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				<title type="main">Johannes Eck an Andreas Karlstadt </title>
				<title type="short">Eck an Karlstadt</title>
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					<persName>Alejandro Zorzin</persName>
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				<publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
				<date type="created" when="2013"/>
				<distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
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					<p xml:id="p1">Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
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					<author>Johannes Eck</author>
					<placeName>Ingolstadt</placeName>
					<date when="1518-05-28">1518, 28. Mai</date>
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			<p>Zeichen aus der Private Use Area entsprechen MUFI 3.0 (http://mufi.info)</p>
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					<ref type="homepage" target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000216/start.htm">Kritische Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von
						Karlstadt</ref>
				</p>
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			<div type="introduction">
				<div type="history_of_the_work">
					<head level="1">Überlieferung</head>

					<listBibl type="editions">
						<rs type="bibl" ref="#olearius_scrinium_1671" xml:id="sigle_a">, 29–31<ptr type="digitalisat" target="http://diglib.hab.de/drucke/li-6770-1/start.htm?image=00049"/>.</rs>
						<rs type="bibl" ref="#olearius_scrinium_1698">, 29–31.</rs>
						<rs type="bibl" ref="#gerdes_scrinium_1763">, 310–311<ptr type="digitalisat" target="http://books.google.de/books?id=0ThAAAAAYAAJ&amp;ots=EXfRR0YZf4&amp;dq=gerdes%20daniel%20scrinium%207&amp;hl=de&amp;pg=PA306#v=onepage&amp;q&amp;f=false"/>.</rs>
						<rs type="bibl" ref="#loescher_reformationsacta_1720"> 2, 64f.<ptr type="digitalisat" target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10360760_00080.html"/>
                        </rs>
						<rs type="bibl" ref="#eck_briefwechsel_2011">, Nr. 60<ptr type="digitalisat" target="http://ivv7srv15.uni-muenster.de/mnkg/pfnuer/Eckbriefe/N060.html"/>.</rs>
					</listBibl>
					<listBibl type="literature">
						<rs type="bibl" ref="#barge_karlstadt_1905"> 1, 125.</rs>
						<rs type="bibl" ref="#kruse_universitaetstheologie_2002">, 169.</rs>
						<rs type="bibl" ref="#fabisch_iserloh_dokumente_1988"> 1, 381f.</rs>
					</listBibl>
				</div>
				<div type="contents">
					<head level="1">Inhalt und Entstehung</head>

					<p xml:id="p4">
                        <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> hat erfahren, dass
						Karlstadt und die Wittenberger über ihn erbost sind, weil er seinem Bischof
								<supplied>
                            <rs type="person" ref="#eyb_gabriel">Gabriel von
								Eyb</rs>
                            <anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>
                        </supplied> privat Einiges gegen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luthers</rs> Lehre aufschrieb. Hätte er gewusst,
						dass jene Kritteleien an andere Personen gelangen würden, wären sie nicht
						spontan und eilfertig verfasst worden, wie es in Privatschreiben üblich ist.
						Daher wundert er sich, dass Karlstadt auf ihn zornig ist. <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> habe ihm seine Verehrung nicht
						vorgetäuscht; das sei nicht seine Art. Es heißt, Karlstadt bereite sich auf
						einen <quote>Zweikampf</quote> mit <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> vor. Das könne er nicht glauben. Wieso bereite er sich nicht
						gegen die benachbarten <rs type="place" ref="#frankfurt_universitaet">Frankfurter</rs> vor, die in gedruckten Zetteln <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> hundertfach Fehler vorwerfen. <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> will in freundschaftlicher
						Gesinnung darüber nachdenken; Karlstadt solle fallen lassen, was er gegen
						den <quote>unschuldigen <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs>
                        </quote> vorhabe. Es war nicht <rs type="person" ref="#eck_johannes">Ecks</rs> Absicht, <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> zu schaden. Wenn Karlstadt etwas gegen
						ihn unternehme, wäre es freundschaftliche Pflicht gewesen, ihn einzuweihen.
						Wo <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> bei sich Fehler erkennt,
						will er sie eingestehen. Sollte er aber feststellen, dass Karlstadt zu
						scharf gegen ihn schreibt, will er sich mit Unterstützung von Lehrern und
						Freunden <quote>in berühmteren Universitäten der christlichen Welt</quote>
						verteidigen. Aber er ziehe vor, es nicht tun zu müssen. Karlstadt solle
						überlegen, was zu tun sei, und erst dann die Sache angehen.</p>


					<p xml:id="p5">Es lässt sich nicht bestätigen, ob Johannes Eck<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/> und Karlstadt im Anschluss
						an <rs type="person" ref="#scheurl_christoph">Christoph Scheurls</rs>
						Bemühungen, Anfang April 1517 zwischen beiden eine Freundschaft
							anzubahnen<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/>,
						direkten Kontakt aufgenommen hatten.<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/> Spätestens ab dem Zeitpunkt, als Karlstadt von <rs type="person" ref="#eck_johannes">Ecks</rs>
						<term type="title">Obelisken</term> gegen seinen Wittenberger Kollegen <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> erfuhr (vielleicht schon
						Anfang März 1518), wird er keinen Kontakt mehr zu <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> gesucht haben. Dass <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> weiterhin in Verbindung zu dem Wittenberger
						Dozenten und Karlstadts Stiftskollegen <rs type="person" ref="#dölsch_johannes">Johann Dölsch</rs> stand, bestätigt Karlstadt im
						Brief vom 21. Mai 1518 an <rs type="person" ref="#spalatin_georg">Spalatin</rs>.<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/> Am
						14. Mai 1518 war anlässlich der Promotion des <rs type="person" ref="#claii_nikasius">Nikasius Claji</rs> zum Baccalaureus biblicus in
							<rs type="place" ref="#wittenberg_universitaet">Wittenberg</rs> über die
						erste Thesenreihe (Th. 1–101) von Karlstadts <term type="title">Apologeticae
							Conclusiones</term> disputiert worden; sie enthielt aber keine explizit
						gegen <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> gerichtete
							Thesen.<anchor type="footnote" xml:id="a6" ref="#n6" n="6"/>
						<rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> hatte <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> am 19. Mai 1518 geschrieben und ihm über
							<rs type="person" ref="#linck_wenzeslaus">Wenzeslaus Linck</rs>
                        <anchor type="footnote" xml:id="a7" ref="#n7" n="7"/> handschriftlich
						ausgefertigte <term type="title">Asterisken</term> gegen dessen <term type="title">Obelisken</term> zugeschickt.<anchor type="footnote" xml:id="a8" ref="#n8" n="8"/> Dabei erwähnte er seinen Kollegen
						Karlstadt nicht.<anchor type="footnote" xml:id="a9" ref="#n9" n="9"/>
						<rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> hatte von Karlstadts
							<quote>Zweikampf</quote> gegen ihn erfahren, aber zum Zeitpunkt des
						vorliegenden Briefes von Karlstadts <term type="title">Apologeticae
							Conclusiones</term> noch kein Exemplar gesehen. Sein Appell an
						Karlstadt, doch besser gegen die Frankfurter vorzugehen, die (anders als <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs>) <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> öffentlich angegriffen hätten, beweist,
						dass <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> die Thesenreihen nicht
						kennt, in denen Karlstadt das bereits getan hatte. <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> scheint aber davon auszugehen, dass
						Karlstadt etwas gegen ihn verfasst hat bzw. im Begriff ist, etwas zu
						veröffentlichen. Denn es ist bezeichnend, dass er im Brief äußert, sich im
						Fall eines zu <quote>hitzigen</quote> oder <quote>bissigen</quote> Angriffs
						von Karlstadt gegen ihn <quote>in berühmteren Universitäten der christlichen
							Welt</quote> dagegen verteidigen zu wollen.</p>

				</div>
			</div>
		</body>
		<back>
			<div type="footnotes">
				<note n="1" type="footnote" ref="#a1" xml:id="n1">
                    <rs type="person" ref="#eyb_gabriel">Gabriel von Eyb</rs> (1455–1535) Bischof von Eichstätt
					seit 1496; vgl. <rs type="bibl" ref="#wendehorst_eichstaett_2006">,
					214ff.</rs>
                </note>
				<note n="2" type="footnote" ref="#a2" xml:id="n2">Johannes Eck (1486–1543); zu ihm
						<rs type="bibl" ref="#worstbrock_2005"> 1, 576–585</rs>.</note>
				<note n="3" type="footnote" ref="#a3" xml:id="n3">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_055_transcript.xml"/>.</note>
				<note n="4" type="footnote" ref="#a4" xml:id="n4">Im Brief vom 3. November 1517 an
					Karlstadt legt <rs type="person" ref="#scheurl_christoph">Scheurl</rs> ihm nahe,
					die gemeinsame Freundschaft mit <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs>
					nicht zu vernachlässigen (vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_063_transcript.xml"/>). <rs type="person" ref="#eck_johannes">Ecks</rs> Formulierung in diesem
					Brief: <quote>Gleichwohl werde ich, wenn unsere neulich begonnene Freundschaft
						weiterbestehen soll, in freundschaftlicher Gesinnung über das Geschehene
						nachdenken <gap/>.</quote>, lässt die Deutung zu, dass Karlstadt um die
					Jahreswende 1517/18 <rs type="person" ref="#scheurl_christoph">Scheurls</rs>
					Bitte nachgekommen war und <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs>
					geschrieben hatte.</note>
				<note n="5" type="footnote" ref="#a5" xml:id="n5">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_082_transcript.xml"/>.</note>
				<note n="6" type="footnote" ref="#a6" xml:id="n6">Vgl. <ptr type="wdb" target="kgk_080_transcript.xml"/>; <rs type="bibl" ref="#foerstemann_liber_1838">, 22</rs>.</note>
				<note n="7" type="footnote" ref="#a7" xml:id="n7">
                    <rs type="person" ref="#linck_wenzeslaus">Wenzeslaus Linck</rs> (1483–1547).</note>
				<note n="8" type="footnote" ref="#a8" xml:id="n8">
                    <rs type="bibl" ref="#wa_b"> 1,
						178</rs>.</note>
				<note n="9" type="footnote" ref="#a9" xml:id="n9">Erst im Brief an <rs type="person" ref="#scheurl_christoph">Scheurl</rs> (vom 15. Juni 1518) bittet <rs type="person" ref="#luther_martin">Luther</rs> diesen, dafür zu sorgen, dass
						<rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> nicht zu harsch auf
					Karlstadts Thesen gegen ihn reagiert, denn dazu habe zuerst <rs type="person" ref="#eck_johannes">Eck</rs> Anlass gegeben (<rs type="bibl" ref="#wa_b"> 1,
						183,20f.</rs>).</note>
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