v</hi>–282<hi rend="super">r</hi>
                    <!--VERSCH: (aus dem Nachlass und von der Hand <rs type="person" ref="#roth_stephan">Stephan
                    Roths</rs>)-->
                  </locus>
                  <title/>
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              <physDesc>
                <p>Aus dem Nachlass und von der Hand <rs type="person" ref="#roth_stephan">Stephan
                    Roths</rs>.</p>
              </physDesc>
            </msDesc>
          </listBibl>
          <listBibl type="editions">
            <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 566–568</rs>
          </listBibl>
          <listBibl type="literature">
            <rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 2, 3–5</rs>
            <rs type="bibl" ref="#bubenheimer_scandalum_1973">, 276 Anm. 52</rs>
            <rs type="bibl" ref="#gummelt_handschrift_1995">, 56f.</rs>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="contents">
          <head level="1">Entstehung und Inhalt</head>
          <p>Während seiner Amtszeit als Dekan der <rs type="place" ref="#wittenberg_theologie">theologischen Fakultät</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>
            hielt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> im Wintersemester
            1522/23 eine Vorlesung über den Propheten <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs>. Sie ist wahrscheinlich unmittelbar nach der Vorlesung über <rs type="person" ref="#jeremia">Jeremia</rs> (<ref type="print">KGK V, Nr. 231</ref>)
            einzuordnen und stellt <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> letzte
            Lehrtätigkeit an der <rs type="place" ref="#wittenberg_universitaet">Universität
              Wittenberg</rs> dar.<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> Nur die
            Auslegung des ersten Kapitels des Buches <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs>
            ist in dem hier edierten Manuskript von der Hand <rs type="person" ref="#roth_stephan">Stephan Roths</rs> niedergeschrieben worden. <rs type="person" ref="#roth_stephan">Roth</rs> traf zwischen April und Mai 1523 in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> ein, wo er auch einige von <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> Predigten abschrieb;<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/> er kehrte dann zunächst nach <rs type="place" ref="#zwickau">Zwickau</rs> zurück, um
            sich dann am 18. Oktober in <rs type="place" ref="#wittenberg">Wittenberg</rs> endgültig
            zu immatrikulieren.<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/> Dass <rs type="person" ref="#roth_stephan">Roth</rs> persönlich an der bereits vor Januar 1523
            begonnenen Vorlesung teilgenommen hat, erscheint daher unwahrscheinlich. Es liegt
            stattdessen die Vermutung nahe, er habe eher ein heute verschollenes – vielleicht
            studentisches – Manuskript transkribiert. Dass das hier edierte Stück sich als
            Reinschrift und nicht als beim Hören angefertigte Mitschrift präsentiert, untermauert
            diese Vermutung.</p>
          <p>Obwohl <rs type="person" ref="#roth_stephan">Roths</rs> Manuskript nur bruchstückhaft
            erhalten ist, ermöglicht es einen Einblick in <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Vorlesung über <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs>, die
            offenbar viele Studenten angezogen und auch <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> Aufmerksamkeit erregt hatte.<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/> Der erste Abschnitt fasst den historischen Kontext des Buches
            zusammen: Durch prophetische Visionen seien der Wiederaufbau <rs type="place" ref="#jerusalem">Jerusalems</rs>, seine fortwährende zukünftige Bedrückung und
            schließlich, dank des Schutzes Gottes, die endgültige Rettung der Auserwählten
            angekündigt worden. In einem zweiten Abschnitt wird das Buch <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs> vor einen breiteren Hintergrund gestellt und dessen
            tiefere Erläuterung des Prophetenamtes eröffnet: Der <rs type="person" ref="#sacharja">Prophet</rs> wurde gesandt, um das Volk Israel zu ermutigen, das durch die lange
            Betrübnis und die bereits von <rs type="person" ref="#jeremia">Jeremia</rs> prophezeite
            70-jährige Gefangenschaft unter dem babylonischen Joch erschöpft war und an den
            Verheißungen Gottes zweifelte. Zentrales Thema der Vorlesung ist die komplexe Beziehung
            zwischen göttlichen Verheißungen und menschlichem Glauben.</p>
          <p>Im folgenden dritten Abschnitt gliedert sich <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Auslegung nicht nach der ursprünglichen Darstellung der Ereignisse
            und Visionen im Buch <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs>, sondern schreitet
            thematische Schwerpunkte ab, die dessen tiefere göttliche Botschaft verraten. Diese
            Schwerpunkte sind in einer Zwischenüberschrift als <term type="term">loci
              communes</term> bezeichnet; der Begriff hatte mit <rs type="person" ref="#melanchthon_philipp">Melanchthons</rs> gleichnamigem Werk eine zentrale
            Bedeutung für die Ausgestaltung einer neuen theologischen Methode innerhalb der
            Reformation gewonnen.<anchor type="footnote" xml:id="a6" ref="#n6" n="6"/>
            <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> teilte zwar die zentrale
            Annahme dieses <term type="term">Loci</term>-Ansatzes, über die narrative und
            syntaktische Struktur der einzelnen Bücher hinaus die allgemeinen theologischen
            Grundbegriffe (<term type="term">loci communes</term>) herauszuarbeiten, die für die
            christliche Heilsbotschaft zentral waren, löste aber in der hier edierten Vorlesung den
            Bezug zur Hauptstruktur des biblischen Textes nicht völlig auf, wie es <rs type="person" ref="#melanchthon_philipp">Melanchthon</rs> 1521 mit dem Römerbrief getan
              hatte.<anchor type="footnote" xml:id="a7" ref="#n7" n="7"/> Obwohl die einzelnen
            Visionen und Ereignisse nicht sukzessiv kommentiert werden, listet <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> die darin enthaltenen <term type="term">Loci</term> weiterhin nach der Reihenfolge der einzelnen Kapitel des Buches <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs> auf.<anchor type="footnote" xml:id="a8" ref="#n8" n="8"/>
                    </p>
          <p>Die meisten von <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> angekündigten
            zentralen <term type="term">Loci</term> aus <rs type="biblical" cRef="Za_1,0">Sach
              1f.</rs> lassen sich aus dem facettenreichen Verhältnis der Gläubigen zu den
            Verheißungen und damit zum unausweichlichen Willen Gottes ableiten. Vor diesem
            Hintergrund stehen zunächst die Ausführungen über das Wesen des wahren Gebets (<rs type="biblical" cRef="Za_1,0">Sach 1</rs>), das nur in der vollkommenen
            Übereinstimmung des menschlichen mit dem göttlichen Willen verwirklicht sei.<anchor type="footnote" xml:id="a9" ref="#n9" n="9"/> Es folgen die <term type="term">Loci</term> über Kirche, Priester und Auserwählte (<rs type="biblical" cRef="Za_2,0">Sach 2f.</rs>), leichtfertige Eide (<rs type="biblical" cRef="Za_4,0">Sach 4</rs>)
            und Engel (<rs type="biblical" cRef="Za_5,0">Sach 5f.</rs>), über Fasten, Werke und
            Opfergaben, die einzig und allein zur Ehre Gottes und nicht zum eigenen Vorteil erlaubt
            seien (<rs type="biblical" cRef="Za_7,0">Sach 7</rs>),<anchor type="footnote" xml:id="a10" ref="#n10" n="10"/> über die Macht Gottes und sein Reich (<rs type="biblical" cRef="Za_8,0">Sach 8f.</rs>); über den Antichristen und böse Priester
              (<rs type="biblical" cRef="Za_10,0">Sach 10</rs>), über Betrübnisse, die nützlich sein
            können, und über <rs type="person" ref="#adam">Adams</rs> Joch (<rs type="biblical" cRef="Za_13,0">Sach 13</rs>).</p>
          <p>Im Anschluss an diese Reihe von <term type="term">Loci</term> und eine Einleitung zur
            Rolle des <rs type="person" ref="#sacharja">Propheten</rs> folgt der Kommentar zum
            ersten Kapitel des Buches <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs>: Dieses zeige,
            dass Gott sein Volk zu sich rufe, wie <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> gleich zu Beginn mit Bezug auf <rs type="biblical" cRef="Za_1,3">Sach
              1,3</rs> hervorhebt. Hier finden sich Themen und Argumente, die bereits in den
            Karlstadt-Schriften der vergangenen Jahre zum Ausdruck gekommen waren. Die Bekehrung des
            Menschen sei allein das Werk des Vaters, Engel und Heilige könnten dabei nichts
            bewirken, denn die menschliche Natur könne aus eigenen Kräften der göttlichen nicht
            folgen und sich nicht nähern. Niemand komme zu Christus, es sei denn, der Vater zieht
            ihn (<rs type="biblical" cRef="Io_6,44">Joh 6,44</rs>). Allein Gott beschneidet das Herz
            des Menschen, das heißt, er erweckt im Gläubigen einen tiefen Hass gegen seine sündhafte
            Natur. Die Abtötung des alten Menschen, des alten <rs type="person" ref="#adam">Adam</rs>, durch das Wirken des Geistes führt zur Bekehrung des wahren Christen, der
            an sich selbst verzweifelt und sich ganz Gott anvertraut.<anchor type="footnote" xml:id="a11" ref="#n11" n="11"/> Der Kommentar zum nächsten Vers (<rs type="biblical" cRef="Za_1,4">Sach 1,4</rs>) weist auf die Sünde der Bösen, die dem Vater nicht folgen
            und deshalb sündigen. Denn obwohl sie sich der göttlichen Macht und ihrer Missetaten
            bewusst seien, bereuten sie nicht ihre Schuld und das Verbrechen, das sie gegen Gott
            begangen haben, sondern seien beschämt wie Diebe, die auf frischer Tat ertappt
            wurden.</p>
          <p>Der letzte Abschnitt, den <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> dem
            ersten Kapitel des Buches <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs> zuordnet,
            befasst sich mit einem weiteren <term type="term">locus</term>, nämlich mit dem
            Grundbegriff <quote>Gebet</quote>. Das Gebet sei ein Akt des Glaubens, eine durch den
            Geist geleitete Abstimmung zwischen dem Willen des Gläubigen und dem Willen Gottes. Aus
            diesem Grund bringe das wahre Gebet die Verheißungen und die Wahrheit des Vaters stets
            zum Ausdruck; es sei deshalb erfüllt. Ein durch die menschliche Vernunft und den
            postlapsarischen Willen geleitetes Gebet dagegen sei lügenhaft und bliebe
            wirkungslos.</p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="crit_app"/>
      <div type="footnotes">
        <note type="footnote" xml:id="n1" ref="#a1" n="1">Es ist unklar, wann <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> 1522 offiziell das Amt antrat; siehe auch die
          Einleitung zu <ref type="print">KGK V, Nr. 231</ref>. Die Promotionen unter seinem Dekanat
          reichen von Ende Oktober 1522 bis Anfang Februar 1523; vgl. <rs type="bibl" ref="#ficker_liber_1923">, fol. 34<hi rend="super">v</hi>
                    </rs> (<rs type="bibl" ref="#foerstemann_liber_1838">, 27f.</rs>). Am 3. Februar 1523 promovierte <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> als Promotor und amtierender Dekan
            <rs type="person" ref="#westermann_johannes">Johannes Westermann</rs> und <rs type="person" ref="#crop_gottschalk">Gottschalk Grop</rs>, bekundete aber durch seinen
          Eintrag im Dekanatsbuch sogleich, er wolle künftig keinen Grad mehr verleihen; auch die
          zwei Gulden wolle er nicht für sich behalten, vgl. <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Eintrag und <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> (spätere) Reaktion im Dekanatsbuch ediert in <ref type="print">KGK V, Nr. 234</ref>. Zur radikalen Infragestellung der gelehrten,
          akademischen Bildung durch <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadt</rs> und
          der Inszenierung als <quote>neuer Laie</quote> siehe ausführlich <ptr type="wdb" target="kgk_239_introduction.xml"/> und <ptr type="wdb" target="kgk_241_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">Darauf deutet ein Bericht des Rektors der
            <rs type="place" ref="#wittenberg_universitaet">Universität</rs>, <rs type="person" ref="#schwertfeger_johannes">Johannes Schwertfeger</rs>, an den <rs type="person" ref="#friedrich_iii_sachsen">Kurfürsten</rs> vom 19. März 1523 (<quote>Donnerstag nach
            Latere 1523</quote>), aus der Sammlung Neudeckers, heute FB Gotha, Chart. A 1289 I, fol.
            268<hi rend="super">r</hi>–270<hi rend="super">v</hi>, hier fol. 270<hi rend="super">v</hi> hin: <quote>Dazu mochte man weiter Studenten haben, wie wol itzund mehr
            lectiones gelesen werden, denn hr. Johann a. Pommern liest den Isaiam, der Francoss
            Minores Prophetas, doctor Veltkirchen Lucam, doctor Carolstadt Zachariam. Des probsts
            lectio, der Paulum ad Romanos und Philippi lectio, der Johannem gelesen, seind itzo
            aus.</quote>; die Stelle ist auch gedruckt in <rs type="bibl" ref="#kawerau_briefwechsel_1885"> 1, 85 Anm. 1</rs>. Zu <rs type="person" ref="#bugenhagen_johannes">Bugenhagens</rs> Vorlesung über <rs type="person" ref="#jesaja">Jesaja</rs> siehe <rs type="bibl" ref="#gummelt_lex_1994">, 14; 18</rs>.
          Zur Vorlesung über <rs type="person" ref="#hosea">Hosea</rs> von <rs type="person" ref="#lambert_franz">Franz Lambert von Avignon</rs> vgl. <rs type="bibl" ref="#mueller_lambert_1958">, 15–17</rs>. Mit <quote>Veltkirchen</quote> ist <rs type="person" ref="#dölsch_johannes">Johannes Dölsch</rs> gemeint, der im Juli 1523
          starb. Zu <rs type="person" ref="#jonas_justus">Justus Jonas</rs>' Vorlesung über den
          Römerbrief siehe <rs type="bibl" ref="#gummelt_jonas_2009">, 122</rs>. Die 1522 begonnene
          und Anfang März 1523 abgeschlossene Johannesvorlesung <rs type="person" ref="#melanchthon_philipp">Melanchthons</rs> ist in <rs type="bibl" ref="#cr"> 15,
            1043–1220</rs> ediert.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">Vgl. <rs type="bibl" ref="#metzler_roth_2008">, 90</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">
                    <rs type="bibl" ref="#foerstemann_album_1841">, 120</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n5" ref="#a5" n="5">Vgl. den Brief <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> an <rs type="person" ref="#spalatin_georg">Spalatin</rs> vom 2. Januar 1523; <rs type="bibl" ref="#wa_b"> 3, 2,43–45</rs>:
            <quote>Quamquam Philippi et Carlstadii lectiones, ut sunt optimae, ita et abundent,
            Tamen et Pomerani nolim abesse, quod Carlstadii sit incerti temporis</quote>; siehe auch
          die dazugehörige Anm. 13: <quote>Walch liest sint (Subjekt: lectiones) und übersetzt:
              <quote>weil die Karlstadts unregelmäßig stattfinden</quote>. Karlstadt las über
            Sacharja.</quote>
                </note>
        <note type="footnote" xml:id="n6" ref="#a6" n="6">Zur <term type="term">Loci</term>-Methode
          im Humanismus und in der Reformation siehe – auch für weitere bibliographische Hinweise –
            <rs type="bibl" ref="#frank_topic_2011"/>; <rs type="bibl" ref="#schmidt-biggemann_topik_2012"/>; <rs type="bibl" ref="#kuropka_melanchthon_2002">,
            hier vor allem 44–50</rs>; siehe auch <rs type="bibl" ref="#kaufmann_chemnitz_1997"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n7" ref="#a7" n="7">Vgl. Melanchthons <term type="title">Loci
            communes (1521)</term>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n8" ref="#a8" n="8">Vgl. auch <rs type="bibl" ref="#hasse_tauler_1993">, 190 Anm. 7</rs>: <quote>Zur Anwendung der Loci-Methode, vgl.
              <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> im Wintersemester 1522/1523
            gehaltene Sacharjavorlesung, der Karlstadt <quote>Loci communes in Zachariam</quote>
            vorangestellt hat. Die in Anlehnung an ausgewählte Stellen des Buches Sacharja
            formulierten Loci sind zugleich die Themen, die in der Vorlesung nacheinander behandelt
            worden sind <gap/>. Karlstadt hat also der fortlaufenden Exegese die Loci-Methode
            vorgezogen.</quote> In <rs type="bibl" ref="#karlstadt_loci_1540"/> verdeutlicht er
          seine Interpretation des Begriffes <term type="term">Locus/Loci</term>; siehe nochmals <rs type="bibl" ref="#hasse_tauler_1993">, 189–191</rs>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n9" ref="#a9" n="9">Diese grundlegende Abstimmung zwischen dem
          göttlichen und dem menschlichen Willen wird ausführlich betrachtet in <term type="title">Von Mannigfaltigkeit des Willens Gottes</term>, <ptr type="wdb" target="kgk_239_introduction.xml"/>.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n10" ref="#a10" n="10">Mit Bezug auf <rs type="biblical" cRef="Za_7,5">Sach 7,5–9</rs>, dessen Kommentar in der hier edierten Handschrift nicht
          überliefert ist. Die Kritik an allen Ritualen und Opfern, durch die Menschen Gottes
          Barmherzigkeit und Hilfe verdienen könnten, steht jedoch nicht nur im Einklang mit <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> theologischen Überlegungen in den
          Jahren 1521–1523, sondern auch mit dem späteren Kommentar zum 1. Kapitel des Buches <rs type="person" ref="#sacharja">Sacharja</rs>, das im Manuskript von der Hand <rs type="person" ref="#roth_stephan">Roths</rs> überliefert ist.</note>
        <note type="footnote" xml:id="n11" ref="#a11" n="11">Zur Beschneidung des Herzens siehe
            <term type="title">Von Gelübden Unterrichtung</term> (<!-- <ref type="print">KGK IV, Nr.
            203</ref> -->
                    <ptr type="wdb" subtype="inter-vol-qv" target="kgk_203_introduction.xml"/>) und <term type="title">De legis litera</term> (<!-- <ref type="print">KGK IV, Nr.
            197</ref> -->
                    <ptr type="wdb" subtype="inter-vol-qv" target="kgk_197_introduction.xml"/>); das Sündenbekenntnis, die Verzweiflung und die endgültige Gelassenheit als
          Etappen einer mystischen Bekehrungserfahrung sind typisch für <rs type="person" ref="#karlstadt_andreas">Karlstadts</rs> Theologie dieser Zeit und werden dann in
          späteren Schriften – insbesondere <ptr type="wdb" target="kgk_239_introduction.xml"/> und
            <ptr type="wdb" target="kgk_241_introduction.xml"/> – ausführlich entfaltet.</note>
      </div>
    </back>
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</TEI>