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            <titleStmt>
                <title type="main">Editionsrichtlinien</title>
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                    <resp n="content">
                        <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
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                    <resp n="content">
                        <persName>Harald Bollbuck</persName>
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                    <resp n="content">
                        <persName>Alejandro Zorzin</persName>
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                    <resp n="content">
                        <persName>Martin Keßler</persName>
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                        <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
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                    <resp n="post-coding">
                        <persName>Jennifer Bunselmeier</persName>
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                    <resp n="post-coding">
                        <persName>Moritz Laeger</persName>
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            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ptr type="link" target="http://www.hab.de"/>)</publisher>
                <date type="created" when="2013"/>
                <date type="updated" when="2023"/>
                <!--updated on 05-08-2024 on the basis of the print version volume vii-->
                <!--updated on 23-11-2023 on the basis of the print version volume vi-->
                <!--updated on 05-07-2023 on the basis of the print version volume v-->
                <!--note 1: heading of section v and vi had to be manually edited-->
                <!--note 2: footnotes had to be ajusted for the online edition-->
                <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
                <availability status="restricted">
                    <p xml:id="p1">Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref type="copyright" target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <p>born digital</p>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div type="front" xml:id="d1">
                <p>Ziel der Edition ist es, die Textgestalt so nah wie möglich am Original zu halten und
                    zugleich die Lesbarkeit zu erleichtern. Grundsätzlich werden nur minimale Eingriffe
                    vorgenommen. Dies bedeutet, dass eine konservative Vorgehensweise gewählt wurde, um
                    die Textgestalt der Vorlage dokumentarisch so getreu wie möglich wiederzugeben.
                    Liegen verschiedene Textvarianten vor, wird der Urdruck unter Berücksichtigung von
                    Verbesserungen in Nachdrucken als Textgrundlage angesetzt. Ausnahmen werden in den
                    Einleitungen begründet. Handschriftliche Textkorrekturen, die nachweislich von
                    Karlstadt oder seinen Gehilfen vorgenommen wurden, berücksichtigt die Edition bei
                    der Textkonstitution. Für die Quelleneinsicht wurde, wenn nicht anders angegeben,
                    auf Digitalisate zurückgegriffen.</p>
            </div>
            <div xml:id="d2">
                <head level="1">I. Orthographie</head>
                <div>
                    <p>Für die lateinischen Texte gilt das Folgende:</p>
                    <list>
                        <item xml:id="i1">In der Orthographie ist das Zeitkolorit weithin zu
                            bewahren.</item>
                        <item xml:id="i2">Die Buchstabenkombination <supplied>ij</supplied> wird stets
                            als <supplied>ii</supplied>, das kontrahierte <supplied>æ</supplied> und
                            e-caudata als <supplied>ae</supplied> wiedergegeben. Ein besonderer Aspekt
                            der vokalischen Textkonstitution ist die fehlende Cauda bei e-caudata. Die
                            Verwendung von e-caudata in den Rhau-Grunenberg-Drucken ist inkonsequent
                            (Bsp. quę, que/quae). Die Nachdrucke des humanistisch geschulten Lazarus
                            Schürer aus Schlettstadt dagegen setzen durchgehend <supplied>ae</supplied>
                            und verzichten auf e-caudata.</item>
                        <item xml:id="i3">
                            <supplied>i</supplied> und <supplied>j</supplied> werden in
                            lateinischen Texten als <supplied>i</supplied> wiedergegeben.</item>
                        <item xml:id="i4">
                            <supplied>u</supplied> und <supplied>v</supplied> sind nach
                            dem jeweiligen Lautwert zu normalisieren, d.h. konsonantischer Gebrauch wird
                            mit <supplied>v</supplied>, vokalischer mit <supplied>u</supplied>
                            wiedergegeben. Daraus ergibt sich, dass die Kombinationen
                            <supplied>vv</supplied> und <supplied>vu</supplied> als das intendierte
                            volkssprachliche <supplied>w</supplied> wiedergeben werden (Bsp.
                            Vuittenburgenses als Wittenburgenses).</item>
                        <item xml:id="i5">Die nicht normierte Abwechslung zwischen
                            <supplied>t</supplied> und <supplied>c</supplied> ist beizubehalten
                            (Bsp. nacio).</item>
                        <item xml:id="i6">Inkonsequenzen der Vorlagen bei der Verwendung von
                            <supplied>oe</supplied> / <supplied>e</supplied> (z.B. poena / pena)
                            stören die Lesbarkeit nicht, eine Vereinheitlichung ist grammatikalisch
                            nicht erforderlich und bleibt daher als Zeitkolorit damaliger Latinität
                            erhalten. Gleiches gilt für <supplied>y</supplied> anstelle von
                            <supplied>i</supplied>, <supplied>ch</supplied> anstelle von
                            <supplied>c</supplied> (lachryma anstelle von lacrima) und Ausfall
                            plosiver Laute (Bsp. averte anstelle von adverte) etc. Erhalten bleiben auch
                            Uneinheitlichkeiten der Vorlage hinsichtlich der Verdoppelung von
                            Konsonanten (Bsp. littera und litera).</item>
                        <item xml:id="i7">Diese Vielfalt zeitgenössischer Textgestalten soll
                            wiedergegeben werden, indem der jeweils als Vorlage gewählte Text in seiner
                            Spezifik bestehen bleibt. Bei der Auflösung von Abkürzungen innerhalb eines
                            solchen Textbildes wird der unmittelbare Kontext erhalten, indem nach der
                            jeweils letzten ausgeschriebenen Form expandiert wird (bes. im Fall von
                            <supplied>ae</supplied> und <supplied>e</supplied> wie bei expandierten
                            Namen, z.B. Tho<ex>me</ex>, aber auch bei der Auflösung von Abbreviaturen
                            wie littera/litera).</item>
                        <item xml:id="i8">Die Inkonsequenzen bei Klein- und Großschreibung bleiben
                            erhalten. Bei mehreren Großbuchstaben in Folge wird ab dem zweiten
                            kleingeschrieben (z.B. Ambrosius statt AMBROsius).</item>
                        <item xml:id="i9">Römische und arabische Zahlen werden jeweils beibehalten, eine
                            Mischung innerhalb einer Zahl wird arabisch aufgelöst (Bsp. ar. i ad xx et
                            z6 ad i7 wird zu ar. i ad xx et 26 ad 17).</item>
                    </list>
                </div>
                <div>
                    <p>Für die deutschen Texte gilt darüber hinaus das Folgende:</p>
                    <list>
                        <item xml:id="i10">Übergeschriebene Vokale über Buchstaben werden nach Vorlage
                            wiedergegeben.</item>
                        <item xml:id="i11">
                            <supplied>i</supplied>, <supplied>j</supplied>,
                            <supplied>u</supplied>, <supplied>v</supplied> und
                            <supplied>w</supplied> werden entsprechend dem Lautwert wiedergegeben;
                            <supplied>y</supplied> wird beibehalten.</item>
                        <item xml:id="i12">Der Bestand von Konsonanten bzw. Konsonantendoppelung wird
                            bewahrt.</item>
                        <item xml:id="i13">
                            <supplied>S</supplied>, <supplied>ss</supplied>,
                            <supplied>ß</supplied>, <supplied>sz</supplied> und
                            <supplied>z</supplied> werden beibehalten, zwischen Lang-s und Rund-s
                            wird nicht unterschieden. <supplied>uu</supplied> und
                            <supplied>vu</supplied>, die für <supplied>w</supplied> stehen, werden
                            mit <supplied>w</supplied> wiedergegeben.</item>
                        <item xml:id="i14">
                            <supplied>dz</supplied> wird stillschweigend in
                            <supplied>das</supplied>, <supplied>ꝺ</supplied> in
                            <supplied>der</supplied> aufgelöst.</item>
                        <item xml:id="i15">Die Großschreibung folgt, sofern erkennbar, der Vorlage
                            (größer geschriebene Kleinbuchstaben werden nicht als Groß-, sondern als
                            Kleinbuchstaben wiedergegeben).</item>
                        <item xml:id="i16">Die Getrennt- und Zusammenschreibung folgt der Vorlage,
                            sofern diese eindeutig ist.</item>
                        <item xml:id="i17">Die Herangehensweise bei der Verzeichnung der Varianten ist
                            pragmatisch. Mundartliche Abweichungen finden unbedingt Aufnahme, ebenso
                            bestimmte grammatische Unterschiede (Dativ/Akkusativ). Variationen im
                            Lautwert (i/j/y bzw. u/v) werden im Textapparat nicht verzeichnet,
                            Unterschiede in Zusammen- und Getrenntschreibung nur bei
                            Bedeutungsverschiebungen.</item>
                    </list>
                </div>
            </div>
            <div xml:id="d5">
                <head level="1">II. Kürzel, Kontraktionen und Abkürzungen</head>
                <list>
                    <item xml:id="i18">Gängige Abbreviaturen und Kontraktionen (Auslassung einzelner
                        Buchstaben im Wort, die durch spezielle Zeichen markiert werden, wie
                        per/prae/pro/quae/quo/quia/quam, weiter n. für enim, nra für nostra, ee für esse
                        etc.), Omissionen (Nasal- und Geminationsdiakritika, z.B. un̄ für und) und
                        Ligaturen (æ, œ) werden bei Eindeutigkeit stillschweigend aufgelöst. Aus den
                        Handschriften und Karlstadtdrucken wurden Abkürzungslisten erhoben.</item>
                    <item xml:id="i19">Tachygraphische tironische Noten (z.B. &amp; und &amp;c.) werden
                        ebenfalls stillschweigend aufgelöst.</item>
                    <item xml:id="i20">Suspensionen, besonders von Autorennamen, Anreden, Werktiteln
                        oder bei Uneindeutigkeit, werden aufgelöst, die Expansionen mittels dezenter
                        Hochkommata kenntlich gemacht (z.B. D. als D<ex>ominus</ex>, .i. als i<ex>d
                            est</ex>; u.ä.). Zur Auflösung von im Text gebotenen Literaturreferenzen
                        siehe IV. Davon ausgenommen sind Bibelstellenangaben. Abkürzungen für <term type="term">capitulum</term> (cap., ca., c. oder .c.), <term type="term">liber</term> (l./li.) etc. in Literaturangaben bleiben unaufgelöst.</item>
                </list>
            </div>
            <div xml:id="d6">
                <head level="1">III. Interpunktion</head>
                <p>Die Interpunktion gibt die historischen Interpunktionsgewohnheiten bzw. das
                    Sprachgefälle des 16. Jahrhunderts wieder, welches sich nicht den konsequent
                    logischen Interpunktionsregeln der klassischen Philologie anpassen lässt. Von einer
                    die syntaktische Struktur erhellenden Modernisierung wird abgesehen.</p>
                <list>
                    <item xml:id="i21">Im Falle von offensichtlich typographisch bedingtem Fehlen der
                        Interpunktion werden Satzschlusszeichen ergänzt. Ein durch Großschreibung
                        erkennbarer Satzanfang, bei dem der schließende Punkt des Vorsatzes fehlt, wird
                        durch einen Punkt ergänzt. Die Ergänzungen erfolgen in spitzen Klammern.</item>
                    <item xml:id="i22">Die Titelaufnahme in der Einleitung erfolgt diplomatisch und
                        zeichengetreu; in die Titelwiedergabe der Transkription werden am Zeilenende
                        bzw. -umbruch benutzte Worttrennungszeichen (Rhau-Grunenberg: schräges
                        Gleichheitszeichen <supplied>⸗</supplied> bzw. Virgel in dieser Funktion) durch
                        einen einfachen Trennungsstrich ersetzt bzw. bei Fehlen ohne Kenntlichmachung
                        ergänzt.</item>
                    <item xml:id="i23">Absatzmarken (Paragraphos-Zeichen) werden wiedergegeben, da nicht
                        immer zu entscheiden ist, ob sie einen neuen Absatz oder eine untergeordnete
                        Gliederungsform abbildeten.</item>
                </list>
            </div>
            <div xml:id="d7">
                <head level="1">IV. Nachweise von Zitaten, literarischen Anspielungen und
                    Worterklärungen</head>
                <list>
                    <item xml:id="i24">Die von Karlstadt in der Editionsvorlage abgekürzt aufgeführten
                        Literaturreferenzen werden in der Transkription hinsichtlich Autor und Werktitel
                        aufgelöst, nicht jedoch ihre Untergliederungen (in Buch l[iber], Kapitel
                        c[apitulum], Quästion q[uestio], Distinktion d[istinctio] etc.).</item>
                    <item xml:id="i25">Der Anmerkungsapparat weist alle Zitate und Literaturverweise –
                        sowohl die explizit angeführten als auch die impliziten – in moderner,
                        abgekürzter Form nach. Die Kurztitel folgen für Augustin dem
                        Augustin-Lexikon<anchor type="footnote" xml:id="a1" ref="#n1" n="1"/>, für
                        lateinische Autoren dem Index des Thesaurus Linguae Latinae<anchor type="footnote" xml:id="a2" ref="#n2" n="2"/>, für griechische Autoren
                        Liddell/Scott<anchor type="footnote" xml:id="a3" ref="#n3" n="3"/> und für
                        griechische christliche Autoren Lampe<anchor type="footnote" xml:id="a4" ref="#n4" n="4"/>.</item>
                    <item xml:id="i26">Die Stellennachweise erfolgen in ihren modernen Textausgaben nach
                        absteigender Priorisierung: 1. CCSL 2. CSEL 3. SC 4. PL/PG; alternativ:
                        CCCM.<anchor type="footnote" xml:id="a5" ref="#n5" n="5"/> Zitiert Karlstadt
                        nachweisbar in Paragraphen oder Kolumnen, so sind die von ihm konsultierten
                        Texte (Handschriften oder Drucke), soweit identifizierbar, im Anmerkungsapparat
                        ausgewiesen.</item>
                    <item xml:id="i27">Bei der Psalmennummerierung steht die Zählung nach der Vulgata an
                        erster Stelle, die moderne Zählung folgt in Klammern.</item>
                    <item xml:id="i28">Bibliographische Abkürzungen richten sich in der Regel nach
                        Schwertner, Siegfried M.: IATG<hi rend="super">3</hi>. Internationales
                        Abkürzungsverzeichnis für Theologie und Grenzgebiete, Berlin/Boston <hi rend="super">3</hi>2014.</item>
                    <item xml:id="i29">Wenn die für Worterklärungen eingesetzten Lexika ohne Band- und
                        Seitenangabe zitiert werden, wurde ihre Online-Edition verwendet. In beiden
                        Fällen wird das entsprechende Lemma angeführt.</item>
                </list>
            </div>
            <div xml:id="d8">
                <head level="1">Technische Aspekte der Textpräsentation</head>
                <p>In der Editionsvorlage an Innen- und Außenrändern gebotene Marginalien werden am
                    äußeren Rand wiedergegeben.</p>
            </div>
            <div xml:id="d9">
                <head level="1">Verwendete Zeichen</head>
                <list>
                    <item xml:id="i30">Editorische Ergänzung: <supplied>.</supplied>
                    </item>
                    <item xml:id="i31">Konjektur: <supplied>periculis</supplied>
                    </item>
                    <item xml:id="i32">Expansion: D<ex>ominus</ex>
                    </item>
                    <item xml:id="i33">Textverlust: <supplied>
                            <gap/>
                        </supplied>
                    </item>
                    <item xml:id="i34">Unsichere Lesart des vorhergehenden Wortes:
                        Karlstadt<supplied>?</supplied>
                    </item>
                </list>
            </div>
        </body>
        <back>
            <div type="footnotes">
                <note type="footnote" xml:id="n1" ref="#a1" n="1">S. in der Bibliographie unter der
                    Sigle AugL.</note>
                <note type="footnote" xml:id="n2" ref="#a2" n="2">S. in der Bibliographie unter der
                    Sigle ThLL.</note>
                <note type="footnote" xml:id="n3" ref="#a3" n="3">Liddell/Scott, Greek-English.</note>
                <note type="footnote" xml:id="n4" ref="#a4" n="4">Lampe, Patristic Greek Lexicon.</note>
                <note type="footnote" xml:id="n5" ref="#a5" n="5">Zu den Siglen s. Bibliographie.</note>
            </div>
        </back>
    </text>
</TEI>